Sommertour 2015Roadtrips

Tag 13: Das Finale in Bratislava

von Robert 6. Oktober 2015 1 Kommentar

Modern und sauber – der erste Eindruck …

Zugegeben, nach der langen Fahrt gestern haben wir den Tag ohne Checkout genutzt, um mal wieder richtig auszuschlafen und zu entspannen. Auch das Bloggen sollte natürlich nicht zu kurz kommen, daher haben wir erst am späten Nachmittag unser Zimmer im Hotel Loft verlassen. Für einen kleinen Rundgang durch die Stadt hat es dennoch gereicht und man muss sagen, Bratislava präsentiert sich ziemlich gut. Dies beginnt schon bei unserem Hotel, das super gelegen und angebunden ist (gerade so außerhalb der Altstadt), dennoch schick eingerichtet, modern und mit ~70€ / Nacht für uns außerdem recht preisgünstig für 4 Sterne – ganz nach unserem Geschmack.

Die Lage könnte auch insofern kaum besser sein, als dass das Hotel zwischen der erzbischöflichen Sommerresidenz und dem sehr ansehnlichen Präsidentenpalast, dem Palais Grassalkovich, liegt – der optimale Ausgangspunkt für unsere kleine Erkundungstour.

Präsidentenpalat Palais Grassalkovich in Bratislava

Auch die Umgebung außerhalb der Altstadt macht einen schicken und modernen Eindruck und damit einen wesentlich besseren, als es bei anderen osteuropäischen Großstädten, etwa Prag, der Fall ist. Man spürt hier deutlich, dass sich die Slowakei nach Aufspaltung der Tschechoslowakei Ende 1992 deutlich besser entwickelt hat als die tschechischen Nachbarn.

Stefanikova Bratislava

Groß und deftig – das Essen

Was gleich auffällt, wenn man sich ein bisschen in der Stadt bewegt, sind die vielen kleinen Restaurants, von denen einige eigene Brauereien haben. „Craft Beer“ ist gerade schwer im Trend, Bratislava macht da nicht nur keine Ausnahme, sondern scheint Vorreiter zu sein. Selbst unser Hotel braut Hausbier.

Brauerei im Hotel Loft Bratislava

Für gleichermaßen gutes Essen empfiehlt Tripadvisor in der näheren Umgebung vom „Loft“ die „Bratislavsky mestiansky pivovar“ – eine Brauerei mit Gaststube, deren slowakische Hausmannskost universell gelobt wird.

Bratislavsky mestiansky pivovar

Wir kehren ein und bestellen zunächst zwei hauseigene Schwarzbier – sehr lecker. Die Auswahl an regionalen und hauseigenen Bieren, sowie diversen Schnäpsen und Likören ist exquisit. Zusammen mit der urigen Einrichtung kommt die richtige Pub-Atmosphäre auf.

Bar Bratislavsky mestiansky pivovar

Da wir in der Nacht zuvor kaum Möglichkeiten hatten, unseren Hunger zu stillen, war dieser entsprechend groß. Also musste zunächst eine Vorspeise her, in meinem Fall Schafskäsecrème mit Zwiebelbrot. Da aus meiner Sicht quasi jedes Essen Käse haben sollte, war das schon mal ein super Start.

Sheep Cheese Spread

Als Hauptgericht gab es, passend zur Region, Biergulasch mit Knödeln. Das Fleisch war gut gewürzt und hatte ein leckeres Schwarzbieraroma. Es zerfiel quasi im Mund. Die Knödel dazu waren luftig und schmackhaft. Das einzige Problem war, dass die Portionsgröße so riesig war, dass die Vorspeise sich direkt gerächt hat und es kaum zu schaffen war. Nach dem Gourmet Food am Vortag tat die deftige, slowakische Küche richtig gut – auch wenn sie in einem stundenlangen Gulaschkoma endete :D.

Biergulasch mit Knödeln in der Slowakei

Zum Abschluss gab es noch einen Palinka-Schnapps und natürlich die Rechnung. Mit 35€ für alles war es zwar nicht gaaanz so günstig wie in Bosnien, aber das Preis-Leistungsverhältnis bewegt sich hier trotzdem in abartig guten Regionen.

Historisch und gepflegt – die Altstadt

Nach dem Essen war ein Verdauungsspaziergang dringend geboten. Wir begeben uns, inzwischen nach Einbruch der Dunkelheit, in die Altstadt – dem zweifelsohne sehenswertesten Teil der Stadt.

Altstadt von Bratislava

Gerade im Dunkeln sind viele der historischen Gebäude sehr pittoresk – und fotogen – in Szene gesetzt. Die Altstadt lädt folglich auch nachts zu einem Bummel und zum Verweilen ein. Das tun auch die zahlreichen Pubs, Bars und Restaurants aus jedweder kulinarischen Richtung.

Was außerdem ins Auge fälllt, sind die niedlichen, kleinen Details, mit denen sich die Stadt schmückt. Seien es Gimmicks wie Statuen, die aus einem Gulli kriechen oder einfach ansehnliche Dekorationen bzw. Werbemaßnahmen für Geschäfte und Lokale – es gibt quasi überall etwas zu sehen – und zu knipsen.

Alles hat ein Ende …

Mit diesen spannenden Eindrücken aus dem jungen und wilden Bratislava endet nicht nur unser Aufenthalt in der Slowakei, sondern auch unser zweiwöchiger Südost-Europa Roadtrip. Den heutigen Tag werden wir ausschließlich mit der Rückreise ins heimatliche Sachsen verbringen. Wir haben gerade ein hervorragendes Hotelfrühstück im „Loft“ zu uns genommen und werden nach dem Packen auf die Bahn gehen.

Aber keine Sorge: Es wird zumindest noch einen abschließenden Post geben, der das Geschehen der letzten beiden Wochen noch mal ein wenig auswertet und zusammenfasst.

Wünscht uns eine gute Fahrt, die Route wird über Brno und Prag führen, wo ja die Straßenverhältnisse bekanntermaßen teilweise recht abenteuerlich sind. Bye bye, Bratislava – du bist eine tolle Stadt :).

Monopoli in Bratislava

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1 Kommentar

Birgit und Gerold 6. Oktober 2015 at 22:08

Und Du bist ein toller Kommentator, wir haben eure Reise fast miterlebt. Danke für die großartigen Eindrücke in Wort und Bild.

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