Sommertour 2013Roadtrips

Tag 14: Oh Kanada …

von Robert 25. September 2013 0 Kommentare

Gestartet haben wir Tag 14 in Vancouver, genauer in unserem, recht schicken, Hotel – dem Georgian Court, im Zentrum der Stadt.

Frühstück gab es dann, auf Empfehlung der Rezeption, im nahegelegenen Medina Café. Diese Empfehlung kannten anscheinend nicht nur wir. Als wir da ankamen war das Lokal voll und wir fanden uns zunächst auf der Warteliste wieder. Nach etwa einer viertel Stunde im Freien haben wir dann ein Plätzchen bekommen und erstmal in Ruhe gespeist. Uwe hat sich einen Burger bestellt, bei mir gab es einen leckeren Wrap u.a. mit Chorizo, Salat und anderen leckeren Sachen.

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Dabei fiel auf, das die Qualität der Speißen (wie von so ziemlich allen anderem auch) hier deutlich höher ist als in den USA … lecker wars, wenn auch mit 40$ für beide nicht ganz preisgünstig. Im Anschluss haben wir noch ein wenig die kanadische Großstadt beritten und uns einen Eindruck verschafft.

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Hier hat sich die Vermutung vom Vorabend bestätigt. Vancouver ist eine ansehnliche Stadt, sehr sauber und ordentlich, die Leute sind freundlich und hilfsbereit.

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Was darüber hinaus auffällt ist, das an jeder Straßenecke gebaut wird. Kanada ist eines der Länder, das die weltweite Krise am besten überstanden hat und darüber hinaus immer noch stark expandiert. Das betrifft sowohl private wie gewerbliche Gebäude als auch öffentliche Infrastruktur wie Straßen, Highways, öffentlicher Personenverkehr und anderes mehr. Die letzte Station war der „Stanley Park“ – ein kleines Naherholungsgebiet für die (hier nicht ganz so) gestressten Großstädter.

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Neben den parküblichen Features wie Grünflächen und Bepflanzungen hat man hier sehr guten Zugang zu einem der Strände der Stadt, der im Sommer, welchen wir allerdings hier etwas vermissten, zum abkühlen einlädt.

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Mit Vancouver im Rücken machten wir uns auf die schier unendlichen Weiten Kanadas zu erkunden. Vor einige Probleme hat uns zunächst eine Mautbrücke gestellt, über die man einfach so drüber fährt – ohne Häusschen oder Bezahlautomaten wie man es sonst kennt.

Einige Kilometer weiter war dann eine Tollstation wo man anhält und die 3$ (CAD) maut begleicht – etwas umständlich – aber man kann auch online oder telefonisch bezahlen, wenn man weiß wie. Eingerahmt von mächtigen Bergen ging es weiter entlang des Highways 3 Richtung Osten, mehr oder weniger parallel zur US-Grenze. Hier fällt auf … nun, das nichts weiter auffällt. Man ist wirklich mitten im Nichts und muss die Einsamkeit schon ein bisschen lieben. Es empfiehlt sich hier auch dringend mit einem vollen Tank loszufahren, da man u.U. schonmal 200km auf eine Tankstelle verzichten muss und eh hier einem jemand hilft können schon ein paar Stunden bis ggf. Tage vergehen.

Rast gemacht haben wir in der Kleinstadt Princeton, wo sich Fuchs und Hase gute Nacht sagen. Hier gibt es die Hauptstraße, ca. 3 Geschäfte, sehr wichtig eine Tanke und ein Fastfoodrestaurant und sonst … ähm. Ja, Wald, Berge, Flüsse – Kanada.

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Zum Glück konnten wir bei A&W Burger eine (sehr gute, da alles natürlich und ohne Geschmacksverstärker und vor allem ohne Chlorscheiß in den Drinks) Mahlzeit zu uns nehmen.

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Hier hat auch unser Mustang ein Wenig für Aufsehen gesorgt, denn ein Cabrio in den Bergen ist eher eine Seltenheit und dann auch noch aus dem weit entfernten Kalifornien, na sowas!

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Das fanden auch die waschechten Kanadier (Vollbart, Holzfällerklamotten … wie man sie sich so vorstellt) sehr spannend, die hier mit ihrem Oldtimer Club (oder sind die Autos gerade erst hier angekommen?) ein kleines Treffen veranstaltet haben:

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Vor Einbruch der Dunkelheit haben wir uns wieder auf den Weg gemacht und sind abermals zwischen Bergen und Tälern durch den Wald gefahren, diesmal etwas zivilisierter – uns ist ca. alle 30 km (die man hier zum Glück als Maßeinheit verwendet) ein Haus begegnet! Als Tagesziel wurde die relativ große, aber quasi unaussprechbare Ortschaft Osoyoos auserkoren, die wir dann gegen 8 erreicht haben. Glücklicherweise reiht sich hier ein Hotel nach dem anderen und es gab ein deutliches Zeichen der Zivilisation – ein McDonalds!

Auf der Suche nach einer Schlafgelegenheit haben wir als erstes das Best Western angesteuert, welches allerdings ausgebucht war. Da wir uns unweit der US-Grenze befinden haben wir mit unseren AT&T-Prepaidkarten etwas Netz gehabt und so bei TripAdvisor das „Sandy Beach Motel“ gefunden. Es handelt sich um eine liebevoll gepflegte Appartmentanlage an einem malerischen See. Für den Schlafplatz für eine Nacht fast etwas overpowered, aber wir wollten auch nicht großartig länger suchen. Den Zimmerpreis haben wir im „Good Cop / Bad Cop“-Style 20C$ runtergehandelt und waren mit unserer Wahl dann auch recht zufrieden :).

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Auch sehr schön – und ausschlaggebend für den Preisnachlass – ist, dass wir jeder unser eigenes Zimmer haben. Aufgrund der stark ausgebuchten Lage im Ort war es wohl das letzte verfügbare Zimmer im Sandy Beach und wir „mussten“ es nehmen, auch wenn es eigentlich etwas groß ist und damit nicht ganz so gut geeignet … aber die Anmietung war dem Eigentümer lieber als uns weiterziehen zu lassen (und damit das Zimmer für diese Nacht leer) und so war man sich dann relativ schnell handelseinig.

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