Roadtrips

Roadtrip: Im Land, wo Rentiermilch und Ahornsirup fließen – Oh Kanada …

von Robert 15. September 2019 0 Kommentare

Was lange währt, wird hoffentlich gut! – Aber warum Kanada?

Nachdem der Italien-Trip letztes Jahr leider ein großer Reinfall geworden ist, ist vieles offen geblieben. Nicht nur das Bedürfnis nach einem zünftigen Roadtrip selbst ist unerfüllt geblieben, sondern auch seitdem stetig weiter gewachsen. Auch die vielen Aspekte, die damit einhergehen – das Abenteuer, das Kennenlernen neuer Regionen und einfach auch das Urlaubs- und Reisefeeling – sind Dinge, die wir seit unserem letzten gelungenen Roadtrip, 2017 nach Korčula, zunehmend schmerzlich vermissen. So kann es nicht weitergehen.

Klar, dass bei diesen Voraussetzungen der einfache Trip in die Berge oder in den Süden dieses Jahr nicht reichen würde. Es war an der Zeit für etwas Ursprünglicheres, etwas Abenteuerlicheres, etwas … Großes! Optionen gibt es bekanntermaßen viele, allerdings fällt 2019 auch auf unseren “Alle 3 Jahre raus aus Europa”-Rhythmus. Schon für 2016 war eigentlich anstatt des ausgedehnten NYC-Aufenthaltes ein größerer Roadtrip durch Nordamerika angedacht, der damals leider nicht stattfinden konnte. Dieses Jahr sieht das anders aus … also bitte OMG Yes. Let’s do it.

Bereits rund 7 Monate nimmt uns die Reiseplanung in Anspruch. Wir haben Routen konzipiert, verworfen, neue ersonnen, verglichen und abgewogen. Klar war, dass die “unbekannteren” Regionen – d. h. in erster Linie die Ostküste – für uns interessant sind. Nach dem USA-Overkill beim letzten Aufenthalt in New York City war uns aber nicht allzu sehr nach quirligen US-amerikanischen Metropolen. Was bietet sich da mehr an, als im ruhigen Kanada zu starten? Das gigantische Land hat bereits im Rahmen des epischen Roadtrips 2013 für ein paar Tage unser Aufenthaltsort sein dürfen und hat schnell unser Herz gewonnen.

Meine Freundin hegt zudem bereits seit ihrer Kindheit den Wunsch, Prince Edward Island, ganz im Osten Kanadas, zu besuchen. Die dort befindliche Green Gables Farm ist der wichtigste Schauplatz der Romanserie “Anne of Green Gables” von Lucy Maud Montgomery. Da sich die Insel von Deutschland aus nur durch mehrtägige Anreise und die Kombination von Flügen und längeren Fahrstrecken erreichen lässt, macht sie das zu einem prädestinierten Ziel für einen Roadtrip, den man wohl nicht wieder vergisst. Genau das, wonach wir gesucht haben.

Von Toronto aus der Morgensonne entgegen … – Wie ist der Plan?

Was jetzt so lange herbeigesehnt, geplant und teils gebucht wurde, ist – wie so oft – deutlich schneller Realität geworden als gedacht. Bereits kommenden Mittwoch geht es für uns mit dem Lufthansa-Flug 494 von München aus auf direktem Wege nach Toronto. Dort übernehmen wir unseren Mietwagen, gemäß des Kontinents vorzugsweise mit Badge von Chrysler, Dodge oder Cadillac. Die kommenden Tage bleiben wir aber erstmal in Toronto, wo wir uns die Stadt anschauen und vor allem den Sommer genießen. Den Sommer? Ende September in Kanada? Man glaubt es nicht, aber tatsächlich: Toronto liegt auf ca. 43°44′ nördlicher Breite und damit etwa auf Höhe von Florenz! Aktuell sind rund 27°C … nehmen wir!

Von der Hauptstadt Ontarios aus arbeiten wir uns über eine noch genau zu definierende Route nach Osten vor. An Städten werden wir sicher in den “üblichen Verdächtigen” der Region vorbeischauen, wie etwa Montreal und Québec. Da die Landschaft Kanadas, besonders im Frühherbst, dem “Indian Summer”, als traumhaft schön beschrieben wird, wird sich aber auch ein signifikanter Teil des Trips in der Natur und kleineren Städten abspielen. Optionen recherchiert haben wir natürlich viele, fest vorgebucht allerdings die wenigsten. Wie es sich für einen Roadtrip gehört, lassen wir auf uns zukommen, was die Straße so bereithält und halten an, wo es uns gerade passt – denn dort ist es meist am schönsten, wie damals z. B. spontan am Lake Osoyoos.

An unserem “Hauptziel” Prince Edward Island ist nicht nur Green Gables zu besichtigen, sondern auch die Lobster Season zu genießen. Wer Meeresfrüchte liebt, wird in “Canadas Food Island” eventuell das Paradies finden … und wir sind große Seafood-Freunde :D. Weiter geht es dann entlang der Küste über Cape Breton Island in die Provinzhauptstadt von Nova Scotia – nach Halifax. Diese ca. 4.000 Kilometer durch die Provinzen Ontario, Quebéc, Prince Edward Island und Nova Scotia legen wir in reichlich zwei Wochen zurück und glauben, die Chancen stehen gut, dass wir hier einen guten Querschnitt über die Schönheit von Kanadas Osten gewinnen – sei es landschaftlich, kulinarisch oder auch ganz persönlich. Anfang Oktober steigen wir dann am Halifax International Airport wieder in den Flieger …

“My country ’tis of thee, sweet land of liberty” – Wo geht’s noch hin?

… allerdings bringt uns dieser noch nicht nach Hause :D. Wenn man einmal “in der Ecke” ist und den langen Interkontinentalflug auf sich genommen hat, wäre es doch schade, wenn man all die “unbegrenzten Möglichkeiten”, die Nordamerika noch so zu bieten hat, gänzlich links liegen ließe. Was genau für die dann kommenden noch mal knapp zwei Wochen geplant ist, wird noch nicht verraten.

Nur so viel: Wie uns 2013 Phantom Plan mit “California” auf dem Weg dorthin begleitet hat, so gab es auch ein anderes Lied, das quasi als Ende des musikalischen Rahmens des Westcoastroadtrips die Stimmung zum Abschied untermalt hat. Der Wehmut, der mit dem Ende der bis dato größten Reise meines Lebens und meinem ersten Mal in Amerika einherging, verbunden mit dem sicheren Wissen, dass man aber trotz all dem wieder nach Hause muss, wurde perfekt eingefangen von Sunrise Avenue mit “Hollywood Hills”. Die Zeilen …

“Bye bye, Hollywood Hills
I’m gonna miss you, where ever I go
I’m gonna come back to walk these streets again
Remember that we had fun together”

waren dabei für mich damals nicht nur ein frommer Wunsch, sondern ein Versprechen. Eines, das wir unmittelbar im Anschluss an den Kanada-Roadtrip einlösen werden. California, here we come! Dem Meer und den Stränden bleiben wir also treu – wir packen nur ein paar Palmen dazu und vielleicht nochmal ein paar Grad Celsius … ähhh Fahrenheit 😉 – ist es doch die letzte Chance für uns, noch einmal Sonne zu tanken, bevor wir Mitte Oktober wieder in den mitteleuropäischen Herbst eintauchen.

Bock auf ein paar Eindrücke? – Stay tuned!

Los geht es also für uns am Mittwoch, den 18.09. Wer unsere Eskapaden im Osten und Westen des nordamerikanischen Kontinents im Blick behalten und ein paar spannende Eindrücke vom Amerikaroadtrip 2019 genießen möchte, kann dies natürlich wie immer tun. Ein Live-Blogging wie 2013 gibt es dieses Jahr allerdings nicht, da (qualitativ hochwertige) Berichte von unterwegs leider zu viel Zeit in Anspruch nehmen, die wir vor Ort auskosten wollen. Auf dem Blog werden wir die Reise in ihren Highlights daher nach unserer Rückkehr ab Mitte Oktober aufbereiten. Außerdem wird es sicherlich das ein oder andere Gigabyte an Videomaterial geben :).

Währenddessen posten wir aber natürlich (möglichst tagesaktuell) Statusupdates und Bildmaterial auf unseren Social-Media-Kanälen. Kommentare, Fragen, Likes, Infos sind herzlich willkommen! Schaut rein auf:

Ansonsten sehen wir uns in ca. vier Wochen wieder im alten Europa. Bis dahin sind wir on the road … again. Endlich.

So long guys!

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