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Es kommt nicht immer auf die Größe an – Unser Jahr 2018

von Robert 31. Dezember 2018 0 Kommentare

Ahhh Ende Dezember. Der passende Zeitpunkt, um kurz inne zu halten und nochmal einen Blick auf das vergangene Jahr zu werfen. Leider war 2018 ein eher schwieriges Jahr, das von vielen Problemen und Herausforderungen geprägt war. Auch in Reise-Hinsicht mussten wir leider etwas kürzer treten, als es vielleicht wünschenswert gewesen wäre, weil persönliche Gründe die Urlaubstage, aber auch die Aufmerksamkeit an anderer Stelle erfordert haben.

Dennoch konnten wir auch im Jahr 2018 unterwegs wieder einige spannende Eindrücke sammeln, auf die wir, der Tradition von 2016 und 2017 folgend, wieder in einem kleinen Jahresrückblick schauen wollen.

Zocken und bunte Lichter – Im Januar nach Amsterdam

Das Reisejahr beginnt diesmal zeitig für uns. Bereits Anfang Januar schieben wir den ersten kleinen Kurzurlaub ein. Dem sehr netten Angebot von KLM, für 89 € direkt von Dresden nach Amsterdam-Schiphol zu fliegen, kommen wir gerne nach und begeben uns in die niederländische Hauptstadt. Nach nicht einmal einer Stunde steigen wir bequem aus dem Flieger – was für eine komfortable Verbindung :D.

Amsterdam ist eine Stadt, die zu jeder Jahreszeit ihren Reiz hat. Da es im Winter auf dem flachen Land unweit vom Meer auch mal ungemütlich werden kann, macht es sich gut, ein Alternativprogramm zu haben. Wir checken daher ins “Arcade” ein – das erste Gaming-Hotel der Welt. Das 3-Sterne-Hotel bietet nicht nur den üblichen Komfort, sondern ist auch explizit auf die Bedürfnisse von Computerspielern ausgerichtet. Das spiegelt sich darin wider, dass jeder auf dem Zimmer zwei Konsolen vorfindet (eine Retro-Konsole á la N64 und eine nVidia Shield) und sich in der Lobby eine umfangreiche Spielebibliothek befindet. Zudem gibt es ein “LAN-Party-Zimmer” mit 6 Hochleistungsrechnern, VR-Brillen und anderen Annehmlichkeiten.

Die Lage direkt am Saphartipark ist auch nahezu optimal. Man ist innerhalb kurzer Zeit im Stadtzentrum, kann abends in De Pijp schön Essen gehen und wohnt trotzdem ruhig und halbwegs fernab der Touristenmassen. Für Zocker ein idealer Ausgangspunkt für eine Stadterkundung, sofern man mit ein paar Abstrichen bei Gemütlichkeit und Service leben kann.

Bunte Lichter haben wir allerdings nicht nur auf dem Monitor gesehen. Jedes Jahr um den Jahreswechsel findet das “Festival of Light” statt. In der Altstadt entlang der Grachten werden diverse Lichtskulpturen aufgestellt, die zum Bewundern und vor allem auch Fotografieren einladen. Dieser Einladung kommen wir gerne nach und bringen einige schicke Schnappschüsse mit nach Hause. Neben dem Light-Festival gibt es noch andere winterspezifische Attraktionen, etwa die Wintermärkte oder die große Eislaufbahn am Rijksmuseum.

Wir halten fest: Die niederländische Hauptstadt ist auch zur kalten Jahreszeit einen Besuch wert, sofern man warme Kleidung dabei hat :D. Über die allgemeinen Vorzüge der Stadt und die Besonderheiten des Sommers haben wir uns bereits in folgendem Artikel sehr lobend geäußert, den wir euch bei Interesse ans Herz legen:

Kaltes Wetter, warme Quellen und heißer Gulasch – Im Februar nach Budapest

Als Weihnachtsgeschenk für meine liebe Freundin lag letztes Jahr auch eine Reise in die ungarische Hauptstadt unterm Baum. Im Februar ist es dann soweit. Als Reisemittel wählen wir aus Kostengründen einen Diesel-Mietwagen und bekommen das beste, was für’s südosteuropäische Ausland so verfügbar ist – einen VW Touran 2.0 TDI. Der 7-Sitzer bietet in jedem Fall ausreichend Platz für unser Gepäck und ist dabei “sooo praktisch” :D. Nichtsdestoweniger erfüllt er seine Aufgabe gut und bringt uns sicher und sparsam über Tschechien und die Slowakei nach Ungarn.

Budapest als Stadt versprüht einen sehr ehrlichen Charme. Die sozialistische Vergangenheit sieht man ihr genau so an wie die große Doppelmonarchie zur Kaiserzeit und die Einflüsse der Moderne. Dabei entsteht ein sehr interessanter Mix aus Stilen und Erhaltungsgraden der Gebäude. Bei einem Bummel durch die Stadt lassen wir die vielen Einflüsse auf uns wirken und staunen immer wieder über die spannenden Details am Wegesrand. Einfach mal treiben lassen ist auch für Budapest eine gute Strategie.

Den besten Blick auf die Stadt hat man zweifelsohne aber von der Budaer Seite, vom Burgviertel aus. Mit der Standseilbahn erreicht man den Hügel, auf dem unter anderem auch das Palais Sándor (der Präsidentenpalast) und die ikonische Fischerbastei liegen. Ein Besuch ist daher unbedingt empfehlenswert, vielleicht sogar so getimed, dass man von oben den Sonnenuntergang bestaunen kann – und wie danach zur blauen Stunde in der Stadt die Lichter angehen. Wir nutzen die Gelegenheit und produzieren direkt einige schöne Nachtfotos, auch wenn die Finger bei Temperaturen unterhalb des Gefrierpunktes schnell leiden.

Zum Wiederaufwärmen wäre doch was Leckeres zu essen gut, oder ein heißes Getränk. Beides bekommt man nicht nur in den zahlreichen, traditionellen Restaurants der Stadt. Viel angesagter sind die Ruinenbars, die teils sehr liebevoll gestaltet und verwinkelt in abbruchreife Hinterhäuser gebaut wurden. Sofern der Bedarf dort immer noch nicht gedeckt ist, empfehlen wir einen Besuch in der großen Markthalle. Diese bietet im neugotischen Stil alle erdenklichen ungarischen Waren an, die man sich so vorstellen kann.

Sollte einem danach immer noch kalt sein – oder zum Verdauen der großen Gulasch-Portionen eher eine ruhige Tätigkeit erforderlich sein – empfehlen wir einen Besuch im Hotel Gellért. Das Fünf-Sterne-Haus ist nicht nur eines der renommiertesten Luxushotels der Stadt und war tatsächlich eine Vorlage für den Wes Anderson-Film “Grand Budapest Hotel”. Nein, es beherbergt auch das gleichnamige Gellértbad. Markenzeichen sind die acht warmen Thermalbecken, deren Wasser man heilende Kräfte nachsagt. In jedem Fall waren sie mit Temperaturen von bis zu 40° C im Winter sehr angenehm.

Das Wochenende in Budapest hat uns gut gefallen. Sei es das abwechslungsreiche Stadtbild, Partys in den Abrisshäusern, das zünftige Essen oder die warmen Quellen – hier ist für jeden was dabei. Zudem ist das Preisniveau etwas unter dem mitteleuropäischen. Damit ist die Stadt für einen Kurztrip uneingeschränkt zu empfehlen.

Polnische Gemütlichkeit – Im Juni nach Wrocław

Wo wir bei den Geschenken waren – die Retoure kam prompt. Die nächste Reise ging wieder in den Osten, allerdings diesmal für ein Wochenende ins Nachbarland Polen – für mich im Übrigen, von kurzen Grenzbesuchen abgesehen, eine Premiere. Wir begeben uns nach Wrocław, mit deutschem Namen Breslau, diesmal allerdings noch sparsamer. Wagemutig probieren wir neue Verkehrsmittel aus und treten die Reise im Zug von Trilex an. Die etwa vierstündige Fahrt im gut gefüllten Kurzstreckenzug stellt sich leider als sehr ungemütlich raus, auch wenn sie mit 35 € pro Person für beide Strecken in der Tat sehr sparsam ist.

In der Stadt angekommen, checken wir, leicht geschafft, ins durchaus empfehlenswerte Novotel ein, welches sich gerade so außerhalb der Altstadt befindet und damit sehr gut gelegen ist. Von dort aus erkunden wir ebenjene. Die niedlichen Gassen sind gespickt von kleinen Details, allen voran den berühmten Zwergen, die in verschiedensten Posen immer wieder im Stadtbild auftauchen. Herzstück ist der malerische “Große Ring” (polnisch Rynek), der mit seinen durchgängig liebevoll gestalteten Fassaden, seiner lebhaften Atmosphäre und seinen vielen Ständen und Shops besticht. Auch der Rest der historischen Altstadt, besonders auch die Dominsel und der Dom selbst, sind zweifelsfrei sehenswert.

Ebenfalls ein Highlight ist die Kulinarik! Polnische Spezialitäten sind allerorts zu finden. Neben zünftigen Fleisch- und Wurstportionen haben die Polen eine überraschende Vorliebe für teils sehr schwere Käsegerichte. Aber hallo! Für mich gibt es direkt am ersten Abend Käse-Suppe mit Knoblauchtoast als Vorspeise, gefolgt von mit Käse gefüllten UND mit Käse überbackenen Pierogi! Mhhhh und ufff. Aber es muss nicht immer schwer sein, auch avantgardistische Küche ist  im teils auch sehr jungen Breslau vertreten.

Außerdem – und das ist vielleicht der spannendste Aspekt – ist die Küche dort auch ein Sprungbrett in unbekanntere Regionen. Am letzten Abend kehren wir daher im georgischen Restaurant Chinkali ein. Dort essen wir einen Kebabspieß und eine georgische Spezialität namens Chatchapuri – ein Hefebrot, bei dem in der klassischen Variante ein rohes Ei in den flüssigen Käse geschlagen wird, welcher sich im Inneren befindet. Oh yeah! Nicht nur, aber auch wegen des Essens ist Breslau als Stadt für einen Wochenendausflug bestens geeignet. Wir kommen gerne mal wieder.

Frische Bergluft um die Nase im Audi S5 Cabrio – Im Juni in die Alpen

Der Jahrhundertsommer nimmt seinen Lauf und die Sonne genießt man am besten oben ohne. Ende Juni begebe ich mich nach einer Dienstreise in München nach Österreich, im neuen S5 Cabrio von Audi On Demand. In Zell am See warten Uwe mit seinem Focus RS sowie Thomas und Alex im S63 AMG Cabrio. Mit ausreichend Leistung und frischem Wind im Gesicht machen wir zunächst die grandiose Großglocknerhochalpenstraße unsicher. Das S5 Cabrio schlägt sich für ein Auto ohne Dach hervorragend.

Weiter geht es über den extrem engen “Staller Sattel” nach Südtirol. In der beruhigenden Berglandschaft zwischen saftigen Wiesen und grünen Weinbergen schaltet man automatisch einen Gang zurück, um die Aussicht zu genießen. Aber auch das hält uns nicht davon ab, die Klassiker wie den Jaufenpass und das Timmelsjoch mitzunehmen. Herrlich! Das Wochenende im S5 war ein sehr spritziger Ausflug und auch die AoD-Jungfernfahrt hat gut geklappt. Ein Konzept, von dem wir sicher wieder Gebrauch machen werden – besonders, wenn der WLTP wieder RS-Modelle in der Flotte zulässt ;).

Mit dem Erlebnis beschäftigt sich folgender Artikel ausführlich:

Zuhause ist es auch schön – Im August quer durch Deutschland

Es ist heute so einfach, ins Ausland zu reisen, dass man manchmal vergisst, dass es auch in der näheren Umgebung schöne Ecken gibt, die entdeckt werden wollen. Vor dieser Prämisse starten wir im August eine kleine Tour quer durch die Mitte Deutschlands. Wir sind unterwegs in der kleinen Allzweckwaffe Golf R – und mit ihm ein letztes Mal auf großer Fahrt. Unsere Reise führt uns als erstes nach Unterfranken – wir besuchen Würzburg. Hier macht man seinem Namen als Weinstadt direkt alle Ehre, denn es ist Weinparade. Wir mischen uns unters Partyvolk und genießen das ein oder andere Glas. Auch die lokale Küche überzeugt – hier ganz besonders der fränkische Sauerbraten.

Weiter geht es nach Eisenach, wo wir eine Lost Place Foto-Tour unternehmen. Im, teils bereits stark verfallenen, ehemaligen Luxushotel “Fürstenhof” lassen wir uns vom Geist vergangener Tage vereinnahmen und fangen die morbide Leere des Gebäudekomplexes ein – für Hobbyfotografen ein Fest. Wenn man einmal in Eisenach ist, darf man natürlich auch die wichtigste Destination nicht auslassen. Wir reden dabei aber selbstredend nicht vom Opel-Werk, sondern von der alt-ehrwürdigen Wartburg, der wir einen Besuch abstatten, bevor es uns weiter zieht.

Auf Wanderschaft gehen heißt es für uns an Station 3 – dem Bergpark Wilhelmshöhe in Kassel. Die riesige Parkanlage ist ein Landschaftspark von Weltrang und UNSECO-Weltkulturerbe. Ausgehend von der ikonischen Herkulesstatue, die den Park überblickt, erkunden wir diesen und verbringen den Tag zwischen kleinen Schlösschen, Äquadukten, Teichen und ganz viel Natur. Ein bisschen Grundfitness muss allerdings auch dabei sein, denn man überwindet auf einer vollen Runde einen Höhenunterschied von fast 500 Metern.

Die letzte Station auf unserer Mitteldeutschlandrunde ist der Harz. Hier machen wir zunächst im niedlichen Quedlinburg Station. Die mittelalterliche Stadt ist ebenfalls Weltkulturerbe und zudem eines der größten Flächendenkmäler der Republik. Die kleinen Gassen, die schiefen Fassaden der jahrhundertealten Häuser und das historische Stadtbild in seiner Gesamtheit machen Quedlinburg zu einem lohnenswerten Ziel für einen Nachmittagsausflug.

Nach soviel Natur und Ruhe darf der Abschluss aber durchaus wieder actionreicher sein. Harz? Action? Kyffhäuser. Die 36 Doppelkurven auf gerade mal 4,5 km sind sowas wie eine Pflichtübung für jeden Fahrdynamiker, der sich in der Region befindet. Am Dienstagabend herrscht quasi kein Verkehr mehr und somit bieten sich nahezu optimale Bedingungen, um dem kleinen Golf nochmal richtig schön die Sporen zu geben. Was für ein schöner Tag.

Mit unserer Tour waren wir sehr zufrieden und können nur empfehlen, sich auch mal in der Heimat umzuschauen!

Wenn’s mal richtig schief läuft – Im September nach Süditalien

Der Plan klang so gut. Ein schöner Roadtrip sollte es sein – zwei Wochen in den Süden. Pizza, Pasta, Vino, Strände, Geschichte, schöne Straßen – Dolce Vita in Italien. Das Land spielt für uns schon seit langer Zeit eine wichtige Rolle, etwa mit den schönen Besuchen in Rom, Florenz oder Südtirol. Den Süden hatten wir aber bislang nur als Rallyeziel 2016 kennengelernt – Grund genug, sich dort genauer umzusehen. Auch ein passendes Reisegefährt mit ausreichend Leistung für Fahrspaß, aber groß genug für zwei Wochen unterwegs war schnell gefunden – wir starten im BMW 440i Gran Coupé mit Ziel Vesuv.

Da die Strecke bis in den Süden der italienischen Republik aber mit 1700 km recht weit ist, legen wir zunächst einen Zwischenstopp in Ligurien ein. Im abgelegenen Dorf Tavarone kommen wir in einer super Ferienwohnung unter und erkunden von dort aus das grüne Hinterland und die ligurische Küste. Dazu wandern wir von Santa Margherita Ligure entlang der Küste in den Jetset-Ort Portofino, wo wir über Monster von Yachten und goldfarbene Gullydeckel staunen.

Auch beeindruckend war der Ausflug zu den “Cinque Terre” – einem Zusammenschluss fünf ehemaliger Fischerdörfer. Mit einem entsprechenden Ticket kann man sowohl per Fuß über einen Wanderweg als auch mit dem Zug von Dorf zu Dorf gelangen. Alle fünf sind sehr liebevoll und bunt in die Felslandschaft der ligurischen Küste gebaut und bilden somit eine einzigartige und schützenswerte Szenerie. Umso negativer fällt auf, dass der pittoreske Charme bei der Unmenge von Touristen, die durch die kleinen Gassen gescheucht werden, ein wenig verloren geht.

Nach ein paar schönen Tagen in Ligurien setzen wir die Fahrt nach Süden fort, mit einem Zwischenstopp in der malerischen Toskana. In Lucca spazieren wir durch die mittelalterlische Altstadt und genießen das Flair und das goldene Licht. Außerdem lassen wir uns von der italienischen Küche verführen – nicht zuletzt ein Hauptgrund für die Reise. Es gibt Ricotta-Ravioli in Trüffel-Buttersauce und ein Eis von Grom. Oh yes. Gut gestärkt setzen wir die Fahrt Richtung Neapel fort und gewöhnen uns Stück für Stück an den zunehmend abenteuerlicheren Fahrstil.

Unsere Unterkunft wird ein fast schon luxuriöses Apartment in Tramonti, einem kleinen, verwinkelten Bergdorf ca. 50 km südöstlich von Neapel, oberhalb der Amalfiküste. Die Gastfamilie, die in einer anderen Wohnung im gleichen Haus wohnt, kümmert sich über alle Sprachbarrieren hinweg rührend um uns. Dass das Apartment sehr schön ist, gewinnt umso mehr an Wert, da wir es in der kommenden reichlichen Woche kaum verlassen werden. Noch am Ankunftsabend schlägt ein böser Magen-Darm-Virus zu, der uns beide nacheinander abwechselnd ans Klo oder ans Bett fesselt – tagelang.

Von unseren eigentlichen Zielen – seien es Neapel, der Vesuv, Pompeij, Capri oder viele andere mehr – haben wir so gut wie nichts gesehen. Einzige Ausnahme bildet hier ein Tagesausflug an die Amalfiküste, der aufgrund der aberwitzigen Verkehrssituation mit Entspannung nichts zu tun hat und die Schönheit der Küsten doch sehr in den Hintergrund treten ließ. Gerade so wieder einigermaßen fahrtüchtig, treten wir dann auch schon mit einem letzten Blick auf den Vesuv den Heimweg an.

Dass der Urlaub damit im wahrsten Sinne des Wortes ziemlich scheiße lief, änderten auch ein Tag in Südtirol und ein zünftiges Wiener Schnitzel nicht. Der langersehnte und auch zur Entspannung bitter nötige Jahresurlaub war richtig schön ins Wasser gefallen. Aber es kann auch nicht immer alles reibungslos funktionieren. Wenn sich die Gelegenheit bietet, werden wir uns die Region noch mal anschauen – und wir freuen uns darauf :).

Alles neu macht der … Herbst?! – Fuhrparkwechsel im Oktober

Alles hat ein Ende, nur die Wurst hat zwei. Auch der Leasingvertrag meines geliebten Golf R, der mich über vier Jahre und über 80.000km durch halb Europa treu begleitet hat, lief aus. Mit mindestens einem weinenden Auge haben wir Mitte Oktober unsere letzte gemeinsame Fahrt zurück nach Wolfsburg angetreten. Der Golf war eine echte Allzweckwaffe. Agil und übersichtlich für die Stadt, kompakt genug für jede Parklücke, schnell genug für die Rennstrecke, dank Allrad tauglich für jeden Untergrund. Dabei war er in jeder Lebenslage zuverlässig und souverän. Besonders die beiden Roadtrips 2015 und 2017 auf den Balkan im kleinen weißen Räuber werden mir sehr im Gedächtnis bleiben.

Allerdings war der Highend-Golf auch wartungs- und kostenintensiv. Über den langen Zeitraum war er daher definitiv kein Schnäppchen, auch wenn bei der Leasingabgabe alles in einem angemessenen Rahmen lief. Aus diesem Grund sollte die neue Lösung auch sparsamer sein. Zudem auch nach vier Jahren Allradantrieb ruhig wieder etwas hecklastiger. Vielleicht auch eine Spur größer. Weil es zum Sparen natürlich total Sinn macht, hat das neue Auto einen größeren Motor, mehr Leistung und mehr Gewicht … ähh ja :D.

Geworden ist es ein BMW 440i LCI Coupé (F32N) mit M-Paket und üppiger Ausstattung. Tatsächlich sind die Leasingkonditionen allerdings deutlich günstiger als die des Golfs, aufgrund des deutlich größeren Drehmoments und moderneren Getriebes ist der Verbrauch auch 1 – 2 Liter geringer und vor allem ist die Wartung inklusive aller Verschleißteile (… wie Bremsen :D) pauschal mit drin und damit als Kostenfaktor eliminiert. Jetzt muss sich der 4er vor allem im Winter beweisen – und in meinem Herzen :).

Leider hat der Fuhrpark dieses Jahr nicht nur aufgrund des Wechsels überproportional viel Aufwand und Kosten verursacht. Bei gleich zwei verschiedenen Gelegenheiten im Mai und im Oktober – eine Woche vor Abgabe – musste der Golf leider parkenderweise Schäden erdulden. Das Auto hat scheinbar nicht nur auf mich eine anziehende Wirkung. Im ersten Fall ist auch noch richtig Schaden entstanden (knapp 3.000 € brutto) und der Verursacher hat sich nicht nur aus dem Staub gemacht, sondern auch netterweise noch die Nachricht “Du Vollidiot!” anstelle seiner Kontaktdaten auf einem Zettel hinterlassen. Ist das nicht nett? Auch ein gescheiterter Einbruchversuch in den 4er, damals gerade mal vier Wochen in meinem Besitz, hat in Leipzig einen Schaden von 3.500 € brutto verursacht, zum Glück übernommen von der Teilkasko.

Der Kreis schließt sich – Im November zurück nach Amsterdam

Hoteldeals und günstige Flüge sind aber auch verführerisch :D. Pünktlich mit Sinterklaas – dem niederländischen Weihnachtsmann – ziehen wir wieder in Amsterdam ein. Auch die Vorweihnachtszeit mit ihren Lichtern, Buden und liebevoll geschmückten Geschäften hat ihren ganz eigenen Reiz und zeigt abermals die Vielschichtigkeit der Stadt. Zudem eignet sie sich besonders, um schon ein bisschen Christmas-Shopping zu erledigen, bieten sich hier doch mögliche Geschenke aus aller Welt.

Wir konzentrieren uns hingegen auf die Events und von denen gibt es hier viele. Landestypisch (und auch dem eigenen Geschmack folgend) beginnen wir mit einer Käse- und Weinverkostung bei Reypenaer. Im eigens dafür eingerichteten Tasting-Room lassen wir uns über die holländische Käseproduktion informieren und verkosten sieben verschiedene Sorten Käse, gepaired mit vier verschiedenen Weinen. Zum Schluss sind wir zertifizierte Cheese Tasting-Experten :D. Für gerade mal 18 € eine sehr lohnenswerte Investition!

Event Numero Zwo findet in einer der alt-ehrwürdigsten Institutionen Amsterdams statt – der alten Heineken-Brauerei :D. Der Hersteller des weltbekannten Gerstensafts unterhält in dieser die sogenannte “Heineken-Experience”. Dabei handelt es sich um eine diffus abgegrenzte, schwer zu beschreibende Mischung aus Museum, Brauerei-Besichtigung, Devotionalien-Ausstellung und Multimedia-Installation. Ein bunter Nachmittag ist es allemal und reichlich Bier wird ebenfalls gereicht – kann man machen!

Trotz eines etwas wackligen Rückfluges war auch der zweite Besuch in Amsterdam in diesem Jahr rundum gelungen und es wird sicher auch nicht der letzte gewesen sein!

Weniger ist nicht unbedingt mehr – Fazit und Ausblick

2018 waren wir in weniger Ländern, weniger häufig und im Durchschnitt kürzer unterwegs. Das muss nichts Schlechtes sein – es kommt ja nicht immer auf die Größe an. Man bekommt mehr unterschiedliche Eindrücke und minimiert den Schaden, wenn mal was schief läuft. Wenn dann allerdings der langersehnte, große Sommerurlaub so richtig mies daneben geht, kommt das Reisekontingent endgültig zu kurz. Besonders wegen des letztlich katastrophalen Italien-Roadtrips wird uns 2018 als eher misslungenes Reisejahr in Erinnerung bleiben. Das bedeutet aber nicht, dass alles schlecht war. Die Städtereisen nach Amsterdam, Budapest und Breslau waren allesamt sehr positiv, genau wie die Alpentour. Auch der Auflug zu Porsche und unsere Deutschland-Tour werden in guter Erinnerung bleiben.

Für das kommende Jahr wollen wir dem Reisen wieder eine höhere Priorität einräumen und sowohl einige kleine Events einstreuen als auch mal wieder auf einen richtig ikonischen Roadtrip gehen. Dabei darf es gut und gerne auch mal wieder ein Stück weiter weggehen, denn 2019 liegt ja in unserem “Mindestens alle drei Jahre mal aus Europa raus”-Rhythmus :D. Hoffentlich dann ohne Magen-Darm =).

Außerdem wirft ein anderes, nicht mehr ganz so kleines Event ebenfalls so langsam seine Schatten voraus. Nachdem wir 2018 eine kreative Schaffenspause eingelegt haben, stehen die Chancen für 2019 wieder gut, dass wir eine Ausgabe unserer berühmt-berüchtigten Rallye anbieten können. In jedem Fall sind wir schon fleißig dabei, Feedback auszuwerten, am Konzept zu feilen und für kommendes Jahr was Geiles auf die Beine zu stellen. Ob und wie uns das gelingt, werdet ihr zeitnah auf dem Blog lesen.

Bis dahin wünschen wir euch in jedem Fall einen guten Rutsch und ein gesundes, erfolgreiches und reiselustiges Jahr 2019!

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