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Review: Mandarin Oriental Las Vegas

von Uwe 6. Oktober 2013 1 Kommentar

Las Vegas, Baby!
Von unserem mittlerweile sehr geschätzten Berliner Reisebüro cubetravel empfohlen, buchten wir auch für Las Vegas das Mandarin Oriental. Und es sollte unsere Meinung zur Mandarin Oriental-Kette wesentlich verbessern!

Die Lage
Das Mandarin Oriental Las Vegas befindet sich in bester Lage. Zu finden ist es zwischen dem Bellagio und dem MGM Grand, auf der westlichen Seite des Strips.

Der Empfang
Ganz im Gegensatz zu anderen, am Strip liegenden Hotels setzt das Mandarin Oriental auf Zurückhaltung und Exklusivität. Man erreicht den Innenhof des Hotels bequem durch eine Unterführung. Hier verschwindet man hinter einem Bambus-Sichtschutz und wird sofort gebührend vom Valet empfangen. In unserem Fall sprach dieser sogar ein paar Worte deutsch. 🙂20131001_234019_LLSIMG_2975IMG_2976Wieder im Wissen entspannt einchecken zu können, ließen wir unser Auto ohne einen Blick über die Schulter zurück. Hier kann man sich gewiss sein.

Zuerst ging es für uns in die Lobby, die sich hier im 23. Stockwerk des Gebäudes befindet (im Bild leuchtend eingerahmt) und einen wundervollen Ausblick auf den Strip bietet.20131001_003505Aufgrund mangelnder Verfügbarkeit, hatten wir bei Buchung ein kleines Problem mit unserer Zimmerkategorie. Statt eines „Strip View Room“ buchten wir den günstigeren „Cityscape Room“. Auf die Nachfrage hin, ob nicht doch einer der begehrteren Räume zur Verfügung stehen würde, hieß es nur: „I am fully commited.“. Man codierte nach kurzer Suche die (sehr ansehnlichen) Schlüsselkarten um und fragte, was man denn noch für uns tun kann. Danke, wir sind glücklich!IMG_2990Daraufhin brachte man uns zum Fahrstuhl. Aber nicht zu den Fahrstühlen, die wir benutzt hatten, um zur Lobby zu gelangen. Es gibt im Haus acht Fahrstuhlschächte. Drei sind für den Transfer vom Erdgeschoss ins 23. Stockwerk (Lobby, Bar) und fünf führen vom obersten Stockwerk des Hotels wieder runter in die Zimmeretagen. Das alles, um noch ein wenig exklusiver und diskreter zu sein.IMG_297720131001_004009

Das Zimmer
Für uns war der zweite Fahrstuhlaufenthalt von kurzer Dauer. Wir fanden unser Zimmer im 19. Stock des Gebäudes vor (die Kategorie „Strip View Room“ verteilt sich zwischen dem neuenten und 22. Stockwerk).20131002_015549Unsere Klingel ist im Bild als transparenter Kreisring zu sehen. Je nach „Status“ ändert sich die Farbe des Kreisringes. Zur Verfügung stehen außer transparent noch rot und grün. Unsere Zimmerkategorie ist 47qm „groß“ und für zwei Personen ausreichend. Immerhin fünf qm mehr als unsere Zimmerkategorie im Mandarin Oriental San Francisco. Im inneren des Zimmers kommt sofort ein positives Gefühl auf. Man fühlt sich wohl und möchte nicht wieder gehen. Nie wieder.20130930_224325

Gleich neben dem Eingang des Zimmers befindet sich der „Valet Closet“. Vorstellbar ist das ganze als Wandschrank, der auch vom Etagenflur aus erreichbar, jedoch abgeschlossen ist. Morgens findet man hier seine Zeitung, oder auch die über Nacht aufbereiteten Schuhe wieder. Ein „vor die Tür stellen“ der Schuhe entfällt somit.20130930_224425Das Badezimmer ist großzügig. Es beinhaltet zwei getrennte Waschbecken, jeweils per Glastür abgetrennte Toilete und Dusche und eine Badewanne.20130930_224333 20130930_224343 20130930_224352Der Spielgel hat zusätzlich die Funktion eines TV, eine Fernbedienung gibt es dafür ebenso. 20131001_200906

Was mir, wie auch im Mandarin Oriental San Francisco, fehlte, war die Fußbodenheizung. Schade, dass man in einem an Perfektion grenzenden Zimmer darauf verzichten muss.

Beide Vorhänge sind elektisch steuerbar. Sowohl über ein Bedienelement im Zimmer als auch über das zimmereigene Tablet. 20130930_224538

Wie im Bild ersichtlich wird, lässt sich darüber so ziemlich alles denkbare steuern. Jedes einzelne Licht, der Fernseher, das Radio und die Klimaanlage. Außerdem sind Serviceanfragen möglich und eine Weckfunktion hat es auch.20130930_224507

Sehr überrascht hat uns das „Technology Kit“, in welchem sich alle üblichen Kabel befinden. So ist es kein Problem Filme vom Notebook auf dem Fernseher zu schauen. Auch ein Stromadapter oder ein iPhone Kabel waren darin – ausgesprochen praktisch. Immer wieder wird dem Gast bewusst, dass hier an alles gedacht wird und keine Wünsche offen bleiben.

Auch der Ausblick aus dem Zimmer war sehr angenehm.20131001_124515

Als letztes zum Thema Zimmer möchte ich noch die Betten loben. Ich habe schon in vielen guten Betten schlafen dürfen, aber das war ein völlig neues Level. Die Kombination aus sehr dünner, weicher Unterlage und der ausgezeichneten Matratze darunter in Verbindung mit einer unglaublich flauschigen Decke – wow! Bis dato hatte ich noch nie so gut geschlafen.

Der Service
Eines vorweg: Wir haben es nicht geschafft an die Grenzen des Hotels zu stoßen. Wir konnten spüren wo der Service beginnt, aber nicht, wo er endet. Die meistgebräuchlichen Worte dem Kunden gegenüber waren „certainly“ und „absolutely“. Weder Robert, noch ich haben jemals ein ablehnendes Wort gehört – und wir haben einige schwierige Anfragen gestellt. 🙂

Begonnen hat der Service für uns mit dem kostenfreien Upgrade auf die ursprünglich gewünschte Zimmerkategorie. Fünf Minuten später kam das Gepäck trotz spontaner Änderung des Zimmers richtig an. Und mein Name wurde in dem Moment vom Valet richtig ausgesprochen. Wer meinen Namen kennt, weiß, dass das kein Zufallstreffer war – und schon gar nicht auf Englisch (fully commited!). Im Zuge der Gepäcklieferung wurden mir die eher untypischen Dinge des Zimmers gleich gut erklärt. Hierbei wurden die Funktionen des Tablets näher gebracht, sowie die Taste für den Valet Closet gezeigt.

Der nächste Morgen brach an – es war 12:45 Uhr lokaler Zeit. Wir hatten Hunger und fragten, ob wir noch Frühstück aufs Zimmer bekommen könnten (laut Karte bis 11:30 Uhr bestellbar): „Aber natürlich, ich versichere mich nur eben, ob wir noch alles dafür vorrätig haben.“
Schon 30 Minuten später wurde uns das Buffet im Zimmer aufgebaut. Auch hier driftete man in den Small-Talk ab. Schnell waren wieder 15 Minuten im Gespräch über Sehenswürdigkeiten und die Lebensweise in der Stadt vergangen. 20131001_142928 20131001_134136

Wir hatten das europäische Frühstück mit einer Gourmet-Käseauswahl bestellt und erlebten recht schnell neue Geschmacksdimensionen. Wie oftmals im Mandarin Oriental gilt: Der Preis ist intensiv, aber es lohnt sich!

Doch einen Fehler hat man sich beim Frühstück geleistet. Eine angeschimmelte Himbeere befand sich in meinem Obst! Ich reklamierte dies bei Abholung der Frühstückswagen und hatte kurz darauf einen Anruf des „Head of Indining“ auf dem Anrufbeantworter. Als Entschädigung bestand die Auswahl zwischen Frühstück für den Folgetag (zwei Personen), oder einer 60$ Gutschrift. Die Himbeere war also schnell vergessen. 🙂IMG_2960Nach der, meiner Meinung nach überaus schlechten, Copperfieldshow war uns schnell klar: Der letzte Abend in Vegas und der gesamten Reise muss begossen werden!
Was wäre ein besserer Ort als die hoteleigene Bar im 23. Stock?IMG_298220131001_234859_LLS

Es erwartete uns ein überaus angenehmes Ambiente und eine sehr zufriedenstellende Bedienung, gefolgt vom tollen Ausblick.

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IMG_2986Ich hatte zuvor die Cocktailkarte des MGM Grand getestet. Für nur marginal weniger Geld bekommt man dort ein entschieden schlechteres Produkt. Das Mandarin Oriental überzeugte mich davon, dass es auch in Las Vegas gute Cocktails gibt!

Was blieb danach? Schuhe aus, in den Valet Closet und sich selbst in das traumhafte Bett fallen lassen.

Am nächsten Morgen warteten im Valet Closet das Wallstreet Magazin und meine bearbeiteten Schuhe!IMG_2991Das Ergebnis? Makellos.

Fazit
Ich würde meinen nächsten Vegasbesuch nicht dem Zufall überlassen. Für mich ist die Wahl klar. Hierhin will ich zurück, hier will bleiben. Platz 1 bei Tripadvisor für Hotels in Las Vegas ist hochverdient.

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1 Kommentar

JH 18. Oktober 2013 at 17:58

Es freut mich sehr , dass es Ihnen im MO Oriental in LAS gefallen hat. Sollten jederzeit wieder Empfehlungen benötigt werden, so kontaktieren Sie uns bitte.

LG JH

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