Rallye

#OTRARallye2016: Etappe 2 von Lausanne nach Monaco

von Robert 16. Juni 2016 0 Kommentare

Der Stand der Dinge …

Da waren wir also, in Lausanne, am wunderschönen Genfer See. Die Nacht war nach einem dürftigen und teuren Essen und einigen Bier bei allen, besonders bei den Orgas, kurz und um 10:30 Uhr war unser Treffen angesagt. Außerdem war an diesem Samstag der Himmel über der Schweiz ein Schauspiel an Grautönen und erste Tropfen kündigten eher Regen als Sonne an. Also schnell die Etappenvorstellung durchbringen und möglichst im Trockenen starten oder zumindest den Start vorbereiten. Doch zunächst stellte sich natürlich für alle die Frage: Wie ist die Lage? Vor den Teilnehmern liegt eine ca. 550km lange Etappe, die sowohl durch Berge und damit über Pässe führt, als auch auf montonen Autobahnetappen geradeaus und an der kurvigen Küste entlang. Die Etappe wird den Teams fahrerisch viel abverlangen – schon ohne Challenges.

Teambesprechung Tag 2 OTRARallye2016Apropos Challenges. Die Mottochallenge für den Tag lautet – passend zum Bergpanorama – „Hoch Hinaus“. Das Team, welches das Foto mit dem am höchsten gelegenen (m ü.N.n.) GPS-Tag einreicht, bekommt 10 Punkte. Punkte, die jedes der anderen Teams bitter benötigt, um den Vorsprung von Team Strohhut zu verringern. Viele Pässe sind gesperrt, aber lohnt es Zeit (und Sprit) zu investieren, um nach Alternativen zu suchen? Spannende Fragen für die anderen drei Teams, die mit 10, 8 und 7 Punkten alle etwa gleichauf liegen.

Vorbereitung & Start

Es ist also noch alles offen, insofern die Teams eines verhindern: Dass sich Strohhut wieder die Mottochallenge holt! Außerdem sollten natürlich fleißig Fotochallenges gesammelt werden. Die Ziehung hat ergeben, dass folgende Ziele angefahren werden können:

  • Der Turiner Dom in Turin, Italien (2 Punkte)
  • Die Brücke von Avignon, Frankreich (3 Punkte)
  • La Gendarmerie in St. Tropez, Frankreich (4 Punkte)
  • Das verlassene Dorf bei Monteu, Italien (5 Punkte)

Also für jeden Geschmack was dabei :). Die Zeit vor und nach einer Etappe wird allerdings auch gern genutzt, um auf andere Art und Weise Punkte zu verdienen … nämlich mit den Rallyechallenges, die über die komplette Rallye erfüllt werden können. Diese umfassen unter anderem „Kaufe ein kleines Geschenk für ein anderes Team“ oder „Kaufe ein kleines Souvenir für die Lieben zuhause“. Warum also nicht schon immer den Wettbewerbern einen Glücksbringer mit auf den Weg geben oder an die Familie denken 🙂 ? Das Rösti als Challenge für die lokale Küche wurde bereits am Abend vorher von einigen Teams „abgefrühstückt“.

Nachdem das geklärt war ziehen sich die Teams in ihre Autos zurück. Es gilt, die Ziehungsergebnisse auszuwerten, die Herausforderungen der Etappe zu beleuchten, die Lage der anderen Teams zu bewerten und schließlich die geeignete Strategie für den Tag zu erörtern und festzulegen. Hier mischt sich Vorfreude, Spannung, Planung und Spaß mit der Übermüdung von letzter Nacht … ja, die Rallyeatmosphäre ist spürbar :). Auch die Orgas bereiten sich auf die Abfahrt vor. Alles soweit wie möglich packen, nur die Kameras noch laufen lassen, nach dem Start so schnell wie möglich abbauen und hinterher. Optimalerweise sollte der TT ja als erster am Ziel sein, um den Zieleinlauf filmen und den Teilnehmern beiseitestehen zu können.

Nachdem die Taktik für den Start und die ersten Kilometer bei allen abgesteckt ist, folgt das übliche Ritual. Bordcomputer resetten, GPS-Track starten, Internet checken, Kameras starten. Während der letzten 5 Minuten vor dem Start kehrt sowas wie Ruhe ein. Jeder geht nochmal kurz in sich und wartet konzentriert auf die Startfreigabe. Und dann, (fast pünktlich) um 12:05 Uhr, wird die Etappe freigegeben. Gemäß der Verkehrsregeln und, nach einem erneuten freundlichen Hinweis der Orgas auch etwas gesitteter als am Vortag, rollen die vier Kontrahenten vom Parkplatz, Blick immer Richtung Mittelmeerküste.

Start Etappe 2 OTRARallye2016

Wer wird „King Of The Hill“ ? – Die Etappe

Die wichtigste Frage für alle Teams dürfte sein: Wie kommen wir möglichst weit nach oben? Das erste Drittel der Strecke führt durch die Alpen mit einigen der höchsten Erhebungen Europas. Hier wird sich also relativ schnell entscheiden, wer die Mottochallenge holt – auch wenn es die Teams erst am Ende der Etappe erfahren. Schade, dass die Teilnehmer kein Auge für das wunderschöne Bergpanorama vor dem blauen, sonnigen Himmel haben. Hier können ausnahmsweise die Orgas zumindest mal ein bisschen durchatmen und die Szenerie genießen.

Orgas im TT Cabrio in ItalienEin paar Meter weiter oben allerdings spielen sich wahre Dramen ab! Gleich drei Teams – nämlich Auto-Diva, Connie & Blyde und Strohhut – haben den St. Bernhard-Pass für den Rekordversuch gewählt – mit 2.469m über Normalnull eine gute Idee. In der Theorie zumindest. In der Praxis allerdings war der Pass gesperrt. Die beiden 4er waren mit Allradantrieb ausgerüstet.  Strohhut hat vorgelegt … ohne jedoch zu wissen, dass Maik und Maria im anderen 4er ihnen dicht auf den Fersen waren.

Tatsächlich hatten die Strohhüte auf dem Rückweg vom gesperrten Pass in Richtung Tunnel eine Begegnung mit dem Gran Coupé-Bruder, der nun ebenfalls wusste, wo die beiden ihren Rekordversuch unternommen hatten. Natürlich konnten Uwe & Thomas das nicht auf sich sitzen lassen und es folgte der erneute Aufstieg – soweit es eben ging. Doch bald gab es für die beiden 4er auch mit Allrad kein Weiterkommen mehr, denn eine meterhohe Schneewand versperrte die Straße.

Dann muss das Rennen halt zu Fuß fortgesetzt werden! Für die 10 wichtigen Punkte, die Strohhut auf keinen Fall erreichen darf, sind die anderen Teams bereit einiges auf sich zu nehmen – aber Strohhut ist es auch, denn zwei Mottochallenges zu gewinnen wäre eine erhebliche Bewegung in Richtung Vorentscheid. Die vier hetzen also den Berg hinauf – teilweise in Sandalen und kurzen Hosen, immer weiter dem Gipfel entgegen. Zum Glück verlieren die beiden Teams im Eifer des Gefechts die Vernunft nicht vollends und erkennen, dass sie für alpine Schneewanderungen alles andere als angemessen ausgerüstet sind. Folglich wird die sehr faire, und vor allem aus Orga-Sicht begrüßenswerte, Vereinbarung getroffen, die Punkte zu teilen anstatt sich eventuell noch in Gefahr zu bringen, sehr schön!

Team Strohhut und Connie & Blyde auf dem verschneiten St. Bernhard PassNa da dürfte das ja geklärt sein … für jeden 5 Punkte, oder? Ha! Was die vier Bergsteiger nicht wissen: Keine 25 km westlich vom St. Bernhard-Pass ist das Team Dolce Vita auf dem Weg zum Mt. Blanc und zwar in einer Manier, die ihrem Namen gerecht wird: gemütlich mit der Gondel! Das Blöde für Maik, Maria, Uwe und Thomas: Die Auffahrt mit der Gondel auf den höchsten Berg Europa verspricht nicht nur den Gewinn der Mottochallenge, die Verringerung des Rückstands auf Strohhut und damit sehr reelle Chancen auf den Gesamtsieg – nein, sie ist auch die deutlich bequemere Variante, als bei Minusgraden durch meterhohen Schnee zu stapfen, was also letztlich völlig umsonst war :D. Trotz eines kleinen Schneesturms sind die Kollegen von Dolce Vita mit 3771 Höhenmetern überdeutlich (nämlich mit ca. 1400 m Vorsprung) die Gewinner der Mottochallenge und werden für ihre Kreativität und ihren Mut mit 10 Punkten belohnt.

Daniel auf dem Mt. Blanc

Allerdings weiß das zu dem Zeitpunkt noch keiner – nicht einmal die Orgas – denn die Werte für die Mottochallenge werden erst mit dem Abschließen der Etappe im RMS (also mit dem Auswerten aller vorhandenen Daten nach Eintreffen des letztens Teams) ermittelt. Bis auf Boris und Daniel, die wohl relativ sicher davon ausgehen können, die höchste Höhe über Normalnull erreicht zu haben, kann sich also noch keiner auf der Leistung ausruhen und es müssen weitere Challenges eingereicht und Punkte gesammelt werden. Das wissen auch die alten Rallyehasen von Team Strohhut, die den Turiner Dom zu ihrem nächsten Ziel auserkoren haben.

Allerdings herrschen auch hier erschwerte Bedingungen, denn in Teilen Italiens toben an diesem Samstag ziemliche Unwetter – so auch in Turin. Heftige Niederschläge in Form von Hagel sorgen dafür, dass die geringste Bewegung im Freien mit durchnässter Kleidung endet. Aber – und auch hier müssen Einsatz und Commitment gewürdigt werden – Uwe und Thomas haben die Challenge (im wahrstenn Sinne des Wortes) eiskalt durchgezogen und die beiden Punkte geholt – als einzige Fotopunkte an diesem Tag. Für die Orgas, die sich natürlich nicht am Höhenkampf beteiligt haben und somit schon einige Dutzend Kilometer vor den anderen Teams liegen, stellte sich das Wetter sehr gespalten dar. In Zielrichtung strahlend blauer Himmel und im Rückspiegel … der Großraum Turin :D.

Die restliche Etappe verläuft relativ ereignisarm. Weder die Gendarmerie von Louis de Funès in St. Tropez, noch die aus dem französischen Volkslied bekannte Brücke von Avignon oder das verlassene Dorf bei Monteu in Italien werden von den Teams angefahren. Stattdessen nehmen alle konsequent Kurs auf das Etappenziel – das Casino von Monte Carlo. Vorne in diesem Rennen liegt das Team Auto-Diva, das weder Foto-Challenges gemacht, noch sich groß am Rennen um die Höhenkrone beteiligt hat. Die Strategie scheint hier, ähnlich wie am Vortag, zu sein den ersten Platz zu belegen und darüber die Punkte zu machen. Außerdem schadet auch ein gewisser Vorsprung nicht, denn die Größe des CTS ist in den engen Gassen von Monaco natürlich schon ein gewisses Handicap. Hinzu kommt, dass zur Ankunftszeit von Team Auto-Diva und den Orgas (kurz nach 18 Uhr) aufgrund einer Veranstaltung (wir vermuten, dass es sich um den „Grand Prix Historique“ auf der bereits aufgebauten Rennstrecke für die Formel 1 zwei Wochen später handelt) die Zufahrt zum Casino nicht ohne weiteres möglich war.

Allerdings, denn so haben es die Orgas gemacht, die zur selben Zeit vor Ort waren, wäre es relativ problemlos möglich gewesen, das Auto in der Nähe im Parkhaus zu lassen und bis auf die nötigen 100 m Entfernung an das Casino heranzulaufen. Für Nicole und Bernhard war das leider wohl keine Option, so dass sie mit einer Entfernung von 261 m zum Ziel die Etappe eigentlich nicht abgeschlossen haben. Da sich sowohl Robert und William als auch die anderen Teams zu Fuß bzw. sogar mit Auto zum Casino vorgekämpft haben, konnte hier Auto-Diva der erste Platz natürlich fairerweise nicht gegeben werden. Theoretisch hätte die Etappe gar nicht gewertet werden dürfen, was aber auch wieder eine harte Strafe gewesen wäre. Daher wurde eine Zeitstrafe von 3 Stunden ausgesprochen um das Engagement der anderen Teams, die es sich nicht so einfach gemacht haben, zu würdigen ohne Nicole und Bernhard zu hart abzustrafen.

Nicht sehr viel später – gegen 18:40 – kamen Maik & Maria in Monaco an. Auch für die beiden war der Verkehr noch recht dicht und der Zugang zum Casino relativ schwierig. Aber immerhin haben sie sich zu Fuß auf den Weg gemacht und so gut es ging zum Casino vorgewagt. Folglich haben die beiden den ersten Platz nach Zeit geholt und damit auch wichtige Punkte im Wettkampf mit dem zu Etappenbeginn führenden Team Strohhut. Aprospos Strohhut … am St. Bernhard-Pass waren Uwe und Thomas ja mit Team Connie & Blyde noch gleichauf.

Allerdings scheint die Turin-Challenge erheblich Zeit gekostet zu haben, denn die Hüte treffen erst deutlich später (mit fast einer Stunde Verzögerung) am Casino ein. Dafür genießen sie aber auch den Luxus, einfach am Haupteingang vorfahren zu können, denn inzwischen sind die Sperren gelockert und der Verkehr hat sich gelöst. Noch deutlich später (gegen 20:40) erscheinen auch die letzten im Bunde – das Team Dolce Vita. Dass Boris und Daniel länger brauchen als der Rest, ist nach der Mt.-Blanc-Gondelaktion natürlich auch kein Wunder. Hat sich das gelohnt?

Die Auswertung

Genau dieser äußerst spannenden Frage werden wir uns gleich widmen. Aber zunächst werfen wir noch einmal einen Blick auf die Karte und damit die verschiedenen Routenverläufe an Tag 2 der #OTRARallye2016. Ähnlich wie an Tag 1 haben wir für euch die gewählten Strecken der einzelnen Teams in einer interaktiven Karte aufbereitet, und zwar mit folgendem Farbschlüssel:

  • Team Strohhut (blau)
  • Team Connie & Blyde (rot)
  • Team Dolce Vita (lila)
  • Team Auto-Diva (türkis)

Die Routen aller Teams sind hier im Prinzip recht pragmatisch. Es geht los Richtung Osten um den malerischen Genfer See mit Kurs auf die Alpen. Bei Martigny setzt sich Dolce Vita ab, um ihr kühnes Vorhaben durchzusetzen, den Mt. Blanc zu erklimmen! Nach diesem stoßen die beiden aber bei Villair-Amerique auch wieder auf die Route der anderen. Darüber hinaus traut sich nur Strohhut von der Navi-Strecke abzuweichen – nämlich für den Umweg nach Turin, der eigentlich sogar kürzer ist. Alles in allem eine recht pragmatische Wahl aller Teams – an Tag 2 werden also wenig Experimente gemacht.

Werfen wir aber nun mal den versprochenen Blick auf die Punkte. Hier gibt es auch keine riesigen Überraschungen. NATÜRLICH holt Dolce Vita an Tag 2 die Punkte für die Motto-Challenge „Hoch hinaus“. Trotz körperlicher Anstrengungen bei Strohhut und Connie & Blyde wäre es natürlich extrem schade, wenn die coole und gewagte Gondelaktion von Boris und Daniel nicht mit dem Mottosieg belohnt würde. Davon ab ist der Puffer an Höhenmetern wie gesagt auch mehr als groß genug, als das es hier was zu deuteln gäbe – „Hoch hinaus“ und damit auch der Tagessieg gehen klar an Dolce Vita. In Punkten sieht das Ganze dann wie folgt aus:

Fotochallenges Punkte Strohhut Auto-Diva Connie & Blyde Dolce Vita
Turiner Dom (Westseite), Turin 2 (erster) 2
Sur le pont d’Avignon, Avignon 3 (erster)
La Gendarmerie, Saint-Tropez 4 (erster)
Verlassenes Dorf Monteu 5 (erster)
Etappenchallenges Punkte Strohhut Auto-Diva Connie & Blyde Dolce Vita
Als erstes Team ankommen 3 (erster) 3
Als zweites Team ankommen 2 (erster) 2
Als drittes Team ankommen 1 (erster) 1
Als sparsamstes Team ankommen 3 (erster) 3
Als zweitsparsamstes Team ankommen 2 (erster) 2
Als drittsparsamstes Team ankommen 1 (erster) 1
Vor der Zielzeit ankommen 1 (alle)
Strafe bei Verspätung -1 (alle) -1 -3 -2
Höchste Durchschnittsgeschwindigkeit 1 (erster) 1
Höchste Höchstgeschwindigkeit 1 (erster) 1
Kürzeste Strecke 1 (erster) 1
Nicht tanken 2 (alle) 2 2 2 2
Motto: Hoch hinaus! 10 (erster) 10
Summe 6 1 8 14

Aha! Wir erinnern uns: Nach Etappe 1 und dem Gewinn der Mottochallenge „Need for Speed“ lag Strohhut mit 22 Punkten vorn, gefolgt von Dolce Vita mit 10 und Connie & Blyde mit 8 Punkten. Da Dolce Vita Etappe 2 deutlich für sich entschieden und 8 Punkte Vorsprung auf Uwe und Thomas rausgeholt hat, relativiert sich das Punktegefüge deutlich. Der Vorsprung von Team Strohhut ist also (ohne Berücksichtigung der Rallye-Challenges) auf gerade mal überschaubare 4 Punkte zusammengeschmolzen. Auch Connie & Blyde konnten den Abstand etwas verringern und sind keinesfalls abzuschreiben. Falls sie die Mottochallenge „Steady wins the race“ von Tag 3 holen sollten, haben die Beiden noch sehr reele Chancen auf den Gesamtsieg.

Wir haben hier also eine sehr spannende Entwicklung. Das vermeintlich sehr weiche Punktekissen der (noch) führenden Strohhüte fängt plötzlich an zu kratzen und die beiden Verfolgerteams sind hochmotiviert, den Abstand noch weiter schmelzen zu lassen und vielleicht sogar vorbeizuziehen. Letztlich ist noch alles offen und die Entscheidung über den Sieg der #OTRARallye2016 wird an Tag 3 fallen! Na wenn das mal kein spannender Verlauf ist :).

Mini-Chillout in Monaco

Zwei Tage Rallye gehen schon etwas an die Reserven. Bei allen acht Teilnehmern und den beiden Orgas machen sich inzwischen ein paar Ermüdungserscheinungen bemerkbar. Allerdings wäre es schade, in Monaco zu sein und nicht ein wenig den Glamour des Fürstenstaats zu genießen. Außerdem – und das ist wohl noch deutlich gravierender als der Chilloutgedanke – wirft die Formel 1, die zwei Wochen nach der Rallye hier stattindet, ihre Schatten voraus. In erster Linie ist natürlich ein Aspekt besonders interessant: Die Rennstrecke ist zwar bereits nahezu vollständig aufgebaut – aber noch für den Verkehr freigegeben! Das bedeutet im Klartext: Man hat die Chance, einmal mit dem eigenen Auto über eine offizielle Formel 1 Strecke zu fahren. Ja sorry, aber wie geil ist das denn?!? Natürlich machen Uwe & Thomas davon Gebrauch und sie sind nicht die einzigen. Alles was Rang, Namen oder zumindest ein halbwegs brauchbares Auto hat, drängt auf die Strecke. Es kann ihnen niemand verdenken :).

Team Orga hat sich unterdessen am Platz vor dem Casino an der prestigeträchtigen Avenue de Monte Carlo positioniert, um das glamouröse Treiben einzufangen. Im Vorfeld der Formel 1 ist hier an Autos wirklich ALLES vertreten, was man sich so vorstellen kann. Mit einem Ferrari Italia oder einem Bentley Continental gibt sich hier kaum jemand ab. Da muss es schon eine Spur exklusiver sein. Noch exklusiver? Wie soll das denn aussehen? Ja das ist relativ einfach zusammengefasst: Hier tummeln sich schlicht die besten und teuersten Autos der Welt.

Neben monatsaktuellen Neuerscheinungen und All-Time-Klassikern fällt vor allem die Crème de la Crème der Supersportwagen auf, an diesem Abend in erster Linie vertreten durch ein Trio, bestehend aus einem Bugatti Veyron, einem Koenigsegg Agera One und dem (meiner bescheidenen, persönlichen Meinung nach) derzeit besten Auto der Welt: dem Porsche 918 Spyder. Diese Granaten mal in freier Wildbahn erleben zu dürfen und das auch noch in dieser geballten Konzentration ist ein Eldorado für jeden Autofan. Wahnsinn! Allein dafür hat sich der Ausflug in den Stadtstaat gelohnt.

Was ist das für eine Stadt, in der eine Corvette ZR1 oder ein Rolls-Royce Phantom fast wie langweiliges Beiwerk wirken? Na wenn das nicht in den Rallye-Kontext passt wie die Faust auf’s Auge, dann wissen wir auch nicht. Ein krönender Abschluss für einen spannenden Tag! Allerdings ist mit dem Etappenende noch nicht für alle der Tag vorbei, denn dieser Abend bietet fast die letzte Gelegenheit, um auch die kleinen Rallye-Challenges zu erfüllen (und auch um noch ein wenig das Flair zu genießen). Zumindest für die Orgas geht es allerdings zum Hotel im nahegelegenen Nizza, denn die Auswertung der Teamleistungen steht ja noch an. Allerdings lassen es sich auch Robert und William nicht nehmen, wenigstens 1-2 Mal über die F1-Strecke zu rollen und am Casino vorbeizuprollieren, auch wenn das an sich sehr schöne, rote TT-Cabrio in dieser Masse an unglaublich übertrieben luxuriösen Fahrzeugen völlig untergeht. Aber hey: Scheiß drauf, was die anderen denken – für die Fahrzeuginsassen ist DAS ein Erlebnis, an das sie noch lange denken werden :).

Robert und William im TT Cabrio am Casino Monte Carlo

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