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New York: Planung ist das halbe Leben! – Tipps zur Vorbereitung

von Robert 31. Oktober 2016 0 Kommentare

Das erste Mal in den USA oder vielleicht auch lange nicht dort gewesen? Anhand unseres Trips in den Big Apple wollen wir unsere Vorbereitung beleuchten und ein paar Tipps und Ratschläge geben, was man auf einer Reise nach Nordamerika dringend beachten sollte. New York muss natürlich jeder auf seine Art erkunden und seine Reise individuell planen, denn die Stadt hat so viel zu bieten, dass man Jahre dort verbringen kann, ohne „alles“ gesehen zu haben. Auf der anderen Seite gibt es bei jeder USA-Reise grundlegende Fragen, mit deren frühzeitiger Beantwortung man sich einiges an Ärger vom Hals halten kann. Wie geht man also einen Trip nach New York an?

Wie viel ist genug? Die Reisedauer

Tja, die erste Frage bleibt: Wie verbringt man seine Zeit in einer Stadt, die scheinbar wirklich „unbegrenzte Möglichkeiten“ bietet? Und welche Zeitspanne ist für einen Aufenthalt damit überhaupt sinnvoll? Schließlich wird man auch am 100. Tag in New York noch Neues entdecken. Wir haben uns für einen Gesamtzeitraum von 11 Tagen – inklusive An- und Abreise – entschieden, und zwar aus folgenden Gründen:

Man braucht, je nach Abflugzeiten, 2-3 Tage für die reine Reiselogistik und die Anpassung an die Zeitverschiebung – bleiben 8 Tage für New York. Das scheint genug, um sich schon etwas „einzuleben“ und die wichtigsten Attraktionen mitnehmen zu können, jedoch ohne dabei zu sehr gehetzt zu sein oder zu schnell von der City genervt :p. Reine 5 Aufenthaltstage sollte man für einen „sinnvollen“ Besuch mindestens einplanen, wobei ich mehr als 10 auch nicht empfehlen würde, wenn sich der Amerikaaufenthalt auf NYC und Umgebung beschränkt.

Neben der Tatsache, dass New York die teuerste Stadt in den USA ist und auch einfache Sachen wie Essen gehen und Lebensmittel teilweise riiicccchhhhttttiiigggg ins Geld gehen, wohnt der Stadt auch eine allgegenwärtige, inhärente Hektik inne, der man sich kaum entziehen kann. Wenn man die deutsche Gemütlichkeit gewohnt ist, dauert es eine Weile, bis man sich an die Geräuschkulisse, die vielen Lichter und vor allem die buchstäblich Millionen von Menschen gewöhnt hat. Das zehrt an der Kraft und sollte nicht unterschätzt werden!

fussgaenger-in-new-york-cityGenau das sind die Überlegungen, die man anstellen sollte, bevor man sich auf eine Reisedauer festlegt. Wie teuer ist meine Reiseziel und wie lange komme ich folglich mit meinem Reisebudget aus? Was gibt es alles zu sehen und wie könnte man das ggf. auf die Tage verteilen? Was muss davon „unbedingt“ gemacht werden und wie lange würde ich für eine Minimalvariante brauchen? Ab welchem Zeitraum wird der Aufenthalt vielleicht stressig? Wenn man diese Fragen für sich beantwortet, hat man sehr solide Anhaltspunkte für eine angemessene Reisedauer.

Wie hinkommen? Die Anreise planen

In den letzten Jahren haben immer mehr große und mittlere Airlines Nordamerika als spannende Destination entdeckt und machen sich gegenseitig ordentlich Konkurrenz. Gut so – denn die Preise sind entsprechend niedrig. Nahezu täglich kann man von allen großen Flughäfen Deutschlands wie Berlin-Tegel, München, Hamburg, Frankfurt oder Düsseldorf per Direktflug beliebte Ziele in den Staaten anfliegen – in erster Linie natürlich den Big Apple. Flugpreise beginnen teilweise bereits bei 250€ für den Roundtrip! Solche und ähnliche Angebote, die meist aber von Lowcost-Carriern stammen, sind häufig z.B. auf entsprechenden Dealblogs wie Urlaubspiraten oder Urlaubsguru zu finden. Ansonsten sind natürlich die üblichen Flugsuchmaschinen wie swoodoo usw. zu bemühen.

Wir persönlich haben etwas weiter oben ins Regal gegriffen und für immer noch sehr schlanke ~400€ p.P. bei AirBerlin einen Direktflug von TXL nach JFK und zurück gebucht. Die Gründe dafür sind zum einen natürlich der bessere Service und die günstigere Gepäckregelung, aber auch … ja, die Meilen. Inzwischen haben sich über die Jahre doch genug angesammelt, um mal wieder ein Upgrade in Betracht zu ziehen – was den günstigen Ticketpreis nochmal attraktiver macht. Leider sind die Kontingente für Meilenupgrades (zumindest bei AirBerlin) äußerst knapp bemessen und auf beliebten Verbindungen in der Regel bereits 4-6 Monate im Voraus ausgebucht. Bleibt das Glücksspiel, am Counter auf übrig gebliebene Plätze zu spekulieren. In unserem Fall hat das geklappt und wir konnten alle Annehmlichkeiten der Business Class genießen – vom Prio-Gepäck über den Lounge-Zugang bis hin zum exzellenten Essen und Service.

airberlin-business-class-weinAuch wenn ein Platz in der Business Class die bevorzuge Variante des Langstreckenfluges ist, gibt es viele Konstellationen, wo er nicht in Frage kommt. Gerade aber auch ein Economy-Flug will gut vorbereitet sein. Knapp neun Stunden über dem Atlantik mit kaum Platz, um sich zu bewegen, sind – man muss es so sagen – alles anderes als eine schöne Erfahrung. Gerade wenn man nicht sehr häufig fliegt, sollte man sich vorher nochmal mit Tipps & Tricks für Langstreckenflüge vertraut machen. Hier lohnt es sich zu prüfen, ob die Airline den Nebenplatz (manchmal gegen Gebühr) freihalten kann, so dass man zumindest ein bisschen mehr Platz hat. Auch sollte man etwas eigene Verpflegung einpacken, da das Flugzeugessen meist nicht so gut ist (aber vor dem Zoll aufessen oder wegschmeißen!). Was auch unabdingbar ist, ist Entertainment! Ein Tablet oder Smartphone mit Musik und/oder Videos bzw. Hörbüchern/Podcasts und bequeme Ohrstöpsel sind das beste Mittel gegen Fluglärm. Darüber hinaus sollte man sich, gerade als ungeübter Flieger, nochmal im Netz belesen, wie man sich einen Flug angenehmer gestalten kann. Anleitungen gibt es viele, z.B. hier und hier.

Was beachten? Die Besonderheiten berücksichtigen

Amerika ist nicht Europa. Das betonen nicht nur die Amis gern, das muss man auch zwingend bei der Reiseplanung berücksichtigen, sonst drohen unter Umständen bööööse Fallen. Das Wichtigste ist natürlich die eigene Gesundheit. Da in den USA das Gesundheitssystem, nun sagen wir mal eher rudimentär ausgebaut und an eine flächendeckende Krankenversicherung nicht zu denken ist, ist es essentiell, irgendeine Form von Auslandskrankenversicherung zu haben. Bei manchen Kreditkarten sind Auslandsaufenthalte bis 90 Tage mit abgedeckt – da lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte. Andernfalls bieten sowohl gesetzliche als auch private Krankenkassen Auslandskrankenversicherungen für Urlaubsreisen bereits für wenige Euro im Jahr an. Auch mit zwei Versicherungen macht man nichts falsch. Da man, je nach Versicherungstyp und Leistungsträger (und davon gibt es in den USA viele verschiedene mit unterschiedlichen Verfahrensweisen), Leistungen auch mal vorstrecken muss, empfiehlt sich eine Kreditkarte mit ausreichender Deckung. Eine Fahrt im Krankenwagen kostet gerne mal um die $1000 – gravierende Behandlungen entsprechend mehr.

Apropos Zahlungsmittel. So oder so braucht man für die USA eine Kreditkarte. Das Plastikgeld gehört zum amerikanischen Kulturgut wie Cola oder die Freiheitsstatue. Es gibt quasi keinen Ort, der keine Kreditkarten annimmt, sei es der U-Bahnautomat, der Bagelshop oder der nächste Supermarkt. Allerdings sollte es eine namhafte sein, d.h. VISA, Mastercard oder AMEX. Es ist teilweise sogar schwieriger, mit Bargeld zu bezahlen, insbesondere in Scheinen über $100. Da die Dollarnoten im Vergleich zum Euro über eher wenige Sicherheitsmerkmale verfügen, werden sie auch entsprechend oft gefälscht und daher seltener angenommen.

zahlungsmittel-fuer-us-reiseBargeld mitzunehmen empfiehlt sich dennoch. Zum einen gibt es sie, die Ausnahmen ohne Kreditkarte (etwa private Busse) und zum anderen gehört es auch zur amerikanischen Kultur, immer und überall Trinkgeld („Tips“) zu geben. Das macht sich am besten in bar. Die meisten Hausbanken bieten an, vorab Geld zu einem einigermaßen günstigen Kurs zu tauschen. Das empfiehlt sich insofern, als dass die Wechselstuben vor Ort dreiste Wechselkurse anbieten. Was außerdem hilfreich sein kann, ist eine kurze E-Mail an seine Bank bzw. Kreditkartenfirma zu schicken, in der die Reise angekündigt und der Zeitraum mitgeteilt wird. Es kommt nicht selten vor, dass Kreditkartenunternehmen bei plötzlichem und irregulärem Auslandseinsatz die Karte sperren, weil sie Betrug vermuten.

Vor Ort gibt es dann noch eine weitere Kleinigkeit zu beachten, die aber entscheidend sein kann: In den USA wird ein 110V Stromnetz mit anderen Steckern verwendet. Ohne Adapter kommt man hier nicht weit. Einfache Adapterstecker von US- auf deutsches Format gibt es bereits für ein paar Euro bei Amazon oder eBay (aber nicht die allerbilligsten nehmen!). Allerdings muss man hier zwingend darauf achten, dass das Netzteil der Geräte (z.B. Laptop oder Handyladegerät) auch 110V unterstützt. Weniger Spannung ist zwar in der Regel unproblematisch, aber wer auf Nummer sich gehen will, sollte einen Spannungswandler von 110V auf 230V kaufen. Diese sind zwar teurer, aber liefern dafür Strom „wie zuhause“ :). Damit man alle Geräte flexibel versorgen kann, sind 3-4 Adapter sowie eine Steckdosenleiste wünschenswert.

us-stromadapterAuch über die Erreichbarkeit sollte man sich Gedanken machen. Ich empfinde es auf Reisen als unerlässlich, ins Internet zu kommen, auch wenn man das natürlich anders sehen kann. Aber gerade für New York ist es unglaublich hilfreich, schon da das komplette Nahverkehrsnetz nahtlos in Google Maps integriert ist. Viel einfacher kann man sich in einer fremden Stadt nicht zurechtfinden. Allerdings lauern hier schnell fiese Kostenfallen bei den Daten- und Roaminggebühren. Ohne entsprechenden Vertrag gehen die Kosten für wenige MB gerne mal in die 100€ und mehr. Dem kann man auf zwei Wegen vorbeugen.

Wenn man einen guten Handyvertrag hat, besteht u.U. die Möglichkeit, entsprechende Pakete vorab günstig zu buchen oder sogar entsprechende Tarifoptionen zu wählen. Bei Vodafone Red gibt es die „EasyTravel Flat“ – für 5€ im Monat kann man in der kompletten EU sowie in der Schweiz, USA, Kanada, Türkei u.a.m. seinen Vertrag nutzen, als wäre man zuhause. Alternativ gibt es auch in den USA (z.B. bei AT&T) Prepaid-Simkarten mit einem gewissen Datenvolumen, das man während seines Aufenthaltes verbrauchen kann. Falls man nichts von allem hat, gilt: Auf die Suche nach dem nächsten Hotspot gehen und Daten-Roaming am besten schon in Deutschland deaktivieren!

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Wie reinkommen? Die Einreise planen

Ok, man hat also die Tasche gepackt, die Flüge gebucht und ist bereit zur Abreise. Soweit, so gut … nur reicht „hinkommen“ leider noch nicht. Die Einreisebestimmungen in die USA oder Kanada sind deutlich strenger als das, was man so aus Europa kennt. Mit einfach mal den Pass vorzeigen ist es nicht getan. Zunächst braucht man unbedingt einen gültigen Reisepass mit funktionierendem Chip. Außerdem sind diverse Einreisegenehmigungen von den USA notwendig. Zunächst muss man zustimmen, dass sämtliche persönliche Daten die Flugreisen betreffend sowie der Aufenthaltsort in den USA an die dortigen Behörden übermittelt werden (APIS). Das macht im Regelfall die Airline online.

Die nächste Hürde ist die sogenannte ESTA (Electronic System for Travel Authorization). Hier werden sämtliche persönlichen Daten angegeben, von Namen über Job, Eltern, Verbrechen bis hin zu Geschlechtskrankheiten. Die Antworten werden automatisiert mit diversen Datenbanken abgeglichen und im Regelfall wird die Einreisegenehmigung für 2 Jahre gewährt. Den Antrag kann man für ein paar Dollar online auf der Seite der Customs and Border Protection ausfüllen. Sollte ein ESTA-Antrag abgelehnt werden, benötigt man ein Visum von der US-Botschaft oder einem Konsulat.

Aber Achtung: Eine ESTA ist nur eine Einreisegenehmigung, keine Garantie! Das letzte Wort hat der freundliche CBP-Officer vor Ort, der zunächst eine Zollerklärung erwartet. Diese bekommt man im Flieger und sollte sie sehr gewissenhaft und ehrlich ausfüllen. Bei falschen Angaben droht nicht nur der direkte Heimflug, sondern teilweise auch eine empfindliche Geldstrafe. Außerdem solltet ihr euch darauf vorbereiten, in verständlichem Englisch u.a. folgende Fragen glaubhaft beantworten zu können: Wo sind Sie abgeflogen? Wie lange bleiben Sie in den USA? Was ist der Grund Ihres Aufenthaltes? Waren Sie früher schon mal / wann waren Sie das letzte Mal in den USA? Wie verdienen Sie Ihren Lebensunterhalt? Was sind Ihre Pläne für den Aufenthalt? Führen Sie Bargeld oder Zahlungsmittel über $10.000 mit sich? Und so weiter … Man sollte auch darauf vorbereitet sein, dass Lichtbilder gemacht und alle Fingerabdrücke genommen werden. Aber man bekommt gleich schon hier das erste Souvenir – den begehrten Stempel im Pass :).

passport-stamp-nyc-jfkDann geht es ans Gepäckband und schlussendlich durch eine zweite Kontrolle. Auch hier kann man nochmal aufgehalten, durchsucht, befragt und sogar abgewiesen werden. Im Übrigen zählen auch elektronische Geräte zu den durchsuchbaren Gegenständen. Man sollte daher vorher prüfen, was man alles so auf seinem Laptop oder Smartphone hat ;). Wird man hier nicht nochmal befragt, heißt es: Herzlichen Glückwunsch, du hast es in die USA geschafft!

Wie weiterkommen? Den Transfer planen

Nachdem man gelandet ist und sein Gepäck in Empfang genommen hat, geht es als nächstes zur Unterkunft. Je nachdem wo man residiert, ist der Transfer mehr oder weniger kompliziert. Da der Flughafen JFK rund 30km außerhalb des Zentrums liegt, ist man gut beraten, wenn man sich vorab um einen Transfer kümmert. Die klassische Variante wäre das Taxi. Hier wird eine Flatrate angeboten. Für ca. $70 inkl. Maut und Trinkgeld wird man direkt nach Manhattan befördert. Je nach Verkehr muss man hier 60-90 Minuten einplanen.

Wer es günstiger mag, kann sich auch ca. eine Stunde in den Zug setzen. Es verkehrt der Airtrain zwischen JFK und der Jamaica Station in Queens, von wo aus man Anschluss zu diversen Zug- und Subway-Verbindungen hat. Die Kosten sind dabei mit ca. $10 pro Person deutlich überschaubarer. Allerdings ist es auch um einiges unbequemer, das schwere Gepäck in den teils stark ausgelasteten Zug zu quetschen und die Treppen hoch- und runterzutragen. Dieser Schritt will also gut überlegt sein.

Den Mittelweg stellt hier die Shuttle-Variante dar. Einige private Gesellschaften bieten Shuttles vom Flughafen zu den wichtigsten Verkehrsknotenpunkten und Hotels in der City an. Die Shuttles fassen ca. 6-8 Personen mit entsprechendem Gepäck, auch wenn es dabei schon etwas eng wird. Dennoch kommt man (für New Yorker Verhältnisse) schnell und mit ~$25 pro Person inkl. Tip recht günstig ans Ziel. Wenn sich die Unterkunft in New Jersey befindet, muss man von Manhattan aus noch weiterkommen. Hier bliebe wieder der Bus für $3 – aber mit demselben Gepäckproblem. Das Taxi ist aufgrund der Maut für den Lincoln-Tunnel mit ca. $60 recht teuer.

goairlink-shuttle-private-limo-and-taxi-in-new-york-cityEine gute Alternative, die sich in Europa leider noch nicht durchsetzen konnte, sind Fahrdienstvermittler wie Uber oder Lyft. Mit einer Kreditkarte oder PayPal und der entsprechenden Smartphone-App kann man tatsächlich innerhalb von Minuten ein Auto zur aktuellen Position bestellen, das einen zur Position der Wahl fährt – für im Schnitt den halben Taxipreis. Super! Sollte man unbedingt mal ausprobieren.

Wo bleiben? Die Unterkunft

Erwähnte ich bereits, dass New York unglaublich teuer ist? Das gilt natürlich insbesondere für das pulsierende Manhattan. Auf der Insel ist Grundfläche knapp und auch wenn gigantisch in die Höhe gebaut wird, ist lange nicht genug Platz vorhanden. Entsprechend preisintensiv sind Hotels und Ferienwohnungen. Selbst in einem mittelmäßigen 3-Sterne-Hotel muss man schon mal $250-$300 pro Nacht für das Doppelzimmer zahlen. Nach oben ist natürlich kaum ein Limit gesetzt. 5-Sterne Hotels liegen ab 700$ aufwärts. Manhattan als Bleibe würde ich aber auch so nicht empfehlen, da es nicht nur teuer, sondern unglaublich hektisch, laut und übervölkert ist. Abends in eine etwas ruhigere Gegend zurückzukommen, ist nach einem stressigen Tag auf der Insel eine Wohltat.

the-waldorf-astoria-hotel-new-york-cityWas also ist die Alternative, man will ja trotzdem nicht zu weit weg vom Geschehen sein und Manhattan schnellstmöglich erreichen können? Brooklyn scheint da die nächstbeste Möglichkeit. Hotels gibt es hier zwar nicht so zahlreich, dafür aber AirBnB-Apartments! Diese sind durchschnittlich auch spürbar günstiger und geräumiger als auf der anderen Seite des East River. Allerdings ist das Preisniveau immer noch beachtlich und auch hier die New Yorker Hektik spürbar. Bliebe neben dem Blick über den East River nach Brooklyn zunächst noch der über den Hudson!

Auch wenn es sich bei „West New York“ technisch gesehen um New Jersey handelt, ist eine Unterkunft in Union City bzw. Weehawken die goldene Mittellösung. Die Kosten sind nur ca. halb so hoch wie in Manhattan, man kann deutlich besser und günstiger einkaufen, hat abends seine Ruhe und einen fantastischen Ausblick auf die Skyline! Verkehrstechnisch ist man ebenfalls gut angebunden: Ein Bus fährt für $3-4 direkt zum Port Authority Terminal, wenige Meter vom Time Square entfernt. Wir entscheiden uns für genau diese Variante und residieren für überschaubare 50€ / Nacht / Nase in der oberen Etage eines großen, klassischen Mehrfamilienhauses in einem eher Latino-geprägten Viertel. Spitzendeal, uneingeschränkt zu empfehlen!

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Was machen? Die Aktivitäten kennen

Ja, die beste Strategie, um eine Stadt kennenzulernen, ist meist, sich einfach ins Getümmel zu stürzen und ein bisschen mit dem Strom zu schwimmen. Das ist auch für New York die spannendste Variate. Dennoch gibt es ein paar Aktivitäten, die man vielleicht gern mitnehmen will. Bei den „üblichen Verdächtigen“ wie z.B. Liberty/Ellis Island, dem One World Trade Center, dem 9/11 Memorial + Museum, dem Rockefeller Center und anderen kann und sollte man vorher die Tickets online buchen. Der Vorteil besteht darin, dass die Tickets online oft günstiger sind und man sich vor Ort nicht mehrfach anstellen muss. Allerdings ist man meist an ein gewisses Zeitfenster gebunden. Es sei erwähnt, dass viele Aktivitäten mit strengen (flughafenähnlichen) Sicherheitskontrollen verbunden sind und z.B. große Fotostative nicht mit reingenommen werden dürfen.

Bei manchen Aktivitäten sind die Kontingente auch sehr begrenzt – z.B. wenn man die Krone von Lady Liberty besteigen möchte. Hier sind Eintrittskarten teilweise bereits 1-2 Monate im Voraus vergriffen. In der Regel nicht vorbuchen muss man z.B. Museen, die auch teilweise kostenlose Besuchszeiten anbieten. Hier sollte man aber zumindest die Öffnungszeiten kennen, da es auch Ruhe-/Feiertage und ähnliches gibt. Häufig werden auch Sammelangebote wie z.B. das „4 in 1 Ticket“ oder der New York Pass angeboten. Bei diesen muss man ganz genau prüfen, ob sich das Angebot lohnt. Gerade beim New York Pass muss man schnell sehr viel Geld investieren und hat nur wirkliche Vorteile, wenn man möglichst zügig möglichst viel Programm abarbeitet – aus unserer Perspektive nicht empfehlenswert! Also lieber eine Stunde mehr in die Recherche investieren und individuell entscheiden, was man vorbucht und was nicht!

statue-of-liberty-crownDiesen Tipp kann man aber auch problemlos über die komplette Reisevorbereitung stellen: Macht eure Hausaufgaben! Wann ist man normalerweise schon mal in New York? Die Zeit sollte man nutzen! Auch wenn man nicht zwingend etwas vorbucht, schadet es ja nicht, zumindest zu wissen, was man machen könnte. Die Quellen im Internet sind mannigfaltig – es gibt dutzende Videos auf YouTube oder Blogeinträge, mit Hilfe derer man sich inspirieren lassen kann.

That’s it! Safe travels!

Also doch eine ganze Menge zu beachten … man muss auch sagen, wir sind in Europa recht verwöhnt. Einfach mit dem Perso losfahren zu können ist eine schöne Sache, aber alles andere als selbstverständlich. Die Amerikareise will solide vorbereitet sein, aber wenn man ein paar Punkte beachtet, ist man im Regelfall auf der sicheren Seite. Hier noch mal die wichtigsten Punkte zum Abhaken:

  • Flug + Rückflug buchen
  • ESTA beantragen
  • Auslandskrankenversicherung prüfen und ggf. abschließen
  • Kreditkarte und Bargeld in US-Dollar organisieren
  • Bank und Kartenanbieter informieren, dass man in den USA ist
  • Mobilfunkvertrag prüfen und ggf. Auslandsoption buchen
  • 110V-Adapter + Steckdosenleiste einpacken
  • Aktivitäten recherchieren und ggf. vorbuchen
  • Flughafentransfers planen bzw. buchen
  • Auf Einreise vorbereiten

Beachtet ihr das o.g., könnt ihr euch relativ unbeschwert in die Eigenarten der USA stürzen! Take care and have fun!

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