Kurztrips

Wild im Harz – Endspurt

von Robert 3. September 2014 1 Kommentar

Nach dem Zeltabbau haben wir nochmal einen letzten Blick auf unsere Nachtstätte geworfen. Der Anblick der Baumgruppe sowie die nassen Klamotten und das Bedürfnis nach einer warmen Dusche haben den Entschluss genährt die nächste Nacht vielleicht doch eher in einer etwas festeren Behausung zu verbringen.

Ein Plätzchen im Trocknen

Dies wurde beim Frühstück im nächsten Netto mit Mettbrötchen, Knacker und russischem Zupfkuchen, sowie vor allem natürlich heißem Kaffee näher diskutiert und recherchiert. Da es in der Harzregion zahlreiche Pensionen gibt war die Auswahl groß und das Preisniveau entsprechend niedrig. Nachdem der erste Anlauf im Geheimtipp in Günzerode leider scheiterte, haben wir uns für die gemütliche kleine Familienpension Vogler in Nordhausen entschieden.

Pension Vogler Nordhausen

Für 50€ pro Nacht bekommt man hier ein adäquates Doppelzimmer mit solidem Frühstück und netten Gastgebern – und wir in unserem Fall vor allem einen Platz um unsere nassen Klamotten von der nächtlichen Tour über Wiesen und durch Wälder zu trocknen!

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen!

Da die Logis-Frage zu also zufriedenstellend geklärt war, haben wir uns dem anderen Teil unseres kleinen Projektes gewidmet, dem – wie sollte es anders sein – Fahren :D. Die Großregion Harz und das benachbarte Kyffhäusergebirge bieten eine Vielzahl von exquisiten Landstraßen und Bergstraßen. Doch das Primärziel war das ca. 40km entfernte Kyffhäuserdenkmal!

BMW M135i vor Kyffhäuserdenkmal

Die einzigartige Kulisse haben wir, genau wie die bezaubernden Landstraßen auf dem Weg dorthin, ein Wenig zum Filmen genutzt. In erster Linie ging es uns darum ein paar nette Eindrucke von unserem Reisegefährt einzufangen um daraus in einiger Zeit ein kleines Review-Video zu schneiden.

M135i Videodreh

Unsere Dreharbeiten wurden von den Touristen sehr interessiert zur Kenntnis genommen und natürlich von jedem kommentiert. In der Tat die meiste Ahnung hatte ein Zwölfjähriger, der mit seinem Vater heftige Debatten darüber führte, wie denn nun ein „M1“ aussieht :D. Wir haben das sehr amüsiert beobachtet. Darüber hätten wir fast das Fotografieren vergessen, aber hatten zum Glück doch noch Zeit für einige nette Aufnahmen.

BMW M135i auf dem Kyffhäuser

Es bleibt wild

Doch auch der Spaß darf hier natürlich nicht zu kurz kommen! Die Kyffhäuserabfahrt ist mit ihren 36 Kurven auf 4,5 km in Kombination mit dem perfekten Fahrbahnzustand atemberaubend und dafür deutschlandweit berühmt – völlig zurecht. Wir sind viel gefahren, wirklich viel, aber uns fällt kaum eine Strecke ein die in Deutschland reizvoller ist als diese.

BMW M135i auf Kyffhäuserabfahrt

Da die Strecke eine sehr hohe Kurvendichte hat, ist sie neben den Hecktrieblerfahrern in erster Linie natürlich auch bei Bikern beliebt. Die tummeln sich in der Regel, wie zahlreiche andere PS-Freunde auch, am Fuße des Berges – im Cafe 36.

Biker am Kyffhäuser

Allerdings soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Strecke genau so fordernd ist wie sie Spaß macht. Sie ist meist schlecht einsehbar und als normale Bundesstraße auch einigermaßen dicht befahren. Aufgrund der überhöhten Geschwindigkeiten kommt es hier häufiger zu schweren Unfällen, oftmals mit Bikern. Daher muss man bei aller Fahrfreude natürlich auch den gesunden Menschenverstand aktiviert lassen und seinen Untersatz nur entsprechend der Verkehrs- und Wetterbedingungen, sowie der Strecken- und Fahrzeugkenntnis bewegen!

Runter vom Gas Schild

Verpflegung im Harz

Da es sich langsam dem Abend näherte und sich sowohl Hunger als auch die Erschöpfung von der vorherigen Nacht bemerkbar machten, traten wir dann langsam auch erst mal den Weg zurück in die Pension an. Dort angekommen hat das Entspannungsbier dafür gesorgt, dass die Weiterfahrt, etwa zu einem Italiener, nicht mehr in Frage kam – also musste Pizza her.

Nach der Begutachtung einiger Videos war es allerdings auch schon kurz nach 22 Uhr – für Nordhausener Verhältnisse ein Problem. Trotz des vielfältigen Angebots (ca. 10 Pizzalieferdienste) liefert nur einer länger als bis 21-22 Uhr … damit war die Entscheidung zwar klar – es blieb das „Pizza – Inn“. Böser Fehler. Zum einen haben sie die Bestellung versaut und statt einer Lachs/Spinat/Mozzarella-Pizza irgendetwas undefinierbares gebracht und zum anderen … nun seht selbst:

Ekelhafte Pizza

Billigste Aldi-Dosen-Zutaten und zumindest fragwürdiger Teig. Vermutlich mit Abstand die schlechteste Pizza die wir seit langem gegessen haben. Gut möglich dass dem Pizzabäcker in Parma ein kalter Schauer über den Rücken gelaufen ist als wir den ersten Karton geöffnet haben. Glücklicherweise waren wir so fertig, dass wir uns darüber nicht großartig aufregen konnten und unwesentlich später die Lichter ausgingen. Für das etwas unsanfte Wecken am nächsten Morgen – gegen 11:40 – wurden wir mit einem liebevoll – und exklusiv für uns – angerichteten Frühstück entschädigt :).

Frühstück Pension Vogler

Das Finale

Auf das ruhige Frühstück folgte das unkomplizierte Auschecken inklusive Bezahlung. Wir haben uns für die nette Bewirtung bedankt und uns abermals auf die einladenden Landstraßen begeben, mit Grobziel Kyffhäuserabfahrt. Eine hervorragende Entscheidung wie sich herausstellen sollte, denn wir wurden von einem exklusiven Begrüßungskommando empfangen, dass die nächsten Stunden bei uns für einiges an Adrenalin sorgen sollte :).

4500m am Limit

Aber dies ist eine eigene Geschichte wert – und wartet vor allem noch auf die multimediale Aufbereitung. Diese wird zeitnah in Angriff genommen und ihr könnt euch auf einen wahren Leckerbissen freuen :). Da nach dieser hochgradig spannenden Erfahrung auch bereits wieder der Abend hereinbrach, war es langsam geboten, an die Rückreise zu denken. Vorher mussten wir uns aber noch um die Bedürfnisse unseres kleinen BMWs kümmern, der sich am Wochenende einigen Strapazen gestellt hat :).

BMW Motorölstand prüfen

Unterm Strich freuen wir uns über ein sehr gelungenes und erkenntnisreiches Wochenende im Harz, bei dem wir super viel Spaß hatten, tolle Videos produzieren konnten uns uns letztlich auch gebührend vom aktuellen OTRA-Mobil verabschieden konnten, dass im Oktober einem wintergeeigneten Modell weichen muss.

Trotzdem ging es für uns zurück in die Heimat, denn es war ja schon relativ spät und am nächsten Morgen rief die Arbeit uns wieder zurück in die harte Realität des Lebens. Aber wir waren dort nicht die einzigen, die sich dieser stellen mussten – also haben wir es einfach gemacht wie die FDP in Thüringen und gesagt:

Wir sind dann mal weg FDP

 

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1 Kommentar

Werner Görlich 2. Oktober 2014 at 13:44

Ich war vor kurzem im Hotel Schau ins Land zu einem Relaxwochenende. Ich bin total begeistert von dem tollen Landhausstil und der Lage. Es gibt viele Möglichkeiten zum Entspannen und Erholen. Und das Hotel bietet 100 verschiedene Freizeitangebote an.
Ich würde immer wieder hinfahren und es guten Gewissens weiterempfehlen.
(www.hotel-schauinsland-braunlage.de)

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