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After-Rallye Chillout im Radisson Blu Kopenhagen

von Robert 14. Mai 2014 0 Kommentare

So spannend unsere kleine Easter-Rallye auch war, so anstrengend war sie natürlich auch. Deswegen, und vor allem auch nach der gruseligen Nacht im Ibis Flensburg Handewitt, brauchten wir alle für den nächsten Tag ein bisschen Ruhe und Entspannung. Da ist natürlich Dänemark bestens geeignet und so haben wir uns mal auf den Weg nach Kopenhagen gemacht.

Dänen mit Dosensucht

Den ersten Kulturschock bekamen wir direkt noch im Scandinavian Park, dem Gewerbegebiet, wo sich auch das „Hotel“ befand. Da gab es ein Einkaufszentrum, wo wir uns noch mit ein wenig Proviant für die Tour nach Dänemark versorgen wollten. Allerdings waren wir wohl nicht die einzigen mit dem Gedanken und so wunderten wir uns über Heerscharen von Dänen, die tatsächlich palettenweise Getränkedosen aus dem Markt geholt haben.

Dementsprechend dicht war auch das Gedränge an der Kasse, wo uns die nette Kassiererin auf Nachfrage erklärte, dass die Dänen keinen Pfand bezahlen. Auf meine verdutzte Nachfrage, wie das denn funktioniere meinte sie, wenn Sie eine Erklärung unterschreiben, dass die Ware für den Export ist, muss sie nicht bepfandet werden. Wo ist denn da die europäische Anti-Diskriminierungsrichtlinie?

Kasse Scandinavian Park

Die andere Seite der Medaille ist, dass sich die dänische Regierung schon beschwert, das Land würde zumüllen … schauen wir uns das also mal aus der Nähe an :).

Auf nach Kopenhagen!

Auf unserem Weg die in Hauptstadt des dänischen Königreichs fiel uns als erstes die „Storebæltsbroen“ auf, oder zu deutsch die „Großer-Belt-Brücke“. Das 65m Höhe und knapp 7km lange Bauwerk verbindet die beiden Inseln Fyn und Sjælland.

Großer-Belt-Brücke

Allerdings wurde hier auch unsere erste Ausgabe in Dänemark fällig, denn die Brücke ist mautpflichtig. Mittels Kreditkarte entrichteten wir die 235 dänischen Kronen, umgerechnet etwa 32€.

Maut Großer-Belt-Brücke

Die ca. dreistündige Autofahrt haben wir im, zu viert doch erstaunlich geräumigen, A5 Sportback mit dänisch-gemütlichen 130km/h absolviert. Unser erstes Ziel war der Kopenhagener Flughafen, wo Team 2 sich ins Hilton eingemietet hatte.

Flughafen Kopenhagen

Für William und mich ging es weiter in die City, wo wir uns (allerdings in dem Punkt eher unwissentlich) für das größte Hotel in Dänemark entschieden haben – das Radisson Blu Kopenhagen City – von dem wir hier noch ein wenig berichten wollen.

„I wanna live right on top of the city“

Preislich lag das Radisson im gleichen Segment wie das Airport Hilton mit ca. 140€ die Nacht pro DZ inkl. Frühstück. Allerdings hatte es einen Stern weniger und damit „nur“ vier, bietet dafür aber eine zentrumsnahe Lage und einen bombastischen Blick auf die City und die dahintergelegene Ostsee und einen Stadtpark der zum Entspannen einlädt, ca. eine Gehminute entfernt :).

Radisson Blu Kopenhagen

Da es sich bei dem Hotel auch um das viertgrößte Gebäude in ganz Dänemark handelt, war es ziemlich einfach zu finden. Also mal am Haupteingang vorgefahren und die nette junge Dame an der Rezeption mit dem Check-In bemüht. Leider gab es ein paar Komplikationen mit der Übermittlung der Daten von Booking.com, aber nach einer Viertelstunde hatten wir dann alles was wir brauchten zusammen. So konnten wir unser Zimmer besichtigen, für das wir allerdings bei dieser Aussicht zunächst nicht wirklich Augen hatten:

Kopenhagen City Panorama

Das Zimmer

… ist an sich ist ok, wobei wir fairerweise sagen müssen, dass wir da für 4-Sterne Niveau schon hübscheres gesehen haben (wie z.B. zwei Nächte zuvor im Ramada München). Den Sternen wird es durchaus gerecht, aber in den nächsten 1-2 Jahren über eine Renovierung nachzudenken, kann nicht schaden.

Radisson Blu Kopenhagen Zimmer

Positiv fiel auf, dass der (kostenlose) WLAN Empfang sehr flächendeckend war. Es gab vor quasi jedem Zimmer einen Repeater. Einen Punkt Abzug gibt es das Entertainmentsystem. Ich musste doch tatsächlich erstmal den Fernseher hacken, um den Laptop vernünftig anschließen und konfigurieren zu können. Die Hotels möchten halt auch in Zeiten wo jedes Smartphone via WLAN und HDMI Adapter zum Mediacenter wird für 17€ ihre in-room Filme verkaufen.

Radisson Blu Kopenhagen Zimmer 2

Die Sanitäranlagen waren in Ordnung, aber ebenfalls bereits so ein klein wenig in die Jahre gekommen. Handtücher, Seife, Duschgel und Shampoo waren in ausreichender Menge und dem Haus angemessener Qualität vorhanden.

Gastronomie

Die Bar das Radisson liegt gleich in der großen Lobby, gegenüber von Haupteingang und Checkin-Schaltern. Am Abend haben wir nach 24 Uhr noch die Gelegenheit genutzt, um in exklusiver Atmosphäre auf William’s 25. Geburtstag anzustoßen, hoch die Gläser 🙂 !

Radisson Blue Kopenhagen Bar

Die zwei Bier waren allerdings mit umgerechnet 22€ nicht unbedingt ein Schnäppchen … nun gut. Sehr spannend war auch die Fahrstuhlfahrt nach dem Barbesuch, da die Fahrstühle im 26.-stöckigen Radisson sehr schnell beschleunigen.

Radisson Blu Kopenhagen Fahrstühle

Das Frühstück war solide, aber kein Highlight. Es erwartet einen das übliche 4-Sterne Hotelessen. Brötchen, Brot, Croissants, Butter, Marmelade, Aufstrich, Käseaufschnitt, Wurst, Schinken … in Dänemark natürlich auch Fisch :). Dazu Kaffee, Saft, Wasser, Milch, und zum Nachtisch diverse Quarkspeisen, Müsli oder Ähnliches. Wir sind gut gesättigt in den Tag gestartet.

Checkout und Fazit Radisson Blu

Der Checkout nach dem Frühstück verlief reibungslos. Der nette Rezeptionist hat uns freundlich gefragt, ob alles OK war, was wir bejahten. Er hat uns die Rechnung gegeben und gefragt, ob wir noch irgendwelche Informationen brauchen – genau so wünscht man sich das.

Insgesamt waren wir mit dem Radisson sehr zufrieden. Ein 4-Sterne Hotel genau am Rande des Zentrums einer Weltstadt mit einem atemberaubenden Blick und ausreichend Komfort, um den Stress der Vortrage abzuwerfen – das war der Plan und den hat es mit Bravour gemeistert. Das Preis/Leistungsverhältnis geht, wenn man Lage und Aussicht einbezieht, absolut in Ordnung. Wir würden wiederkommen!

Radisson Blu Kopenhagen GebäudeWas geht sonst in Kopenhagen?

Leider hatten wir Kopenhagen nicht sonderlich viel Zeit und wollten den nächsten Morgen auch Ausschlafen, was bitter nötig war. Daher haben wir den Abend und die Nacht noch ein wenig genutzt, um die City besser kennenzulernen. Was wir aber hatten war ja ein Grund zum Feiern. Da kam uns die fußläufig erreichbare Nähe zur „Freistadt Christiania“ gelegen. Dabei handelt es sich um eine staatlich geduldete autonome Kommune, ein eigener kleiner Staat quasi.

Christiania Schild

Das muss man sich ungefähr vorstellen wie ein Straßenfest in einem linksalternativen Szenekiez in einer Nord oder Ostdeutschen Großstadt, aber 365 Tage im Jahr. Diverse Bands, Stände und ein breites Publikum aus aller Welt laden zum Feiern ein. Wir hätten das gerne näher dokumentiert, aber eine der wenigen (streng durchgesetzten) Regeln lautet: nicht fotografieren!

Neben der kurzen, aber äußerst spaßigen, Reise ins „Ausland“ ist in Kopenhagen natürlich auch der Besuch der Innenstadt dringend zu empfehlen! Die vielen Kirchen, Hafenhäuser und Plätze erinnern vom Flair an eine Mischung aus Hamburg und Amsterdam. Wer was für hansegeprägtes Seefahrts und Seehandelsflair übrig hat, sollte Kopenhagen in jedem Fall mal einen Besuch abstatten!

Kopenhagen Innenstadt

Wir haben die benötigte Ablenkung, die verdiente Entspannung und die erhofften Eindrücke bekommen und freuen uns über einen gelungenen Aufenthalt. So haben wir Kopenhagen den Rücken gekehrt und die Rückreise über Hamburg und Berlin nach Dresden angetreten. Allerdings sind wir uns auch ziemlich sicher, dass das nicht unsere letzte Reise nach Kopenhagen gewesen sein wird :).

På gensyn!

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