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Viel Wellness, die größte Rallye und ein epischer Roadtrip - Unser Jahr 2019

von Robert 31. Dezember 2019 0 Kommentare

... und so schnell kann es gehen, da ist schon wieder ein Jahr vorbei. Ende Dezember nehmen wir uns wieder die Zeit, um auf das vergangene Jahr zurückzublicken, es noch einmal Revue passieren zu lassen und besonders in reisetechnischer Hinsicht zu bewerten. Zum Glück lässt sich schon vorab und ohne Umschweife sagen: 2019 war ein gutes Jahr! Warum das so ist, beleuchten wir in diesem Artikel.

Schnee, Wellness und Abgeschiedenheit - Entspannter Start ins Jahr

Um dem Feiertagsstress entgegenzuwirken, haben wir bereits kurz nach dem Jahreswechsel ein Entspannungspäuschen eingelegt. Im Januar ging es für uns ins Erzgebirge, in die Nähe von Eibenstock. Das Setting war genau das richtige - ca. ein Meter Schnee und somit puderbedeckte Bäume und Häuser. Perfekt für einen schönen Winterspaziergang und zum Durchatmen abseits der Stadt.

Auch war es die erste echte Bewährungsprobe im Winter für den damals wenige Monate alten 4er. In der Tat hat er uns zwar sicher ans Ziel gebracht, aber in Ermangelung von Allradantrieb vermag er sich trotz hervorragender Reifen nicht mit verschneiten Steigungen anzufreunden. So ein hinterradgetriebenes Coupé ist eben doch eher was für sonnengewärmte Serpentinen als für einen verschneiten Bergpass ... wer hätte das gedacht :D.

Der Ausflug ins Erzgebirge hatte aber auch noch einen anderen Grund - die Entspannung fernab des kalten Schnees. Mit einem Besuch in den Badegärten Eibenstock und der Teilnahme an einem russischen Saunaritual konnten wir uns nach dem Schneespaziergang hervorragend aufwärmen. Das Wellnessthema hat sich auch noch bis in den Frühling gezogen, der sich in Sachsen 2019 von seiner schönsten Seite gezeigt hat.

Inzwischen zu einer kleinen Tradition geworden ist unsere Pilgerreise in den Harz, wo wir abermals Ruhe und Entspannung suchen und finden - im Wellnesshotel "Romantischer Winkel". Das liebevoll in Familienhand geführte Resort versteht sich darauf, den Wellness-Gedanken von der ersten bis zu letzten Minute konsequent durchzusetzen und dem Gast jede Sorge abzunehmen. Die unaufgeregte Gegend um Bad Sachsa bietet dazu genau das richtige Setting und so haben wir aufs Neue ein paar Tage die Gastfreundschaft und die breiten Möglichkeiten zum Relaxen ausgekostet.

Wenn man viel relaxt, muss man irgendwann auch arbeiten - aber wer sagt, dass nicht auch das in einer halbwegs entspannten Atmosphäre passieren kann? Vor ein paar Jahren hatten wir ja das Konzept "Holiwork" untersucht. Da es  nicht immer ins Ausland gehen muss und es gerade auch für das konzentrierte Arbeiten von Vorteil sein kann, wenn eben draußen nichts Spannendes passiert, haben wir uns dieses Jahr für Brandenburg entschieden.

In einem B&B in Ribbeck – buchstäblich am Rande der Zivilisation – haben wir uns ein paar Tage zum Arbeiten zurückgezogen. Das Loft war für unsere Zwecke hervorragend geeignet, da es über einen großen Gemeinschaftsbereich mit Küche verfügte, aber auch über vier einzelne Schlafzimmer mit jeweiligem Bad. Am Ende der letzten Straße offenbart die Perspektive hinterm Panoramafenster nur Felder, Wiesen und hier und da ein Pferd … perfekt, um kurz die Augen zu entspannen und ansonsten die Blicke auf dem Laptop zu belassen 😉.

Viva la Musica - Kultur & Sightseeing in Prag

Ahhhh, Prag. Die schöne Landeshauptstadt Tschechiens hat dieses Jahr eine große Rolle in unserem Reisekalender gespielt. Im Mai ging es für uns das erste Mal zu unseren östlichen Nachbarn, zu einer sehr exklusiven Veranstaltung. Durch viel Glück und das Wohlwollen anderer Fans sind wir in den Besitz von Tickets der „besten Band der Welt“ gekommen, die nach einer fast sechsjährigen Pause endlich wieder zu einer ernstzunehmenden Tour angetreten ist. Wir begeben uns zur Lucerna Musica Hall, in der das zweite Konzert der „Miles & More“-Tour der Ärzte stattfindet.

Die Tour, die ausschließlich im Ausland stattfand, war innerhalb kürzester Zeit ausverkauft, da die Band nur in kleinen Clubs gespielt hat. Die legendären Punkrocker nach so langer Zeit wieder live auf der Bühne zu sehen, war für junge wie alte Fans ein erhebender Moment – und dementsprechend bombastisch war die Stimmung. Der persönliche Charme und die Intimität von Clubkonzerten sorgen eben doch für ganz besondere Erlebnisse, die ein Stadion einfach nicht bieten kann.

Das heißt aber wiederrum nicht, dass Stadionkonzerte nicht auch ihren Reiz haben! Das hat schon wenige Wochen später eine andere Legende der deutschen Musizierkunst unter Beweis gestellt. Im Prager Sinobo Stadium lassen wir uns zusammen mit zehntausenden weiteren Hardrockfans von Rammstein einheizen – mittendrin im Innenraum.

Das Spektakel ist zwar musikalisch durchaus sehr eigen, aber unglaublich bildgewaltig: Feuerwerk, Lichteffekte und ganz viele Flammen. Es wird nicht langweilig und kalt vor allem auch nicht :D. Erinnerungswürdige Momente gab es nicht zu knapp. Wenn bei einbrechender Dunkelheit 30.000 Leute im Chor "Engel" anstimmen, ist Gänsehaut vorprogrammiert. So bleibt unbestritten, dass auch das andere Ende der Konzertgrößenskala seine Daseinsberechtigung hat. Rammstein hinterlässt uns tief beeindruckt und dankbar für eine Erfahrung, von der man sich als Musikfan glücklich schätzen kann, sie gemacht zu haben.

Selbstverständlich braucht es aber keine exklusiven Konzerte, um Prag einen gewissen Reiz abgewinnen zu können. Die wunderschöne Altstadt, der Burgberg und die vielen Parks laden zum Spazierengehen ein ... oder dazu, in einem der zahlreichen Restaurants die zünftige Küche zu genießen. Alternativ kann man auch einfach nur mit einem leckeren Pils gemütlich an der Moldau abchillen. Wir entscheiden uns für eine Mischung aus beidem und machen nach dem Ärzte-Konzert einen ausgedehnten Walk durch das Zentrum. Allerdings dient dieser nicht nur dem Sightseeing, sondern auch der Vorbereitung einer Challenge der Rallye, die uns abermals nach Prag führen wird.

Größer und länger, aber nicht schneller - Die #OTRAllye2019

Nach einer kreativen Schaffenspause im Jahr 2018 haben wir uns - auch aufgrund der Nachfrage - dazu entschieden, den Auto- und Reiseverrückten der Republik auch 2019 wieder ein Forum zu bieten - die #OTRAllye2019 in Kooperation mit GETCHARLIE.de. Wie in den Jahren zuvor ging es für die insgesamt fünf Teams zu je zwei Fahrern und einem Auto darum, mit geschickter Fahrzeugwahl, kluger Taktik und dem nötigen Quentchen Glück Challenges zu lösen, Punkte einzusammeln und den Pokal zu ergattern.

Auf der ersten Fahrtetappe ging es von Nürnberg in die slowenische Hauptstadt Ljubljana. Die Route führte uns anschließend auf Etappe 2 weiter in die Donaumetropole Budapest, wo auch die größte Neuerung der diesjährigen Rallye-Ausgabe zum Tragen kam - der Präsenztag. Um den Rallyestress etwas zu minimieren und damit die Kräfte auch auf der dritten und letzten Etappe eine verkehrssichere Fahrt erlauben, sind wir zum ersten Mal in der Rallyegeschichte nicht direkt weitergefahren, sondern haben in der ungarischen Hauptstadt Challenges vor Ort erfüllt und das gemeinsame Abendessen schon am Vorabend des Finales genossen.

Die letzte Etappe führte uns - ihr habt es erraten - mal wieder nach Prag ;). Auch auf dieser gab es eine kleine Neuerung. So hatten wir etwa die Popup-Challenge, eine Aufgabe, die im Vorfeld nicht bekannt gegeben wird und spontan nach Erscheinen im Rallye Management System gelöst werden muss. Außerdem gab es noch die Sticker-Challenge, bei der in Prag vor dem Etappenende ein kleiner OTRA-Aufkleber, von denen William und Robert zwei Wochen zuvor 20 Stück in der Innenstadt verteilt hatten, gefunden und fotografiert werden muss.

Nach drei aufreibenden Etappen an vier Tagen war die finale Punktevergabe ÄUßERST knapp. Nur nach genauester Auswertung der letzten Tageschallenge konnte der Sieger ermittelt werden und auch die darauffolgenden Plätze waren (mit je nur einem Punkt Abstand) denkbar nah beieinander. Trotz des sehr verbissenen Kampfes der aller Teams,  konnte das Hausteam, bestehend aus Thomas & Uwe, dieses Jahr den Pokal mit heim nehmen. Wir erinnern uns an einen spannenden Wettbewerb und schöne Tage im Frühling der osteuropäischen Metropolen und waren mit der Organisation im Vorfeld und besonders auch durch Willy vor Ort sehr zufrieden.

Dennoch haben wir uns aufgrund der Vielzahl anderer Themen, die noch aktuell sind und vor allem auch aufgrund des trotz der Erfahrung immer noch gewaltigen Organisations- und Betreuungsaufwandes dazu entschieden, für 2020 keine Rallye anzusetzen. Stattdessen werden wir Ende kommenden Jahres prüfen, wie es mit einer etwas längerfristig anvisierten Veranstaltung für das Folgejahr 2021 aussieht, da sich der Zweijahres-Rhythmus als angenehmer zur Verteilung des Organisationsaufwandes herausgestellt hat.

Ausführliche Beiträge zur diesjährigen Rallye:

Breite Spuren und breites Grinsen - Die Alpentour

So spaßig die Rallye auch ist, so wenig bezieht sie ihre Freude im Regelfall aus der Fahrdynamik. Die oft langen Autobahnetappen sind eher langweilig, die meisten Rallyefahrzeuge "vernünftig" und bei dem latenten Stress kann man die teils sehr schönen Routen nicht ganz im gebührenden Umfang genießen. Aber keine Angst, ein anderes, liebgewonnenes Format schafft hier Abhilfe - die Alptentour. Ende Juni treffen sich Uwe, Maik und Robert am Fuße des Großglockners. Dabei hat der 440i seine nächste echte Bewährungsprobe - die im Winter so herbeigesehnten, sonnengewärmten Alpenstraßen.

Der lange Radstand, der niedrige Schwerpunkt und vor allem der von BMW nahezu perfektionierte Hinterradantrieb sorgen in Kombination mit dem drehmomentstarken Sechszylinder und den acht Gängen der schnellen ZF-Sportautomatik in der Tat für souveränen Kurvenspaß. Allerdings kommt das Material bei dieser Art von Belastung auch irgendwann an seine Grenzen. Bremsen, Reifen und Getriebe werden heiß und lassen spüren, dass das 4er-Coupé zwar ein sehr sportliches Fahrzeug ist, aber eben kein Rennwagen.

Messen lassen muss sich der 4er dabei neben Uwes angemessen zurechtgetuntem Ford Focus RS vor allem auch am großen Bruder - dem M4-Cabrio. Die rund 100 PS mehr und die deutlich schärfere Abstimmung von Fahrwerk und Bremsen machen sich natürlich bemerkbar und der M4 hat trotz Cabrio-Gewichtsnachteil klar die Nase vorn. Allerdings kann man in den Bergen je nach Setting die Leistung nur bedingt ausspielen - bei sehr engen Kurven macht es meist keinen Unterschied, ob man mit 300 oder 500 PS unterwegs ist.

Ob die rund 50 % Aufpreis und erheblich höheren Unterhaltskosten für den M4 den Vorteil rechtfertigen, muss jeder für sich entscheiden, zumal auch er am Abend durchaus an seiner Grenze war, was Reifen und Bremsen anging. In jedem Fall hat der 440i eine gute Figur gemacht und bewiesen, dass er nicht nur ein Alltagscruiser ist, sondern auch ein Wochenendspaßmobil. Dieser Eindruck hat sich auch am zweiten Tag unserer Tour fortgesetzt, den wir überwiegend in Südtirol verbracht haben, wo die Klassiker auf der Agenda standen: der Jaufenpass ab Sterzing gefolgt vom Timmelsjoch.

Über das ebenfalls sehr spaßige Hahntennjoch und ein paar romantische Landstraßen in Südbayern ging es dann zurück nach München bzw. von dort aus nach Hause. Auch in diesem Jahr war die Alpentour wieder eines der fahrdynamischen Highlights und das Setting, in dem man mit seinem Fahrzeug vermutlich am meisten Spaß hat. Den Bergen bleiben wir treu :).

"A place like heaven, across the water in a 747" - Roadtrip in Nordamerika

Das unbestrittene Highlight dieses Jahr bzw. sogar der letzten Jahre ist natürlich unser großartiges Abenteuer in Kanada und Kalifornien. Eine Reise von der Größe und Erlebnisdichte unseres #OTRAmerika19-Projekts beschäftigt einen naturgemäß bereits weit vor Reisebeginn. So haben auch wir uns bereits seit März intensiv mit der Planung des Amerika-Aufenthaltes befasst. Es wollen Flüge gebucht, erste Unterkünfte reserviert und Einreisegenehmigungen eingeholt werden, das alles für mehrere Länder, deren Eigenheiten es auch wiederrum zu prüfen gilt. Man muss sich um Mobilität in Form von Mietwagen und Inlandsflügen kümmern, Devisen, weitere Unterkünfte und vieles mehr. Ein ziemlicher Batzen Arbeit, den man sich bei Eigenplanung aufhalst - aber auch ein schöner, denn sich beim Planen schon immer mal ein bisschen hinzuträumen, ist eine super Motivation für den Alltag ;).

Mitte September war es dann endlich so weit. Ab dem Münchner Flughafen Franz Josef Strauß bringt uns die Lufthansa in einem schicken neuen Airbus A350-900 nach Toronto in Kanada. Dank fleißigen Meilensammelns können wir sogar die Vorteile der Business-Class nutzen - insbesondere die Beinfreiheit macht die neun Stunden im Flugzeug um einiges angenehmer. In Ontario angekommen, akquirieren wir nach einer recht inquisitorischen Einreisekontrolle und ausufernden Verhandlungen mit Hertz unsere rollende Heimat für die nächsten beiden Wochen - einen Dodge Charger GT. Das gute Stück muss sich zwar von uns einige Witze auf seine Kosten anhören, wird uns aber ungeachtet dessen und trotz teils widriger Umstände bequem, zuverlässig und sicher an jedes unserer Ziele bringen.

Nach einem mehrtägigen Städteaufenthalt im wunderschönen Toronto gehen wir On The Road und begeben uns über 3600 km quer durch fünf kanadische Provinzen bis nach Halifax. Unterwegs waren viele Stopps und Erlebnisse wunderschön, manche auch kurios oder spannend. Die Niagafälle z. B. sind tatsächlich nicht überbewertet, sondern ein spektakuläres Naturschauspiel. In Montreal haben wir zum ersten Mal Afghanisch gegessen und sind nur um Haaresbreite einem stundenlangen Stromausfall im Fahrstuhl entkommen. Auch Québec City hat uns sehr positiv überrascht und mit seiner mittelalterlich-europäischen Altstadt und dem allgegenwärtigen Chateau Frontenac verzaubert.

Obwohl die kanadischen Städte allesamt sehens- und lebenswert sind, strotzt die Weite des Landes in erster Linie aber auch vor beeindruckender und einzigartiger Natur. Ursprünglich sind wir ausgezogen, den Indian Summer zu bestaunen - die bunte Laubfärbung im Spätsommer - allerdings war diese leider Ende September noch nicht sonderlich ausgeprägt. Entlang des St.-Lorenz-Stroms hatten wir stattdessen aber ganz andere Kontakte mit der Natur - beim Whale Watching haben wir trotz Eiseskälte und durchnässten Klamotten Wale und Robben gesehen.

Spektakuläre Natur gibt es auch auf Prince Edward Island. Die roten Klippen und die breiten Sandstrände sind zwei der Markenzeichen der Insel. Ein anderes ist die Liebe zur raffinierten Küche, die PEI zu "Canada's Foodie Island" macht. Das lassen wir uns nicht zweimal sagen und nehmen an einem exklusiven Dinnerfestival teil, bei dem uns unter anderem die kanadischen Starköche Michael Smith und Justin Wolfe bekochen - definitiv ein Highlight der Reise.

Auch die benachbarte Insel - Cape Breton Island - spielte eine Rolle, vor allem fahrdynamisch. Mit dem "Cabot Trail" - einem 300 km langen Rundweg im Norden der Insel - liegt fahrerisch einer der spaßigsten Abschnitte vor uns. Von breiten Landstraßen durch kleine Hafenorte, die "Highlands" und entlang der Küste von Strand zu Strand - beim Cabot Trail ist alles mal dabei. Vor allem aber gibt dort schicke Kurven, die man sonst in Kanada, wo es teilweise hunderte von Kilometern am Stück mehr oder weniger geradeaus geht, schmerzlich vermisst - ein Fest für uns ... und den Charger.

Da es sich aber auch um den Sommerurlaub gehandelt hat und die Temperaturen in Nova Scotia dies zuletzt nicht mehr unbedingt erkennen ließen, brauchten wir eine Möglichkeit, um noch etwas Sonne zu tanken für den langen, europäischen Winter. Aus genau diesem Grund haben wir uns mithilfe von Westjet ausgehend von Halifax über Toronto nach Los Angeles begeben und die letzten anderthalb Wochen in Kalifornien verbracht. Dabei haben wir den Dodge getauscht gegen ein Auto, das Temperaturen zwischen 27 und 42° gerecht wird ... und den grandiosen, sonnigen Küstenrouten am Pazifik. Es geht weiter im Chevrolet Camaro Cabrio.

In den USA stehen zunächst wieder die Metropolen im Vordergrund. Wir erkunden das pulsierende LA und leben wie die Stars in den Hollywood Hills. Walk of Fame und Santa Monica Pier dürfen natürlich nicht fehlen. Weiter geht es nach San Diego, der Stadt, die es wie keine andere schafft, ein permanentes Partyflair mit einer absolut entspannten Atmosphäre zu kombinieren. Auch das elegante San Francisco - die Stadt an der Bucht - darf natürlich im Bunde nicht fehlen. Zwischen den Brücken genießen wir zur Fleet Week die fast schon mondäne Großstadt und ihre vielen Sehenswürdigkeiten.

Dennoch darf vor lauter Urbanität die einzigartige Landschaft Kaliforniens nicht vernachlässigt werden. Wir besuchen den Joshua Tree Nationalpark, wo die Coloradowüste auf die Mojavewüste trifft und so einzigartige Felslandschaften schafft. Inmitten dieser gibt es Pflanzen und Tiere zu bestaunen, die aus europäischer Perspektive einzigartig sind - so etwa die namensgebenden Joshuabäume oder die (zumindest in der Vorstellung) wüstentypischen Kakteen. Spektakuläre Landschaft gibt es aber in Kalifornien nicht nur in den Parks, sondern allenorts. Dabei verdient die Küstenlinie ganz besondere Erwähnung. Der Highway 1, nicht umsonst als einer der heißesten Anwärter auf den Titel "Schönste Straße der Welt" gehandelt, bestimmt unsere letzten beiden Tage. Mit dem geöffneten Verdeck bei 27° und strahlendblauem Himmel im Camaro die Küste hinunterzucruisen, die Sonne im Gesicht, die Pazifikluft in der Nase, das ist eine einzigartige Erfahrung für jeden Auto- und Reisefan und ein grandioser Abschluss für unsere Tour.

Vom Los Angeles International Airport (oder kurz einfach LAX) aus bringt uns die Lufthansa zurück nach München - diesmal sogar im Airbus A380-800. Im dicken Jumbo gelangen wir komfortabel und sicher wieder zurück nach Deutschland. Zurück bleibt eine epische Reise, die noch lange nachwirkt und sicher ein Leben lang in Erinnerung bleibt. Die Eindrucksdichte so eines Roadtrips ist einfach schwer zu matchen. Diese im Detail hier nachzuerzählen würde den Umfang dieses Artikel erheblich sprengen. Abhilfe kommt allerdings in Form unserer kleinen Videoserie, in der wir den Trip in Tagebuchform aufbereitet haben! Haltet euch bereit, im Januar geht es los. Bis dahin könnt ihr gerne noch mal den kleinen Trailer genießen ;).

Bunte Lichter, glückliche Gesichter - Zum Light Festival nach Amsterdam

Dank des netten Angebots von KLM, von Dresden aus direkt nach Amsterdam-Schiphol zu fliegen - und das für schmale 89 € inkl. Rückflug - ist die niederländische Hauptstadt in der selben Zeit zu erreichen wie etwa Berlin oder Prag, direkt nebenan, quasi ;). So sind wir Anfang Dezember auch dieses Jahr wieder aufgebrochen, um das Flair der Metropole an der Amstel zu genießen und ein paar Tage abzuschalten. Das machen wir im wunderschönen Viertel De Pijp, welches geradeso außerhalb des Zentrums liegt, sodass es nicht von Touristen überlaufen ist. Wir residieren im 6. Stock des NH-Hotels, im Panoramazimmer mit hervorragendem Blick auf die Altstadt, so muss das.

Das Programm ist dabei typisch. Zunächst widmen wir uns auch der Kulinarik. Die niederländische Küche ist zwar durchaus ambivalent zu bewerten, dennoch gibt es in Amsterdam - und gerade auch in De Pijp - ein sehr abwechslungsreiches Angebot an hochwertigen Restaurants. Wie kehren in eines unserer Stammlokale ein - das De Duvel - und genießen die gehoben-niederländische Küche! Auch die Burgerbar schräg gegenüber sticht positiv hervor - besonders mit ihrem genialen Wagyu-Burger - mmmhhhhhh. Darüber hinaus steht natürlich eine der größten Landesspezialitäten im Vordergrund: Der Käse. Wir besuchen die Verkostung bei Henri Willig und genießen diverse Käsesorten in Kombination mit - auch typisch niederländisch - diversen Alkoholika =).

Der eigentliche Grund für unsere kleine Reise allerdings war der Besuch des jährlich stattfindenden Light Festivals. Im Zuge dessen kreieren Künstler Skulpturen und Kunstwerke mit Licht, die dann kreuz und quer in der Innenstadt verteilt werden und zum Erkunden und Entdecken einladen. Das ist eine super Art, die Stadt kennenzulernen und gleichwohl etwas Kultur zu erleben. In unserem Fall war es natürlich auch eine Steilvorlage zum Fotografieren der außergewöhnlichen und einzigartigen Motive. Unser langes Wochenende an der Amstel haben wir abermals sehr genossen und es wird wohl nicht das letzte gewesen sein :).

Ambivalenter Südseespaß - Ein Wochenende im Tropical Islands

Der letzte Ausflug des Jahres ging zurück ins einsame Brandenburg, diesmal aber mit hübscherem Setting. Bei 3° Außentemperatur und grauem Dezemberwetter sind ein paar tropische Impressionen genau das Richtige. Wir besuchen über Nacht das Tropical Islands Resort. Das Konzept ist ja schon faszinierend. Ich habe die Halle bereits zweimal besucht - seinerzeit noch als Hangar für den geplanten Cargolifter und kurz nach der Eröffnung auch das Resort. In den letzten 15 Jahren hat sich da aber sehr viel getan, so dass ein neuerlicher Besuch in jedem Fall lohnenswert ist, um einen aktuellen Eindruck zu bekommen.

Bereits von der Autobahn aus sieht man das gigantische Bauwerk. Die größte freistehende Halle der Welt sieht schon von weitem riesig aus und wirkt mit ihren 107 Metern Höhe (!) immer noch größer, je mehr man sich ihr nähert. In der Halle selbst sind das ganze Jahr über 27° bei über 80 % Luftfeuchtigkeit - schon aufgrund des Volumens ein unglaublich energieaufwändiges Unterfangen. Dazu kommt, dass es so warm ist, dass man die Temperaturen im Zimmer, in dem man schlafen möchte, dann wieder mittels Klimaanalage runterregeln muss. Nachhaltigkeit sieht anders aus.

Der Park als solcher hingegen ist wirklich schön und liebevoll gemacht. Es gibt viele verschiedene Themenwelten, die alle sehr detailreich gestaltet sind. Dabei ist für alle Altersklassen etwas dabei. Sei es das Bällebad oder die Gerüstwelt für die ganz Kleinen, die Spielhallen für etwas größere Kinder oder auch der Rutschenturm für Kinder jeden Alters :D. Auch das riesige "Südseebecken" mit Sandstrand, die Außenanlage und der Regenwald mit echten Tropentieren wie Flamingos sind sehr sehenswert.

Überaschend gut war auch der Wellnessbereich, welcher in der Zimmerrate zwar inkludiert war, normalerweise aber aufpreispflichtig ist. Dieser besteht neben diversen Whirlpools vor allem aus sieben verschiedenen Themensaunen und -dampfbädern, die alle individuell gestaltet sind. Dafür, dass der Wellnessbereich im Tropical Islands nur ein Feature von vielen ist, ist er als solcher durchaus ernst zu nehmen. Zwiespältig betrachten kann man, dass im Wellnessbereich auch Kinder zugelassen sind. Klar können Whirlpool und Sauna auch den Kids Spaß machen, aber die zur Entspannung erforderlich Ruhe ist dann leider nicht immer gegeben.

Unterm Strich hatten wir zwar ein schönes Wochenende und der Aufenthalt war ein spannendes Erlebnis, aber die Eindrücke sind gespalten. Zwar kann man mit den Füßen im Sand und einem Cocktail in der Hand durchaus adäquat entspannen. Allerdings wird man schnell wieder auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt, wenn man die Blicke schweifen lässt und statt dem blauen Himmel die allgegenwärtige Stahlkonstruktion sieht, die einen umgibt. Auch ermöglicht der Park Leuten, für die ein Ausflug auf die Südhalbkugel im Winter nicht in Frage kommt, den Genuss von tropischen Temperaturen, das hat allerdings auch seinen Preis. Unter 150 € pro Person kommt man mit Übernachtung und Essen kaum davon. Ob es einem das wert ist, muss jeder selbst entscheiden, zumindest aber einen Besuch und die Bildung einer eigenen Meinung können wir sehr empfehlen!

Schön war's! - Fazit & Ausblick

Unterm Strich wird 2019 als sehr schönes Jahr in Erinnerung bleiben. Auftakt und Ausklang des Jahres waren davon bestimmt, sich die dunkle Jahreszeit mit Wellness und dem "Tropenausflug" zu versüßen. Auch die Planung und Durchführung der #OTRAllye2019 hat sich als spaßiges, erfolgreiches und lohnenswertes Projekt herausgestellt, welches uns in der ersten Jahreshälfte stark beschäftigt hat. Die Städtetrips nach Amsterdam und vor allem nach Prag haben das Bild in der "alten Welt" abgerundet.

Das Thema, das uns dieses Jahr aber durchgängig und am meisten begleitet hat, war der Amerika-Roadtrip. Sowohl die Planung, an der wir bereits große Freude hatten, als natürlich auch die vierwöchige Reise an sich sowie die Aufbereitung des Materials im Nachgang waren letztlich genug, um sich das ganze Jahr damit zu befassen. Die Erinnerung an dieses grandiose Abenteuer wird aber noch lange darüber hinaus währen. Der Aufenthalt in Kanada und Kalifornien war das bestimmende Thema des Jahres und hat primär dazu beigetragen, dass es in Reisehinsicht das beste Jahr seit langem war. Es wird uns daher als besonders schönes Jahr in Erinnerung bleiben, was gerade im Kontrast mit dem eher missglückten Vorjahr sehr gut tut.

Für 2020 gibt es noch keine konkreten Reisepläne, auch wenn es natürlich schon viele Ideen gibt - manche davon mehr oder weniger konkret. Vermutlich wird es aber wieder eher mehrere kleine bis mittlere Reisen geben anstelle einer großen. In jedem Fall freuen wir uns auf die Erfahrungen, die vor uns liegen und auf spannende neue Eindrücke in fremden Ländern.

Gleiches wünschen wir auch euch für das kommende Jahr! Einen guten Rutsch und ein gesundes, erfolgreiches und freudvolles neues Jahr mit vielen spannenden Zielen und Impressionen.

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