Sommertour 2013Roadtrips

Tag 21: Sin City

von Robert 4. Oktober 2013 0 Kommentare

Unser letzter voller Tag in Amerika begann im grandiosen Mandarin Oriental in Las Vegas. Tagsüber ist die Stadt recht langweilig und vor allem, da ja mitten in der Wüste, extrem heiß. In der Sonne waren knapp 40° und so haben wir uns entschieden in der Gemütlichkeit unseres Hotelzimmers den Einbruch der Dunkelheit abzuwarten. Bei der Aussicht war das aber auch vermutlich die beste Beschäftigung 😀

Bliebe die Frage wo wir um nach 12 am besten was zum Frühstück herbekommen. Wir hatten noch ne reichliche halbe Pizza Hut Cheese Lovers Pizza mit extra Cheese … allerdings waren wir uns über die Qualität der Pizza nach leichten Verdauungsproblemen am Vorabend nicht mehr so sicher. Es war wie gesagt unser letzter Tag und was wäre ein 5-Sterne Hotel ohne 5-Sterne Essen. Also haben wir zunächst mal ausgiebig die Room Service Karte studiert und uns für dass europäische Frühstück, mit Gourmetkäse und einer kalten Platte, entschieden … yummi.

Also der Griff zum Hörer, obwohl die Frühstückszeit eigentlich 11:45 endet. Schaun wir mal wie gut der Service wirklich ist und in der Tat: nach einem kurzen „Wenn Sie bitte kurz warten schau ich ob wir alles da haben […] Selbstverständlich machen wir Ihnen Frühstück, sie haben es in 20 Minuten auf Ihrem Zimmer.“ Tatsächlich hat es kurz darauf an der Tür geklingelt und ein Zimmermädchen hat bei einem kurzen Plausch vor dem Panoramafenster mit Blick auf den Strip unseren Frühstückstisch aufgebaut :).

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Damit war der Nahrungsbedarf erstmal gedeckt 😀 und lecker war es außerdem. Einen kleinen Faux Pas hat sich das Mandarin geleistet, an einer Himberre hatten sich an einer Druckstelle ein paar kleine Schimmelspuren gebildet. Das war dem Concierge so ultrapeinlich, dass wir direkt 60$ Rabatt bekommen haben … hauptsache wir nehmen Ihre Entschuldigung an. Wow … besserer Service ist kaum möglich.

Den restlichen Tag haben wir dann mit bloggen, Fotos machen, essen und Film schauen in den ultrabequemen Queen Size Betten verbracht. Es gibt natürlich fast nur einen Film der in Las Vegas in Frage kommt :D.

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Die Abendplanung haben wir schon einige Tage vorher geklärt. Nach dem Review des Showangebots und dessen jeweiliger Bewertungen haben wir uns dann für den „King of Magic“ David Copperfield entschieden. Los ging es 21:30 im MGM Grand Hotel am Strip, von uns aus ca. 300m die Straße runter. Da es sich um eine doch recht hochkarätige Location handelt haben wir uns zunächst etwas schick gemacht … vor dem zweiten Fernseher im Badezimmerspiegel :p.

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Eine Stunde vor Beginn der Show mussten die vorbestellen Karten abgeholt werden. Auf den Fahrdienst haben wir verzichtet, da wir zu Fuß genau so schnell sind und wie immer ein wenig spät dran waren ;). Also sind wir die Straße runter zum MGM Grand gelaufen.

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Es ist mit den anderen großen Hotelcasinos wie dem Bellagio oder dem Ceasar’s Palace vergleichenbar.

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Direkt hinter dem Eingang gibt es eine riesige Lobby in der Hunderte Touristen und auch ein paar Hausgäste hin und herlaufen. Eine wirklich heimische oder exklusive Atmosphäre lässt es dabei vermissen.

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Auch hier geht die Lobby direkt in das riesige Casino über. Besonders populär war Blackjack, aber auch hier mit Mindesteinsatz 15$ pro Hand.

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Es gab aber natürlich auch unzählige Slotmaschinen an denen die ein oder andere zerstörte Existenz gespielt hat …

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Auch Poker war wieder vertreten, hier allerdings weniger exklusiv als im Bellagio und auch recht teuer. Wir hatten auch alles keine rechte Lust und haben uns stattdessen bis zum Beginn der Show in der „Whiskey Down Bar“ niedergelassen.

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Diese war in einem klassischen Stil gehalten, mit Holzinterieur, Ledersessel und alles was einem zu einer edlen Bar so einfällt.

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Die Preise waren ok, die Cocktails lagen so bei 10-12$ – also etwa 7-9€ und so haben wir uns auch 1-2 genehmigt, die von der Qualität her durchaus gut waren :).

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Ein paar Minuten vor Beginn der Copperfieldaufführung haben wir uns dann ins nebenan gelegene Theater begeben.

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Dort wurde man zunächst an seinen Platz gebracht. Die Plätze hatten jeweils eigene Tische und man konnte Snacks und Getränke bestellen, das Preis/Leistungsverhältnis war allerdings nicht mehr vertretbar mit z.B. 9$ für eine Flasche Corona. Da war das Geld in der Bar deutlich besser investiert.

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Während der Show war es streng verboten Fotos oder Videos zu machen. Ich fande Herrn Copperfield für meinen Teil ganz unterhaltsam. Die Show begann mit einem Video das die großen Tricks in seiner Karriere nochmal beleuchtet. Dann erschien eine große, weise, schwebende Box die aufgemacht wurde und leer war und nach einem Lichtblitz wurde sie wieder geöffnet und David saß auf einer Harley drin – gar nicht schlecht.

Andere Tricks waren nicht so gut, manche sogar relativ einfach durchschaubar. Ein Junge, der unter einem schwebenden Tuch verschwunden ist und ein paar reihen weiter hinten wieder aufgetaucht ist ist sogar direkt (mit einem schwarzen Tuch verhüllt und ich schlechtem Licht) vor Uwe’s Füßen lang gekrochen – wenig magisch. Er war von der Show alles andere als begeistert. Ich sage wenn man nicht zuviel drüber nachdenkt und sich zurücklehnt und die Fahrt genießt ist es ganz unterhaltsam. Dass sie die 100$ pro Person aber eher nicht wert ist – darin waren wir uns einig.

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Inzwischen war es nach 12 und wir mussten den nächsten Tag gegen 7 aufstehen, da noch die 500km nach LA zum Flughafen bewältigt werden mussten bevor der Flieger kurz vor 3 am Nachmittag abhebt.

Ergo haben wir auf weitere, umfassende Tätigkeiten in der lauen Wüstensommernacht verzichtet und sind noch ein bisschen durch die bunten Straßen gelaufen um ein paar Fotos zu schießen.

20131001_233449_LLSDer krönende Abschluss unserer Nacht in Vegas und damit im nicht-logistischen Sinne auch unserer Zeit in Amerika waren die letzten 1-2 Stunden des Abends in der Bar des Mandarin im 23. Stock des Hotels mitten am Strip.

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Vor der fantastischen Kulisse des intensiv beleuchteten Vegas kann man in einer ruhigen und exklusiven Atmsophäre auf den hektischen Trouble, der in der Nacht auf dem Strip herrscht, hinunterblicken und seinen Designercocktail genießen :).

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Der Ausblick auf den Strip, die Vorstadt und die dahinterliegende Wüste sowie unsere liebreizende Kellnerin Felicia haben dann ihr Übriges zu einem passenden Abschluss des Abends und den einer erlebnisstarken und denkwürdigen Reise getan.

20131001_234928_LLS 20131002_000604_LLSUm uns die Abreise am nächsten Morgen zu erleichtern haben wir am Abend noch möglichst viel zusammengepackt, den Blogartikel geschrieben und haben dann, wenn auch nur für ein paar Stunden, nochmal die Betten im Mandarin genossen :).

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