Rallye

#OTRARallye2017: Tag 1 – Anreise, Teams & Start

von Robert 4. Juni 2017 0 Kommentare

„Mein Leipzig lob‘ ich mir!“ – Die Anreise

… wusste schon der alte Goethe. Das tun wir ihm gleich und haben dieses Jahr die Teilnehmer in die unterschätzte sächsische Großstadt bestellt. Startpunkt der diesjährigen Rallye-Ausgabe sollte das ikonische Völkerschlachtdenkmal sein, das an die gleichnamige Schlacht im Oktober 1813 erinnert, bei welcher die Armeen Preußens, Österreichs, Russlands und Schwedens die Region von der Fremdherrschaft der Franzosen unter Napoleon befreit haben.

Aus allen Himmelsrichtungen strömten die Teilnehmer am frühen Morgen des 25. Mai 2017 (bzw. die mit weiterer Reise schon am Vorabend) zum Denkmal, denn der Tag war gekommen: Nach monatelanger Planung findet ENDLICH die erste Etappe der #OTRARallye2017 statt. Die erste Begegnung gab es schon vor dem Treffpunkt: An der Tankstelle die Straße runter trifft das Hausteam beim Pit-Stop vorab schon immer mal auf die Jungs von RM-Performance und hat so schon einen kleinen Informationsvorsprung bzgl. der Konkurrenz – aber dazu später mehr.

Gegen 8:30 Uhr kommt das Hausteam, zusammen mit Orga-Anhalter Willy, am Völkerschlachtdenkmal an und inspiziert die Lage. Aufgrund der frühen Stunde fällt die Wahl eines geeignetes Startplatzes leicht, so dass die Teilnehmer dieses Jahr ohne Umwege begrüßt werden können. Die Ersten (ein Zeichen?) sind die Jungs von der Tanke – Rico und Michi von RM Performance. So nach und nach tröpfeln dann auch Oben Ohne, die Orgas und Jung und fahr(en)lässig ein … doch halt, waren es nicht insgesamt 12 Leute?

In der Tat leisten sich Micha und Moritz von „Sind wir schon da?“ bereits zu Beginn den ersten Patzer und kommen knapp eine halbe Stunde zu spät. Da wir aufgrund der straffen Planung auf Einhaltung des Zeitplanes dringen müssen, haben die Orgas, wie vorab streng, aber gerecht angekündigt, bereits hier die ersten zwei Strafpunkte vergeben. Ist das vielleicht ebenfalls ein Zeichen?

Allerdings, und das ist zunächst immer das wichtigste, sind alle Teams und deren Fahrzeuge wohlbehalten am Startpunkt angekommen – bis auf Team Brabus. Das 850PS-Monster der beiden Jungs aus Dresden hatte leider bei den Testfahrten vorab einen Getriebeschaden erlitten und ist somit für die Rallye ausgefallen. Aber was ist denn sonst jetzt genau am Start?!

Sparsame Propeller, 12 Pötte mit 8 Ringen, ein guter Stern – Das Feld

In den letzten Jahren hatten wir eine klare Dominanz von BMW-Fahrzeugen im Feld. Warum auch nicht? Die Bayern bauen zum einen schöne Autos, die zum anderen für unsere Rallye auch gut geeignet sind. Im Wesentlichen haben bis dato Robert und William mit ihrem A5 und den beiden TTs als Einzige auf eine andere Marke gesetzt. Umso erstaunter waren wir, dass BMW dieses Jahr tatsächlich in der Unterzahl war und vor allem in den sparsamen Varianten vertreten war. Schauen wir uns die Teilnehmer und deren Fahrzeuge genauer an:

Team „Oben Ohne“ – Maik & Maria im 420d Cabrio

Die beiden Veteranen von 2016 bleiben sowohl Marke als auch Modell dieses Jahr treu! Allerdings wird der Sechszylinder dieses Mal gegen Freiluftspaß eingetauscht – sie sind unterwegs im BMW 420d Cabrio. Nanu, was ist da los? Letztes Jahr hatten die beiden im 435d doch so beachtliche Fahrleistungen bei minimalem Verbrauch auf den Asphalt gezaubert – eine Nische, mit der niemand gerechnet hatte. Und ist ein Cabrio nicht auch schwerer, weniger aerodynamisch und verbraucht relativ viel? Na da kann man bloß hoffen, dass nicht ein effizienterer 20er-Diesel, z.B. in Form einer stromlinienförmigen 3er-Limousine, um’s Eck gerollt kommt … :D.

Team „Jung und fahr(en)lässig“ – Karol & Janine in der 320d Limo

Oh Snap! Wie auf Zuruf kommen die Berliner Karol & Janine mit einem schicken, weißen BMW 320d – natürlich mit M-Paket und großen Felgen – in Leipzig an. Der Motor und Antrieb sind genau die gleichen wie bei Maik & Maria – 2L Vierzylinder mit 190 PS auf der Hinterachse … nur bringt er dezente 300kg weniger auf die Waage als das Spaßmobil mit dem frischen Wind um die Nase. Der 320d, für sich genommen, scheint eine solide Wahl für die Rallye – ausreichend Reisekomfort ohne zu groß zu sein, genug Power für zügige Etappen bei sehr moderatem Verbrauch. 2L Diesel von BMW waren auch in den letzten Jahren schon viele im Feld, haben aber nie gewonnen. Wir schauen mal, wie das dieses Jahr aussieht.

Team „Sind wir schon da?“ – Micha & Moritz im A6 3.0 TDI Kombi

Die mit der kürzesten Strecke reisen auch zum Schluss an – nämlich schon innerhalb der Strafzeit. Da scheinen Micha und sein Teamkamerad Moritz ja große Stücke auf ihre Allzweckwaffe zu halten – schauen wir uns das Gefährt mal an. Die beiden stärken die 4-Ringe-Fraktion und rollen mit einem Audi A6 Avant 3.0 TDI quattro an. Im Prinzip ein schönes Auto – solider Motor mit 272 PS, Weltklasse-Allradantrieb und viel Platz für weite Reisen. Allerdings möglicherweise für den hektischen Pariser Verkehr oder die ersten Tastversuche auf der linken Seite der Straße (oder so manches enge Parkhaus :p) etwas groß? Prinzipiell aber auch eine sehr gute Wahl – gerade für die erste Etappe schnell genug, ohne von den anderen verbrauchstechnisch völlig aus dem Rennen genommen zu werden.

Team „RM-Performance“ – Michi & Rico im A6 MTM Kombi

Und nochmal die vier Ringe bitte! Der zweite Audi A6 3.0 TDI quattro rollt an den Start. Könnte man meinen. Aber wenn man genauer hinschaut, entdeckt man auf dem ungleichen Bruder hinten ein kleines „MTM“. Der Dieselrenner ist eigentlich ein aufgemotzter Competition und leistet nach diversen, eilig in der Vornacht vorgenommenen, Modifikationen über 400PS mit entsprechend wuchtigem Drehmoment. Oh wow, das verspricht gerade für die erste Etappe ein spannendes Race zu werden … nachdem die Vierzylinder dezent zum Rüberfahren gebeten wurden :D. Der Leistungssieger ist damit also klar – doch kann er seinen Vorteil außerhalb Deutschlands ausspielen oder gehen hier nur hemmungslos die Eco-Punkte flöten? Wir werden sehen.

Team „Die drei Beiden“ – Robert & Gregor im E350d Kombi

Doch Moment, wo sind eigentlich Robert und sein Auto? Nach zeitgemäßem Eintreffen am Start hat er sich nochmal aus dem Staub gemacht, denn die Fahrzeugbeschaffung war dieses Jahr alles andere als einfach. Da man zunächst nur mit dem o.g. A6 3.0 TDI aufwarten konnte und beim Team eine persönliche Aversion gegen dieses Fahrzeug besteht, wurde zunächst gegen einen A4 Avant 2.0 TDI getauscht. Da aber klar war, dass dieses Fahrzeug auch bestenfalls eine Notlösung darstellt, da weder richtig schnell, noch richtig sparsam, noch spaßig, musste eine Alternative her. Kurz vorab konnte noch ein Mercedes-Benz E350d T-Modell organisiert werden. Der solide 6-Zylinder mit knapp 260PS in Kombination mit dem ultrasanften 9G-Automatikgetriebe symbolisiert die nötigen Tugenden für die Rallye gut, denn: In der Ruhe liegt die Kraft!

Die Aufregung steigt – Vorbereitung & Start

Nachdem sich alle Teams gegenseitig kennengelernt haben – und natürlich auch alle Fahrzeuge wechselseitig ausgiebig inspiziert wurden – wird es Zeit für die Vorbereitung. Neben der Vorstellung der Etappe durch die Orgas sowie Beantwortung aller Fragen der Teilnehmer folgen die Interviews. Diese werden von Thomas und Uwe geführt und von Willy – der für die Medienproduktion verantwortlich ist – gefilmt.

Anschließend folgt natürlich auch die berühmt-berüchtigte Ziehung der Fotochallenges. Bekanntermaßen ziehen wir so viele Challenges wie Teams geplant sind – in diesem Fall also sechs. Im Einzelnen können auf Etappe 1 die folgenden Locations angefahren werden:

  • Der Flughafen von Brüssel (3 Punkte)
  • Die Herkules-Statue in Kassel (3 Punkte)
  • Der Signal-Iduna-Park in Dortmund (4 Punkte)
  • Die Rennstrecke von Spa (5 Punkte)
  • Der Eiserne Steg in Frankfurt a. M. (5 Punkte)
  • Der Nürburgring in der Eifel (5 Punkte)

Mit diesem Wissen ist das Informationsbild der Teilnehmer vollständig und es geht die letzte halbe Stunde vor dem Start in die interne Planung der einzelnen Teams. Langsam steigt bei jedem die Anspannung und die Diskussionen sind heftig. Welche Taktik mag Team X wohl verfolgen? Ist Auto Y schneller/langsamer oder sparsamer/verbrauchsstärker als unseres? Welches Team wird wohl wann welche Challenge anfahren und was heißt das für uns? Wie ist die Verkehrslage, welche Routen bieten sich an? Was machen wir, wenn …?

Daneben wird noch die Technik vorbereitet. Sitzt die Kamera richtig? Ist der Tank auch voll und die Blase leer? Der Bordcomputer genullt? Die Orgas gehen nochmal rum und checken, dass alle Teilnehmer ready sind und langsam kehrt Ruhe ein. Alle Augen sind auf Uwe gerichtet, auf dem inzwischen schon mit Bollerwagen (es ist ja Herrentag) und Kutschen gefüllten Parkplatz. Dann, genau 11:10 Uhr, gibt Uwe das Signal zum Starten und es ist eine Rallye on the road again :).

Wie die erste Etappe läuft, wer zuerst ankommt, und ob das für den Etappensieg reicht – das erfahrt ihr nächste Woche!

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