Kurztrips

New York & ich: Kanalisierte Reizüberflutung – Die Aktivitäten (1/2)

von Robert 31. März 2018 0 Kommentare

Wir haben uns in den letzten Artikeln bereits auf die Reise vorbereitet, sind angekommen und haben eingecheckt, wissen wie wir von A nach B kommen und vor allem auch wie man kulinarisch fit bleibt. Nun wird es also Zeit, sich bestens gerüstet in den Großstadtdschungel zu stürzen und die eigentliche wichtigste Frage zu beantworten: Was macht man denn nun eigentlich in New York?! In diesem Teil unserer Serie zum Big Apple widmen wir uns den Aktivitäten bzw. Sehenswürdigkeiten.

Es wurde viel geschrieben, gezeigt und auch gesungen über die “unbegrenzten Möglichkeiten”, die die Stadt bietet und das “New-York-Gefühl”. Trotzdem ich in Amerika schon ein bisschen rumgekommen bin, war mir die vielleicht amerikanischste aller Städte bislang fremd. Das musste sich dringend ändern, oder wie es Billy Joel so schön ausgedrückt hat:

I’ve seen all the movie stars in their fancy cars and their limousines
Been high in the Rockys under the evergreens
I know what I’m needin’, and I don’t want to waste more time
I’m in a New York state of mind

Und was soll man sagen? Der Mann hat recht und beschreibt prima die Anziehungskraft der Stadt. Hier ist irgendwie auf einmal alles möglich. Manhattan fühlt sich an wie der Nabel der Welt und man ist mittendrin. Man realisiert so langsam, dass das mit den Möglichkeiten nicht nur einfach so dahergeredet ist – nein, man fängt tatsächlich an zu glauben, dass es nichts gibt, was es nicht gibt, was man nicht sehen, essen, bekommen oder erleben kann … und hey, Billy muss es wissen – schließlich ist er in der Bronx geboren.

Macht eure Hausaufgaben! – Die Vorbereitung

Um sich von dieser schieren Masse an Optionen nicht vollends erschlagen zu fühlen – gerade wenn man das erste Mal in der Stadt ist – sollte man dringend seine Hausaufgaben machen! Auch wenn es offensichtlich scheint – wir empfehlen ausdrücklich nochmal, sich vorab über die Möglichkeiten zu informieren. Dies ist aus zwei Gründen unerlässlich. Zum einen braucht man einfach eine gewisse Zeit, um bei der Vielzahl an möglichen Aktivitäten einen groben Überblick zu bekommen. Selbst wenn man schon einen groben Fokus hat, z.B. sich kulturell zu betätigen und ins Museum zu gehen, hat New York trotzdem noch buchstäbliche hunderte Museen zu bieten. Zum anderen gibt es auch relativ spezielle oder sehr beliebte Aktivitäten wie besondere Touren oder auch Broadway-Shows, die teilweise Monate im Voraus ausgebucht und vor Ort auch für Geld und gute Worte nicht mehr zu haben sind.

Zur Inspiration und Vorbereitung können neben Bewertungsportalen wie Tripadvisor oder Yelp vor allem wohl die unzähligen Artikel auf Travel Blogs und Videos auf YouTube über die Stadt herangezogen werden. Es dürfte wohl kaum einen Aspekt der Stadt geben, der noch nicht irgendwie online beleuchtet wurde. Die Aufmerksamkeit ist aber auch nicht unbegründet, denn New York lebt und pulsiert wie wenige andere Städte neben ihr. Da es für mich das erste Mal im Big Apple war, lag unser Fokus zunächst auf dem “Standard-Touri-Programm”. Der Plan war, einfach mal New York kennenzulernen und zu erfahren, wie es sich dort anfühlt.

Aber wie plant man das konkret? In unserem Fall pragmatisch. Bei der Planung hatten wir ganz einfach eine Exceltabelle in der Dropbox. In diese haben wir  alle Aktivitäten, Attraktionen und Sehenswürdigkeiten eingetragen, die uns bei der Recherche im Vorfeld interessant erschienen. Von den Optionen haben wir dann die aussortiert, die aus irgendwelchen Gründen (z.B. weil der Zeitraum nicht passt) nicht in Frage gekommen sind. Den Rest haben wir nach persönlichem Interesse priorisiert. So hatten wir zwar vorab einen klaren Katalog an Möglichkeiten, ohne jedoch schon jeden Tag verplant zu haben. Allerdings mussten wir einige Touren aus Verfügbarkeits- oder Sicherheitsgründen vorab buchen, z.B. den Besuch bei den Vereinten Nationen.

Da diese meist zeitgebunden waren, haben wir (nach ein bisschen Zeit zum “Einleben”) auf etwa jeden zweiten Tag etwas Vorgebuchtes gelegt, um uns dazwischen einfach so in der Stadt zu bewegen oder – je nach Lust und Laune – etwas von der Liste zu unternehmen, das keine feste Uhrzeit hat. Das Modell hat sich in der Praxis gut bewährt. Unser konkreter Tipp ist daher: Kennt eure Optionen und Interessen, bucht aber nur das vor, was nicht anders geht. Damit seid ihr zwar gut vorbereitet, habt aber noch nicht zuviel vorgeplant, um unflexibel zu sein … man ist ja im Land der Freiheit 😉 und will vielleicht auch spontan was völlig anderes machen. Außerdem solltet ihr die vorgeplanten Sachen nicht auf die ersten Tage legen, da ihr so besser die Chance habt, mit eventuellem Jetlag klarzukommen und erstmal zwanglos den Puls der City zu spüren.

Einfach erst mal eintauchen! – Zu Fuß durch die City

Aber all die Vorbereitung nimmt einem natürlich das Erleben nicht ab. Selbst wenn man schon in größeren Städten war, hat New York einfach eine andere Dimension und damit auch Dynamik, als man das aus Europa kennt. Neben der Zeitverschiebung und dem neuen Schlafrhythmus muss man sich an vieles erst ein Stück weit gewöhnen – den Verkehr, das Essen, die Menschenmassen, die Lichter, die Hintergrundgeräusche. Daran kommt man bei einem NYC-Besuch nicht vorbei – insofern lässt sich hier nur raten: Rein in den Großstadtdschungel!

Unseren ersten voll ausgeschlafenen Tag ohne Jetlag nutzen wir, um uns der Stadt bedächtig und in der gebotenen Ehrfurcht zu nähern. Bestens geeignet ist dafür das Westufer des Hudson River. Wenige Gehminuten von unserer Unterkunft in West New York befindet sich – direkt über dem Ufer – der Hamilton Park, von dem aus man sicher nicht nur einen der schönsten Ausblicke auf Lower Manhattan hat…

Nein, die gesamte Skyline offenbart sich von dort aus in ihrer ganzen ehrfurchtgebietenden Größe. Wenn man New York also erst einmal richtig sehen möchte, muss man sich zunächst aus der Stadt hinaus begeben und von Weehawken aus einen Blick drauf werfen – unbedingt empfehlenswert. Wir genießen das Spektakel mindestens zwei Mal täglich, da der an den Park angrenzende JFK Boulevard direkt auf unserem Heimweg liegt.

Nachdem bereits der Überblick beeindruckt hat, geht es ans Eingemachte! Da die Fahrt durch den Lincoln Tunnel im Regelfall mit Stau verbunden ist, setzen wir mit der Fähre vom Port Imperial über den Hudson River über zum Pier 78. Die einfache Fahrt kostet rund $9 pro Person und sie beschert mir einen denkwürdiger Moment, als ich das erste Mal ohne Jetlag und Reisestress in den Knochen (und somit bei klarem Verstand) einen Fuß auf den Boden von Manhattan setze. Was für eine Eindrucksflut. Schon die kleinen Details begeistern, seien es die Schilder, die Autos oder die Straßennamen.

Umso beeindruckender sind dann die großen Sachen … und die sind in New York wirklich groß: seien es die Trucks, die Straßen, Einkaufszentren oder einfach die ikonischen Wolkenkratzer. Man hat sofort eine ganze Menge zu staunen! Die Vielzahl und Tiefe der Details, die dabei auf einen einströmen, ist buchstäblich atemberaubend. Warum also nicht mal an einer Straßenkreuzung zwei Minuten stehen bleiben, die Atmosphäre einatmen, Eindrücke sammeln und das Flair genießen. Wir haben uns am ersten Tag bei einem ausgedehnten Spaziergang (über 20 km), vor allem entlang der Park und 5th Avenue, mit dem Feeling vertraut gemacht – und auch mit dem Rhythmus und der Umsichtigkeit, die man braucht, um im Menschenstrom keinen umzurennen bzw. nicht im Weg zu stehen.

Unterwegs hatte ich dabei unglaublich viele “Ahhh, so sieht das in echt aus? Cool!”-Momente. Wer kennt sie nicht aus dem Internet, Filmen oder von Postern – die Landmarks von New York. Wir kommen unter anderem vorbei am Empire State Building, dem Grand Central Terminal, dem MetLife-Building, dem Waldorf Astoria und auch am Trump Tower. Quasi jedes Gebäude an “Ohhh” für sich. Allerdings muss man dabei stets aufpassen, weder die Sonnenbrille zu verlieren noch sich den Nacken zu überdehnen ;).

Dazu kommen die ganzen niedlichen Szenen entlang des Weges und die kleinen Kuriositäten, die das allgemeine Straßenbild prägen. Es ist superspannend, einfach mal den Alltag der New Yorker zu beobachten und so die Stadt zumindest einen kurzen Moment aus ihrer Perspektive zu verstehen. Wer zudem etwas fotoaffin ist, wird seine helle Freude daran haben, diese kleinen Augenblicke einzufangen. Ein Rundgang durch die City eignet sich somit sowohl hervorragend, um erstmal die “Basics abzuhaken”, die man in jedem Fall gesehen haben will und muss, als auch um einen authentischen Eindruck vom New Yorker Leben zu bekommen!

Man sollte sich auch keinesfalls entgehen lassen, nach Einbruch der Dunkelheit durch Manhattan zu spazieren. In den Abendstunden, wenn die Sonne hinter dem letzten Wolkenkratzer verschwunden ist und die Millionen von Lichtern angehen, hinterlassen viele Szenen noch bleibendere Eindrücke. Um diese zu vertiefen, schwenken wir nach Sonnenuntergang auf den Broadway ein und bewegen uns auf den Time Square zu. Ein noch größeres Lichtermeer (und mehr Reklame) auf engen Raum zu packen, dürfte wohl kaum machbar sein. Da wird auch schnell klar, warum man den Time Square im Dunkeln von fast überall in der Gegend ausfindig machen kann. Ein einzigartiger Anblick, den man nicht verpassen sollte – zumal der Platz inzwischen im Gegensatz zum Rest der Stadt weitgehend autofrei ist.

Aber nicht nur dort entstehen ohne Sonnenlicht spannende Szenen. Da die ganze Stadt in hellem Kunstlicht erstrahlt und weit, weit über ihre Grenzen hinaus zu sehen ist, muss natürlich auch noch ein Nachtpanorama her. Dieses nehmen wir, klar, wieder im Hamilton Park auf und sind von der Skyline bei Nacht fast noch beeindruckter als tagsüber. Hier kann man gut und gerne noch einmal eine Stunde mit Staunen verbringen. Long Story short: Stürzt euch einfach erst einmal ins Getümmel, am besten zu Fuß! Lauft, staunt und genießt … zumindest solange, bis sich alles nicht mehr total überwältigend anfühlt ;).

Erst die “Arbeit”, dann das Vergnügen – Kulturelle Verpflichtungen

Wenn der erste größere Spaziergang absolviert ist, man zumindest bis zum Knie eingetaucht ist ins New-York-Gefühl und weiß, wie man sich am besten bewegt, wird es Zeit, sich den Sehenswürdigkeiten zuzuwenden. Wir starten mit den Klassikern – schließlich ist es ja auch mein erster Besuch. Im letzten Artikel sind wir bereits aufgrund seiner Sonderstellung auf das 9/11 Memorial & Museum eingegangen. Dem Kulturbereich bleiben wir zunächst thematisch treu und erfüllen erst einmal den Bildungsauftrag der Reise, indem wir die (für uns) wichtigsten Museen besuchen.

Ab auf die Insel(n)! – Ellis Island & Liberty Island

Möglicherweise steht keine Sehenswürdigkeit so sehr für New York, ja sogar Amerika, wie die Freiheitsstatue. Keine Frage, dass man der alten Dame mal persönlich in die Augen sehen muss. Bekanntermaßen residiert sie auf ihrer eigenen Insel – Liberty Island. Auch die Nachbarinsel Ellis Island ist nicht minder interessant. Sie war über viele Jahre das Tor nach Amerika und wurde als zentrale Anlaufstelle für Einwanderer genutzt. Heute beherbergt sie das Museum of Immigration. Die beiden Ziele lassen sich nicht nur aufgrund ihrer Lage praktisch miteinander kombinieren – es empfiehlt sich auch aufgrund der Fährverbindungen. Man kann sowohl vom Battery Park in Manhattan als auch vom Liberty State Park in New Jersey aus übersetzen.

Der Anbieter “Statue Cruises” hat dabei verschiedene Tickets im Programm. Die Fährfahrt sowie den Zutritt zum Außengelände von Liberty Island und den Eintritt ins Immigration Museum beinhalten dabei alle. Zusätzlich kann man Tickets buchen für das Besteigen der Krone von Lady Liberty (diese sind aber meist Monate im Voraus vergriffen) oder z.B. auch für die sogenannte “Hard Hat Tour” – eine geführte Tour durch das alte Krankenhaus auf der Südseite von Ellis Island. Als Lost-Place-Interessierter lasse ich mir die Gelegenheit natürlich nicht entgehen, aber dazu später mehr. Wir begeben uns zum Battery Park und reihen uns in die Schlange für den obligatorischen Security Check ein.

Bei der Wahl des Abfahrtsortes ist zu beachten, dass die Fähren von Manhattan aus zuerst Liberty Island anfahren und im Anschluss Ellis Island. Von New Jersey aus ist es umgedreht. Dies ist insbesondere dann wichtig, wenn ihr eine zeitgebundene Tour gebucht habt. Wir fahren folglich zuerst zur Statue of Liberty und können bereits auf der Bootsfahrt mit dem Teleobjektiv schöne Impressionen einfangen. Da wir allerdings Termine auf Ellis Island hatten, haben wir es auch dabei belassen, vom Boot aus ein paar Fotos zu machen – nicht zuletzt, da die Schlange für die Weiterfahrt nach Ellis Island und die damit verbundenen Wartezeiten dazu geführt hätten, dass wir nicht pünktlich zur Hard Hat Tour kommen.

Also sind wir direkt an Bord geblieben und nach Ellis Island übergesetzt. Dort habe ich zunächst an der ca. zweistündigen Tour durch den Südteil der Insel teilgenommen. Der Guide hat persönliche Verbindungen zur Geschichte der Insel, da seine Oma hier seinerzeit tatsächlich das Land zuerst betreten hat. Er führt die kleine Gruppe vor allem durch das alte Krankenhaus, in dem die Neuankömmlinge untersucht und ggf. behandelt wurden. Die Erklärungen waren dabei sehr spannend, z.B. der Fakt, dass Ellis Island für einen erheblichen Push in der amerikanischen medizinischen Forschung gesorgt hat, weil die Ärzte hier Krankheitsbilder aus aller Welt untersuchen und studieren konnten.

Auch die Villa des ehemaligen Chefarztes und seiner Familie wurde besichtigt. Die teils bedrückende, aber dadurch auch authentische Atmosphäre der weitgehend leeren Gänge und Räume wird durch das Kunstwerk “Unframed” von JR unterstützt. Der Künstler hat an passenden Stellen Schwarz-Weiß-Fotos von Immigranten angebracht, die sich tatsächlich in diesen Räumen befunden haben und eröffnet so einen eindrucksvollen, aber auch etwas gruseligen Blick in die Vergangenheit.

Nach knapp zwei Stunden ist die (sehr gute!) Tour vorbei und ich bin froh, den nicht-öffentlichen Teil von Ellis Island ebenfalls gesehen zu haben. Für eine kurze Pause packen wir die Kamera aus, denn an diesem schönen Oktobertag hat man einen grandiosen Blick auf die Südspitze Manhattans! Der Ausflug auf die Inseln lohnt sich auch deshalb, weil man sowohl auf ihnen als auch auf dem Schiff einen außergewöhnlichen Blick auf New York genießen kann. Was außerdem sehr reizvoll ist, ist die verhältnismäßige Ruhe! Trotzdem es sich um relativ kleine Inseln handelt, ist der Trubel und die Hektik der Großstadt hier deutlich weniger spürbar.

Den restlichen Tag verbringen wir im Immigration Museum. Dieses beschäftigt sich mit allen relevanten Aspekten des Einwanderungsprozesses. Von der Motivation über die Reise, die Auswahl-Kriterien, die medizinische Untersuchung bis hin zum Leben der Einwanderer in Amerika. Es wird dabei betont, dass die Ablehnungsquote sehr gering war, da die USA ja über viele Jahrzehnte hinweg Arbeitskräfte für den Aufbau des Landes und der Industrie brauchten. Es wird außerdem genauer auf die medizinischen Verfahren – insbesondere im zuvor besuchten alten Krankenhaus angewendet – eingegangen, mit denen die Neuankömmlinge auf ihre gesundheitliche Verfassung hin untersucht wurden – nicht immer appetitlich.

Das Museum ist nichtsdestoweniger sehr sehenswert, da es in einer umfassenden Betrachtungsweise einen sehr zentralen Aspekt der US-Geschichte (und das daraus resultierende Selbstverständnis als Einwanderungsland) behandelt, wenn auch manchmal in etwas steriler Form. Für den Ausflug auf beide Inseln inklusive Tour muss man in jedem Fall einen ganzen Tag einplanen. Das einfache Ticket kostet $20, inklusive Hard Hat Tour sind es etwa $55. Ob sich letztere lohnt, hängt stark davon ab, ob man beim Anblick verfallender Gebäude eher einen morbiden Charme oder Abscheu empfindet. Für mich war sie das Highlight des rundum gelungenen und informativen Tages.

Hochkultur von Weltrang – Das Museum of Modern Art

New York bietet natürlich nicht nur für Geschichtsinteressierte viel. Auch die Kunstlandschaft sucht ihresgleichen. Weit über 200 Museen werden alleine bei Tripadvisor gelistet. Stellvertretend für diese Vielzahl besuchen wir an einem Regentag das Museum of Modern Art – besser bekannt unter seinem Kurznamen MoMA. Die Sammlung, die in erster Linie auf Abby Rockefeller zurückgeht, gilt unter Kunstsammlern und -kennern als einer der beeindruckendsten weltweit. Wir begeben uns zur 53rd Street – dem Hauptsitz des Museums – und erstehen für je $25 Tickets. Wer hier sparen will, kann sein Glück freitags von 16 – 20 Uhr versuchen, denn dann ist der Eintritt frei – aber entsprechend voll ist es auch.

Das Museum verfügt im Wesentlichen über sechs verschiedene Ebenen. Die unteren beiden befassen sich in erster Linie mit Skulpturen und zeitgenössischer Kunst. Die Stockwerke 3 und 6 werden für wechselnde Sonderausstellungen genutzt. Für Erstbesucher am spannendsten dürften aber die Ebenen 4 und 5 sein, die die ständige Sammlung beherbergen. Diese umfasst zahllose Meisterwerke bekannter Künstler. Eines der bedeutendsten (und vielleicht auch vor Ort das beliebteste) dürfte die Sternennacht von Vincent van Gogh sein.

Auch bekannte Bilder von moderneren Malern wie z.B. “Die Stadt erhebt sich” des italienischen Künstlers Umberto Boccioni oder “Die Beständigkeit der Erinnerung” von Salvador Dalí – “das mit den zerfließenden Uhren”, wie es landläufig heißt, finden sich dort. Bilder, die man aus der Popkultur kennt, im Original zu sehen, verleiht der Kunst eine neue Erlebnisdimension. Für mich ein Aha-Effekt war z.B., dass letzteres Werk im Original deutlich kleiner ist, als man es von Postern oder sonstigen Abbildungen kennt – gerade mal 33 x 24cm.

Da es sich ja um das Museum of MODERN Art handelt, darf natürlich im weiteren Sinne zeigenössische Kunst nicht zu kurz kommen. Namhafte Vertreter sind hier z.B. der Popart-Künstler Andy Warhol, dessen Marylin Monroe-Darstellung zu sehen ist, aber auch die Marke Jaguar, deren erster E-Type den Kuratoren so elegant und stilvoll erscheint, dass sie ihn prominent ausstellen (völlig zu Recht – versteht sich).  Angereichert wird die Moderne im Museum mit allerlei spannenden Skulpturen, Installationen und auch Fotografien.

Das MoMA ist aufgrund der Dichte und der Bedeutsamkeit seiner Sammlung ein sehr lohnendes Ausflugsziel, selbst wenn man sich für Kunst nur auf der Ebene der Allgemeinbildung interessiert (oder gerade dann). Besonders an Tagen, die witterungsbedingt nicht dazu einladen, die Stadt zu Fuß zu erkunden, sollte das Museum ganz oben auf der Liste der möglichen Ziele stehen.

Mehr gibt’s beim nächsten Mal – Stay tuned

Damit wir den Rahmen dieses Beitrags nicht sprengen, behandeln wir das Thema Aktivitäten abschließend im nächsten Artikel weiter. Mit dem kommenden Beitrag werden wir auch unsere NYC-Serie abschließen. Die Erfahrungen unseres Aufenthalts fassen wir darin in einem Fazit zusammen und erläutern, welchen Gesamteindruck die Erlebnisse und ihre Schattenseiten hinterlassen haben.

Bleibt also dran – der zweite Teil des Artikels folgt im nächsten Beitrag!

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