Roadtrips

Weiße Strände und weißer Wein – Auf Umwegen nach Korčula (1/2)

von Robert 13. Januar 2019 0 Kommentare

Na, seid ihr den Winter auch schon leid? Das graue, kalte Wetter, der Nieselregen und die steigende Sehnsucht nach etwas Sonne können einem schon etwas auf’s Gemüt schlagen. Ein Gegenmittel kann es sein, sich schon immer mal gedanklich in den nächsten Sommerurlaub hineinzuträumen. Solltet ihr Vorschläge für ein unverbrauchtes, exklusives und entspanntes Reiseziel brauchen, haben wir nachfolgend ein bisschen Inspiration :).

Der Sonne auf der Spur – Wohin im Spätsommer?

Der Spätsommer bzw. Frühherbst ist ja ein bisschen sowas wie unsere Spezialität. Wenn man in der luxuriösen Position ist, nicht auf Anforderungen des Arbeitgebers oder Schulferien angewiesen zu sein, ist das ja sowas wie der perfekte Reisezeitraum. Man konnte den Sommer in Deutschland voll genießen und verlängert ihn quasi mit einer Reise in den Süden. Sonnenstundenmaximierung, sozusagen. Nach dem extrem aufregenden Spätsommerurlaub im Big Apple im Jahr zuvor und den vielen Monaten anstrengender Arbeit, die dem Urlaub vorausgingen, haben wir uns für eine weniger actiongeladene Variante des zweiwöchigen Jahresurlaubs entschieden.

Eine Insel sollte es sein, irgendwas total Ruhiges im Meer, möglichst abgeschieden und möglichst weit weg von Zuhause. Wir erinnern uns an den Roadtrip 2015 über den Balkan, auf dem wir den Südosten Europas erkundet haben. Die Vermieterin unserer damaligen Ferienwohnung in Drvenik an der Makarska-Riviera war gebürtige Insulanerin – sie kommt von einer der zahlreichen Inseln, die der kroatischen Küste vorgelagert sind – namentlich von Korčula. Sie schwärmte damals überschwänglich von der Natur, der Ruhe und der Ursprünglichkeit des vielleicht schönsten kroatischen Eilands.

Ein Blick auf die Karte verrät: Abgeschiedenheit wäre bei diesem Reiseziel wahrlich kein Problem. Die Insel ist, wenn man so möchte, der vorletzte Außenposten vor der Außengrenze der Europäischen Union, wenn man von der Insel Mljet bzw. der Enklave um Dubrovnik absieht. Wenn man Ruhe und Entspannung sucht, ist das schon mal eine gute Voraussetzung – weit weg zu sein von dem Trubel großer Städte und vor allem auch der Arbeit. Hält Korčula diesem Anspruch stand? Die Vorrecherche ist durchaus positiv. Als Charakteristikum der Insel wird vor allem die Natur gelobt, die im Gegensatz zu weiten Teilen Kroatiens, die eher felsig sind, sehr grün und vielfältig daherkommt. Berühmt ist die Insel auch für ihren weißen Wein und die weißen Strände – und ganz, ganz viel Sonne.

Klingt doch super?! Finden wir auch! Wir machen uns Mitte September auf den Weg – natürlich nicht zuletzt, um euch mitteilen zu können, was es bei dieser Form des Inselurlaubs zu beachten gilt.

Anreise mit Hindernissen – Welche(s) Verkehrsmittel?

Es gibt prinzipiell mehrere plausible Möglichkeiten, Korčula zu erreichen. Allerdings – denn das haben abgelegene Inseln ja durchaus schon so an sich – ist keine von diesen Möglichkeiten wirklich einfach und komfortabel. Hier zeigt sich schon: Für diese Form des ruhigen Insellebens muss man sich schon aktiv entscheiden. Einfach mal gemütlich hinjetten wie nach Mallorca ist leider nicht, denn einen Flughafen hat das Eiland nicht zu bieten – und das ist auch gut so. Wie also hinkommen?

“Flughafen” kann durchaus ein gutes Stichwort sein. Man hat natürlich die Möglichkeit, entweder nach Split oder nach Dubrovnik zu fliegen. Beide Städte liegen etwa gleich weit von der Insel entfernt. Da diese aber naturgemäß von Wasser umgeben ist und es leider keine Brücke gibt, benötigt man die Fähre zum Übersetzen. Der Nahverkehr auf der Insel ist zudem eher schlecht ausgebaut, daher ist ein Mietwagen eine Unabdingbarkeit für die Mobilität. Insofern benötigt man dann auch die Autofähre, die zwischen Split und Vela Lukat, oder aber zwischen Orebić auf Pelješac und der gleichamigen Inselhauptstadt Korčulas, verkehrt. Die Preise liegen dabei, je nach Strecke, für 2 Personen und einen PKW zwischen 30 und 80 € pro Richtung.

Um die Fahre kommt man nicht drumrum. Wohl aber um Flug und Mietwagen. Die Alterative hier ist klar: Mit dem eigenen Auto fahren – und genau das tun wir auch. Wie schon seinerzeit 2015 satteln wir abermals die Allzweckwaffe – den Golf VII R – und starten gen Süden. Der Routenplaner sagt an: Knapp 1.500 km am Stück, prognostiziert über 17 Stunden Fahrzeit – ohne Pausen, Tanken und die Fähre. Auch für geübte Fahrer durchaus eine Herausforderung, die an einem Tag zwar machbar scheint, aber keinesfalls komfortabel. Nicht zuletzt wäre es auch fast schon Schande, die Strecke am Stück zu fahren, liegen doch so viele sehenswerte Destinationen entlang des Weges! Wir machen aus der Not eine Tugend und legen bis zum Ziel zwei Zwischenstopps ein.

Auf verwunschenen Pfaden in Slowenien – Lieber mit Zwischenstopp?

Nach gut der Hälfte der Strecke findet man sich in Slowenien wieder – ein kleines, aber durchaus unterschätztes Land. Auch hier verlassen wir uns auf Tipps von Locals, die wir beim letzten Roadtrip in der Region gewinnen konnten. Der Guide unserer Foodtour, Aljaž aus Ljubljana, schwärmte von der Stadt Bled und der nahegelegenen Schlucht namens Vintgar-Klamm. Nach reichlich 9 Stunden Fahrt kommen wir im Ort Zasip an und checken in eine der einfachen Ferienwohnungen ein, die es in der Region zahlreich gibt.

Dann war nach der langen Strecke aber erstmal unmittelbar eines fällig, nämlich Essen! Die nächste Strecke führte auf kürzestem Wege ins Wirtshaus Gostilna Kurej. Das liebevoll familiengeführte Restaurant ist bekannt für seine authentisch-slowenische Küche und vor allem seine reichhaltigen Fleischportionen. Trotz des in der Retrospektive schweren Fehlers, auch noch eine Vorspeise zu essen, genießen wir die Fleischplatte und eine ordentliche Ladung Ćevapčići. So gut! Vor allem aber auch, weil es die letzten Fleischportionen für eine Weile bleiben sollten ;).

Der nächste Tag steht für uns ganz im Zeichen der Vintgar-Klamm. Bei grauem Himmel und leichtem Nieselregen brechen wir zu Fuß auf Richtung Schlucht. Das Wetter verleiht dem Ganzen, passend zur Region, eine leicht düstere, verwunschene und sehr unaufgeregte Atmosphäre. Dieser Eindruck verstärkt sich, als wir den Eingang der Klamm erreichen. Die Felsschlucht ist ca. 1,6 km lang und kann auf abwechselnden Seiten des Flusses über Holzstege bewandert werden. Dabei beeindrucken die kleinen Wasserfälle des Flusses, die von etlichen Felsformationen eingerahmt werden.

Wer die Wanderung auf sich nimmt, wird am Ende (bzw. dem Mittelpunkt – man muss ja wieder zurück ;)) mit dem Highlight belohnt: dem 13 m hohen Šum-Wasserfall. Für die Wanderung sollte man – je nach Jahreszeit – inklusive Fotopausen 3-4 Stunden einplanen. Dabei muss man aber berücksichtigen, dass die Schlucht gerade in den Sommermonaten als eines der beliebtesten Ausflugsziele Sloweniens sehr gut gefüllt ist und der Naturgenuss darunter durchaus leiden kann. Man ist daher besser beraten, die Klamm in der Nachsaison zu bereisen, falls möglich. Ansonsten ist der Besuch aber wirklich lohnenswert!

Altes und noch Älteres in Dubrovnik – Lohnt der Umweg?

Nach unserem Aufenthalt in Slowenien steuern wir auf direktem Weg unser Zielland an und nähern uns der kroatischen Grenze. Mit einem kleinen, aber geografisch unumgänglichen Umweg über Bosnien-Herzegowina am Neum-Korridor legen wir noch einen weiteren Zwischenstopp ein, bevor wir weiter nach Süden abdrehen. Wir besuchen das bereits 2015 liebgewonnene Dubrovnik! Die “Perle der Adria” hatten wir damals bereits einen Tag lang erkundet und da der Umweg marginal erschien, haben wir die Gelegenheit genutzt, um uns noch mal etwas verzaubern zu lassen. Wir genießen das einzigartige Flair der Stadt, den Sonnenuntergang auf dem Hügel und vor allem auch die ersten Meeresfrüchte, direkt an der Küste! Ich steige ein mit gegrillten Garnelen im Bistro Glorijet, einem unscheinbaren und deswegen umso empfehlenswerteren kleinen Fischlokal am Kreuzfahrthafen.

Von der Stadtmauer über dem alten Hafen lässt sich, nur ein Stück die Küste runter, noch eine andere Sehenswürdigkeit erahnen – das ehemalige Luxushotel Belvedere. Das Hotel hat 1985 eröffnet und war nur 6 Jahre in Betrieb, bis es notgedrungen aufgrund der Belagerung der serbischen Armee im Oktober 1991 schließen musste. Danach diente es als Kriegszuflucht. Nach Ende der Balkankriege fiel es in einen Dornröschenschlaf und trotz immer mal wieder aufkommender Renovierungspläne verfällt es seitdem vor sich hin. Kurzum: Das Belvedere ist ein Traum für jeden Urban Explorer, Lost Place Aficionado oder Fotografen. Da in mir ein bisschen von all dem schlummert, habe ich mich 1-2 Stunden auf dem Gelände umgeschaut und das einzigartige Objekt dokumentiert.

» Die vollständige Fotoreportage meiner Belvedere-Erkundung findet ihr auf imgur.com.

Ab auf die Insel! – Wie rüberkommen?

Mit diesen hochspannenden, aber auch leicht morbiden Eindrücken kehren wir Dubrovnik, das wirklich immer eine Reise – und erst recht einen kleinen Umweg – wert ist, den Rücken und machen uns wieder auf den Weg zum Hauptziel. Auf der D8 geht es ein Stück zurück Richtung Nordwesten, um dann auf die Pelješac-Halbinsel abzubiegen. Allerdings kommen wir zunächst nicht weit, denn kurz nach der Kursänderung liegt die “Vila Koruna” in Mali Ston – ein Restaurant, welches für seine ultrafrischen Austern bekannt ist. Wir lassen uns nicht lumpen und kehren ein. Von der Bedienung werden wir sehr freundlich empfangen und direkt zum besten Tisch des Lokals geführt.

Hier wird auch schnell klar, warum die Austern die Besten sein sollen – die Becken sind IM Gastraum. Frischer geht’s dann wohl wirklich nicht mehr. Wir lassen uns gratinierte Austern, Sea Food Rice, Langusten und frittierte Babytintenfische schmecken – in einer Qualität, die man Zuhause einfach nicht bekommt. Das Mittelmeer ist von Sachsen leider einfach zu weit entfernt, um dort auch nur annähernd diese Frische bieten zu können.

Abermals gut gestärkt setzen wir die Fahrt fort. Unser Zwischenziel heißt Orebić – denn dort befindet sich der Fährhafen. Bis dahin genießen wir die gefühlt einzige größere Straße der Gegend und die Landschaft, die zunehmend ihre Schroffheit abstreift und mehr ins Grüne wechselt. Die Halbinsel ist zudem auch bekannt für ihren Wein und bietet entlang des Weges unzählige Möglichkeiten, Weingüter und -shops zu besuchen, Wein zu bestaunen, zu verkosten und zu erwerben. Wir verzichten darauf, wohlwissend, dass insbesondere der regionale Weißwein für uns in den kommenden Tagen noch eine große Rolle spielen dürfte. Die Strecke zum Fähranleger nimmt uns eine reichliche Stunde Anspruch – aber sie lohnt sich, denn sie ist stellenweise sehr kurvig und bietet dabei zum Teil spektakuläre Aussichten. Hübsch!

Im Hafen angekommen, erwerben wir ein Ticket für die Fähre. Je Person werden 16 Kn fällig und für ein Auto unter 5 m Länge nochmal 76 – in Summe also 108 Kuna oder knapp 15 €. Sehr fairer Kurs. Die Fähren verkehren einigermaßen unregelmäßig, aber rund jede Stunde. Dabei gilt das Prinzip: Wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Man stellt sich an der Schlange an und es werden so viele Autos mitgenommen, wie auf die Fähre passen … wir haben Glück und finden noch Platz.

Man darf dabei durchaus am oder im Auto bleiben, aber lohnenswerter ist der Ausflug auf’s Deck, denn von hier hat man eine fantastische Aussicht auf die Küstenlinie und die immer größer werdende Insel Korčula. Die Überfahrt ist in Kroatien eine der kürzesten, was fast schon ein bisschen schade ist, da die Route wirklich sehenswert ist. Nach rund 25 Minuten kommen wir im Hafen von Korčula-Stadt an, werfen noch einen letzten Blick auf das Festland und rollen im Golf über die Laderampe, mitten in die Inselhauptstadt.

Begrenzte Auswahl, aber klare Verhältnisse – Wo unterkommen?

Die Schönheit Korčulas hat sich noch nicht in dem Maße rumgesprochen, dass man dort von Massentourismus sprechen kann. Eher ist das genaue Gegenteil der Fall. Natürlich gibt es Urlauber, die sich für die Abgeschiedenheit interessieren und auch sicher Stammgäste. Aber der Individualtourist hat die Destination nicht unbedingt auf dem Schirm und für Familienurlaub ist es relativ umständlich, das Ziel überhaupt zu erreichen und dann auf der Insel rumzukommen. In der Folge gibt es zwar einige, wenige Hotels (hauptsächlich in Korčula-Stadt und Vela Luka), aber diese sind rar gesät und selbst für deutsche Verhältnisse recht teuer.

Letztlich wäre ein hektisches Hotel der Inselruhe auch nicht angemessen. Was deutlich verbreiteter ist als Hotels, sind Ferienhäuser und -wohnungen, die oftmals von den Einheimischen als Altersruhesitz gedacht sind oder einfach, um mit der Vermietung ein Zubrot zu verdienen. Bei AirBnB hat man also mithin ziemlich gute Karten, was Brauchbares zu bekommen. Wenn man von der Hauptstadt absieht, ist das Angebot auch in bester Lage überaus erschwinglich. Wir entscheiden uns für ein gut ausgestattetes, ruhig gelegenes Apartment mit direktem Meerblick und steuern den Ort Prižba an, wo es sich befindet.

Nach einer kleinen Foto-Treasure-Hunt, um an den Schlüssel zu kommen (die Vermieterin war zu unserer Ankunftszeit leider verhindert), haben wir die Wohnung betreten, die in der nächsten Woche unsere Unterkunft sein sollte, und wir bereuen nichts. Das Apartment ist modern ausgestattet, geräumig, sauber. Am Kühlschrank erwarten uns eine Menge Post-Its mit nützlichen Tipps und im Kühlschrank eine Flasche Pošip – der Weißwein, der auf der Insel entdeckt wurde und hier primär angebaut wird. Die Wohnung verfügt auch über zwei Schlafzimmer, von dem wir eines als Gepäck- und Ankleideraum nutzen und könnte somit (und auch von der Größe her locker) mit 4 Personen bewohnt werden – bei einem Gesamtpreis von 45€ pro Nacht. Man könnte hier also für etwas über 10 € pro Person absolut angemessen übernachten.

Aber das eigentliche Highlight ist die Aussicht. Die Wohnung liegt in der dritten und obersten Etage des Hauses, welches wiederrum leicht erhöht über der Straße thront, rund 50 m vom Meer entfernt. Wir schreiten auf die Terrasse und werden mit einem atemberaubenden Blick auf den Sonnenuntergang über der Küste sowie den kleinen, vorgelagerten Inseln belohnt. Wahnsinn! Ja, hier wird es sich ein paar Tage aushalten lassen … Das Apartment und auch die reizende Gastgeberin Ivana können wir vorbehaltlos empfehlen. Unterm Strich dürfte eine Ferienwohnung auf der Insel, wenn man auf House Keeping verzichten kann, wohl klar die zu bevorzugende Variante sein.

Ins Inselleben kommen … und an den Strand – Wie runterkommen?

Das vielleicht Schönste am Meer vor der Tür und den vielen Sonnenstunden ist ja, dass man eine permanente Quelle der Grundentspannung hat. Folglich läuft auch auf der Insel alles einige Spuren ruhiger und gediegener. Wenn man den Tag mit Blick auf’s Wasser beginnt und die ersten drei Minuten aufgrund der gleißenden Sonne erstmal überhaupt nichts sieht, hat man permanent ein Lächeln im Gesicht – sofern man sich drauf einlässt. Ich muss zugeben, bei mir hat es 1-2 Tage gedauert, vom Alltags- und Reisestress einigermaßen abzuschalten und mich daran zu gewöhnen, dass man nicht permanent Sachen planen oder zur Zeit X am Ort Y sein muss. Zur Unterstützung unserer Entspannung starten wir täglich mit einem Frühstück mit Blick auf die Küste und die blaue Adria.

Um ein besseres Gefühl für den Pace auf der Insel zu bekommen, erkunden wir zunächst unsere Umgebung ein wenig und folgen einfach der Küstenstraße, an der wir wohnen. Diese wird unlängst später zu einer fahrdynamisch durchaus ansprechenden und gleichwohl gut ausgebauten (und warmen ;)) Bergstraße, auf der wir direkt viel Spaß haben. Wir kommen schließlich in der Mitte der Insel an, in einem etwas größeren Ort namens Blato, der mit 1-2 Supermärkten die Grundversorgung sicherstellt. Überhaupt ist die ein oder andere gemütliche Fahrt über die Insel, bei der der Weg das Ziel ist, durchaus empfehlenswert. Viele der kleineren Straßen führen entlang von Obstplantagen oder Weinbergen durch niedliche Orte oder auch einfach am Meer entlang – das sollte man sich nicht nicht entgehenlassen.

Ein weiteres Mittel der zur Erfüllung des Reisezwecks notwendigen Entspannung waren quasi tägliche Ausflüge an den Strand … bzw. die Strände. Wie auf der gesamten Insel sind Ende September / Anfang Oktober kaum noch Touristen anzutreffen … und noch nicht mal mehr sehr viele Einheimische. An quasi jedem Strand, an dem wir uns aufgehalten haben, waren wir daher mehr oder weniger alleine. Das Wasser war meist aber trotzdem noch warm genug zum Baden – auch wenn bei mir der Fokus eher auf dem Genießen des Ausblicks liegt als auf dem Baden ;). Da Korčula auch – anders als die Küste am Festland, die überwiegend aus Felsen besteht – feine Sandstrände aufweist, suchen wir zunächst den größten auf – in der Bucht von Lumbarda im Osten der Insel.

Mit reichlich 150 m ist er zwar nicht sehr lang, bietet dafür aber fast ausschließlich weißen Sand und zudem eine passende Bar. Zum Schwimmen ist er allerdings nur bedingt geeignet, da es sehr flach ins Wasser geht. Das ist allerdings wiederrum ein Vorteil für Familien, die sich eventuell doch auf die Insel verirren sollten. Da die Bucht relativ offen ist, hat man hier abends auch noch recht lange Licht und einen schicken Blick auf den Sonnenuntergang, sofern einen die Mücken nicht fressen ;).

Wer es allerdings noch weniger touristisch mag, kann sich auch die für ungeübte Autofahrer doch recht abenteuerliche, oft nur einspurig befahrbare Serpentinenstraße zur Bucht von Pupnatska Luka hinabwagen. Der Mut wird belohnt mit dem Aufenthalt in einer der niedlichsten kleinen Buchten, die ich je besucht habe. Zwar ist der Sand hier nicht ganz so fein, sondern eher kieselig, das tut der Schönheit aber keinen Abbruch. Eingerahmt von zwei durchweg grünen Landzungen zieht sich der abgelegene Strand in einer sanften Kurve rund 200 m um die Bucht und gewährt einen Superblick auf das Mittelmeer. Die Ruhe, die nur vom sanften Rauschen der Wellen begleitet wird, und das kristallklare Wasser tun ihr Übriges, um den Akku wieder aufzuladen.

Um das Stadtleben, die kulinarischen Genüsse und die Route für die Rückreise kümmern wir uns im nächsten Artikel – stay tuned :).

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