Sommertour 2013Roadtrips

Tag 22: Rückreise

von Robert 5. Oktober 2013 0 Kommentare

Sooo … das wars dann also. Der letzte Morgen in den USA bescherrte uns einen prima Blick auf den Sonnenaufgang in der Wüste von Nevada. Der hat zwar nur bedingt für die gerade mal 3 Stunden Schlaf entschädigt, aber immerhin. Auf ein Frühstück im Manadrin haben wir aus Zeitgründen verzichtet, und dies später bei Jack In The Box nachgeholt und zügig das Pferd aus dem Stall holen und die Taschen satteln lassen … unser Aufenthalt im Mandarin Oriental in Las Vegas war atemberaubend, morgen folgt dazu nochmal ein extra Artikel.

Die letzte Tour sah vor die Wüste von Nevada wieder zu verlassen und zurück zum Ausgangspunkt – Los Angeles zu fahren. So haben wir dann bei zunehmend heißen Temperaturen auch selbige durchquert und sind recht zügig und mit ausreichend Puffer in LA eingeritten. Wenn man die kurze Interaktion mit dem Motorrad Highway Patrol Polizisten – der wohl mit meinen 80mph nicht so zufrieden war – nicht mitrechnet haben wir die gesamte Tour auch Problemlos überstanden, im Gegensatz zu Team Rieger, die sicher noch Post von irgend einem kalifornischen Bezirksgericht bekommen :p.

Der letzte offizielle Termin vor dem Flughafen war die Abgabe des Mietwagens, der uns, trotz deutsch-amerikanischer Erwartungsunterschiede im automobilen Sektor die vergangenen 3 Wochen treu begleitet und immer zuverlässig von A nach B gebracht hat. Da stand natürlich auch ein ausgiebiger Check an, dass wir nix vergessen hatten. Uwe und ich hatten bereits buchstäblich Hunderte von Mietwagen abgegeben aber in unserem verpeilten Zustand haben wir leider vergessen das Handschuhfach zu checken in dem sich noch eine Kamera und eine teurer Schal befanden … da stehen wir gerade noch mit Alamo in Verhandlung was damit passiert, sieht aber wohl nicht so gut aus für uns :(.


View Las Vegas – Los Angeles in a larger map

Mit dem Alamo-Bus sind wir dann zum Flughafen gefahren und haben mir erstmal ein feines Business Class Upgrade gekauft. Diese war erstaunlich unausgebucht. Dann ging es zur Sicherheitskontrolle wo man die Wahl hat sich in einen Nacktscanner zu stellen oder sich vor der TSA in nem extra Raum bis auf die Unterwäsche auszuziehen. Land of the Free! Wir haben uns für ersteres entschieden, immer mit der Frage im Hinterkopf in wievielen NSA-Datenbanken jetzt unsere nackten Körper zu finden sind und analysiert werden. HOME OF THE BRAVE!

Nach der Gepäckaufgabe und Secu haben wir uns dann auch erstmal noch in die Business Lounge zurückgezogen um der LAX-Hektik zu entfliehen. Diese war super und nochmal deutlich gehobener als die in Tegel.

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Neben Leder-Sitzecken und einer schönen Tafel zum Speißen gab es auch ein Businesscenter das zwar hochmodern, aber leider nicht ganz in meinem Sinne ausgerüstet war :p.

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Sehr lecker war das Essen! Es gab diverse Salate, warme und kalte Speißen wie Aufläufe, Nudeln, Fleisch und anderes mehr. Wenn man vom Mandarin und der Universal Studios VIP Tour absieht haben wir in den USA kaum besser gegessen.

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Zum Nachtisch gab es leckere, immer frisch gebackene Cookies und Rice Crispys oder auch Marshmallows :D.

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Für die Getränkeauswahl standen allerlei Kaltgetränke wie Cola (nicht gechlort!), frische O-Saft („OJ“), Wasser auch warme Sachen wie Kaffee, Cappucino, Tee etc. zur Verfügung und auch, zur Vorbereitung auf den 12-Stunden Flug, Bier (leider überwiegend amerikanisches) und auch Wein zur freien Verfügung – alles im Business Ticket inbegriffen.

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Wunderschön. Leider konnten wir nur etwa 20 Minuten dort verbringen, bevor der Lautsprecher mitteilte das unser Flug jetzt am boarden war. Wir freuten uns auf die Business Class, die wir hinzu ja als fantastisch kennengelernt hatten und das Beste was es in der Preisklasse derzeit so gibt. Uwe hatte vor unserer Reise abgeklärt dass wir auch einen Flug mit der neuen Businessclass bekommen – leider hat uns ein Defekt an der eigentlichen Maschine einen Strich durch die Rechnung gemacht und so mussten wir mit der alten Business Class vorlieb nehmen. Jetzt war uns auch klar warum nichtmal die Hälfte ausgebucht war.

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Diesen Umstand haben wir uns zu Nutze gemacht und um den mangelnden Komfort in der alten Business Class wieder aufzuwiegen widerstandslos jeder jeweils einfach einen zusätzlichen Sitz requiriert, so dass wir jeder einen ganzen Businessblock für uns hatten – da ging das schon :).

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So hatte man die Möglichkeit z.B. den einen Platz zum Filmschauen einzurichten und den anderen zum Chillen und Essen. Wir konnten beide nicht wirklich schlafen. Die Sitze lassen sich zwar bis auf 150° herunterklappen, allerdings sind diese dann nicht horizontal sondern stehen quasi schräg im Raum, so das man sich immer mit dem Fuß abstützen musste um nicht nach unten zu rutschen. Da ist die neue BC von AirBerlin doch deutlich entspannter und wir waren ein wenig sauer dass wir diese für die teuren Tickets nicht bekommen hatten :(.

20131003_094434Zum Zeitvertreib haben wir als erstes mal ein bisschen noch aus dem Fenster geschaut und einen guten alten Bekannten, die Wüste von Nevada, wiedergetroffen, die von Oben genau so beeindruckend und „verwüstet“ aussieht wie von unten :).

20131002_154046Neben rumsitzen, versuchen zu schlafen und Film schauen kann man auf einem 12-Stunden Flug nicht alszuviel machen außer … essen :). Folglich haben wir uns bemüht die Ticketkosten wieder reinzufressen und haben uns vom Serviceteam, das aus 4 Leuten für 11 Businesspassagiere bestand, verwöhnen lassen. Als Vorspeise haben wir uns Rinderfiletstreifen kredenzen lassen:

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Dazu gab es, das erste mal seit fast einem Monat (!) anständiges, leckeres, reingeheitsgebotsgetreues, DEUTSCHES Bier … ahhh, bisschen wie eine Erlösung :).

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Danach ging es zum Hauptgericht über. Ich habe zwischen den Nudeln und dem Teriyaki-Lachs geschwankt. Da die ersteren keinen Käse enthielten und auch im ganzen Flugzeug leider kein geriebener aufzutreiben war (wie kann man nur Nudeln ohne Käse servieren??) habe ich mich für den Lachs entschieden. Der Zitronen-Touch im Reis war nicht so meins, aber der eigentlische Fisch war sehr schmackhaft :).

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Bei Uwe gab es Lammrücken an Gemüße – seiner Aussage nach auch recht lecker. Bitte nicht über die Anrichtung wundern, uns ist erst nachdem wir mit essen angefangen hatten eingefallen, dass man auch Fotos machen könnte :-/.

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Ein paar Minuten später kam der Stewart schon wieder mit dem Nachtisch, Früchteplatte, Käseplatte … oder Beides … den wir aber erstmal aufgrund des Magenvorfüllstandes aus der Business Lounge zunächst keine weitere Nahrungsaufnahme wünschens- oder gar empfehlenswert war. Zum Zeitvertreib habe ich dann die Amerika-Ausgabe des OnBoard-Magazins von AirBerlin aufgeschlagen und was war das erste was ich gesehen habe?!

20131003_084443ZUHAUSE!! Da is mir ja direkt warm uns Herz geworden :). Selbst im fernen Amerika bzw. im noch ferneren Los Angeles – weist man auf die Schönheit meines Radebeuls hin, auch wenn es auf der anderen Seite der Welt liegt. Da hab ich mich gleich doppelt gefreut dorthin zurückzukommen :).

Nach einer halben Staffel Simpsons zum Zeitvertreib habe ich dann meinen Chillsitz zur Liegefläche umfunktioniert so gut es denn ging und versucht ein wenig zu schlafen. Die Musik im Ohr hat zwar die Turbinengeräusche ganz gut unterdrückt aber so richtig runterfahren konnte ich leider trotzdem nicht.

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Also hab ich mich mit dem OnBoard-Entertainment beschäftigt und hab mir den Film „The Internship“ (dt: Prakti.com) angeschaut, wo Vince Vaughn und Owen Wilson ihren Verkäuferjob verlieren und versuchen ohne die geringste technische Ahnung bei Google über ein Praktikum an eine Stelle dort zu kommen. War zwar eine einzige Schleich- (kann man schon gar nicht mehr sagen) Werbung für Google aber hat mich 2 Stunden lang ganz gut unterhalten. Dazu hab ich mir Käse zum snacken bestellt, mit Tomatensaft und immer schön Bier :).

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Die Crew, die natürlich auch eine 12 Stunden am Stück durcharbeitet, hat im Zweischicht-System gearbeitet und geschlafen. Dazu haben sie sich mit Vorhängen 2 Businesssitze abgedunkelt und abwechselnd da gepennt. Wir waren also nicht die Einzigen die sich über die schlechte Ausbuchungslage gefreut haben, wobei die Mitarbeiter von Airberlin, welche als Airline ohnehin angeschlagen ist, das sicher zwispältig sehen.

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Für Gesprächsstoff sorgte dann noch meine GoPro mit der ich den Sonnenaufgang über dem Atlantik gefilmt hab – man hat ja selten mal so eine grandiose Perspektive. Da die Stewards und -essen damit allerdings nicht so viel Anfangen konnten habe ich ein wenig die Technik und meine Intention erklärt, was in teilweise sehr interessanten Gesprächen mündete.

20131003_092907Ein bisschen Zeit habe ich mir auch noch genommen um den Ausblick zu genießen, insbesondere die aufgehende Sonne war sehr schön. Die Stewardess meinte sogar die Nordlichter wären zu sehen gewesen, leider habe ich das zu spät mitbekommen, dass wäre sicherlich auch beeindruckend gewesen.

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Etwa 2 Stunden vor Ende des Fluges, so gegen 8 MESZ, gab es dann sehr lecker Frühstück! Es bestand aus Variationen von Wurst, Käse, Marmelade, Butter, Gemüße, Obst, Brötchen und Croissants und was man so braucht zum Frühstücken. Dazu gab es einen Cappucino und bei mir ein Glas Baylies on the Rocks … oh yea.

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Damit neigte sich dann unser – in der Retrospektive trotz alter Ausstattung doch ganz ordentlicher – Business Class Flug dem Ende. Das letzte sehenswerte auf unserem Trip war ein schöner Draufblick auf Sylt:

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Ziemlich pünktlich sind wir dann wohlgenährt aber etwas unausgeschlafen 10:35 MESZ sanft in Tegel gelandet. Gemütlich haben wir den Flieger verlassen während die Stewardessen damit beschäftigt waren die über 200 Eco-Passagiere in Zaum zu halten bis wir von Board waren. Nach der Passkontrolle haben wir den letzten unserer Business-Vorteile in Anspruch genommen, die kleinen, aber sehr feinen orangen „PRIORITY“-Labels an unserem Gepäck, die dafür sorgen dass das Gepäck zu allererst ausgeladen und aufs Band verfachtet wird, denn Zeit ist ja schließlich Geld – bzw. hier umgedreht.

Ein paar Sorgen haben wir uns dann noch um die Einreisemodalitäten in Punkto Zoll gemacht, da wir ja mit 3 iPhones und einem Galaxy gekauft hatten und also zusätzlich zu unseren bereits 3 Handys, 3 GoPros, 2 Laptops und einem Tablett „etwas“ (*hust*) über der Zollfreigrenze lagen, aber von Bundespolizei oder Zoll hat sich keiner blicken lassen (vielleicht haben die erst aufs Eco-Gepäck gewartet?) und der gelangweilte Security-Mann hat keine anstalten gemacht uns aufzuhalten.

Einen schönen Überraschungsbesuch hat mir ob des Feiertags in Deutschland mein Schwesterchen bereitet und mich liebreizenderweise am Flughafen empfangen – vielen Dank Lisa :). Nach einem kurzen Plausch und hat dann auch schon unser Chaffeur und unsere weise BMW-Limousine gewartet um uns auf einer deutschen Autobahn schön mit 250, wie es sich hier gehört, gen Dresden zu katapultieren. Ahhh lange ungeahnte Geschwindigkeiten für uns Mustang- und 75mph-geschädigte :p.

Ergo: WIR SIND WIEDER DAAAAAA! Wir blicken zurück auf eine einmalige Reise voller neuer Eindrücke die dichter hätten kaum sein können, eine Tolle Zeit in Nordamerika, spannende Erlebnisse und unvergessliche Erinnerungen. Ein ausgiebiges Fazit, sowie weiteres Foto- und ggf. Videomaterial folgt in den kommenden Tagen, nachdem wir den Jetlag besiegt haben :).

An dieser Stelle trotzdem vielen Dank für die vielen Anregungen, das kontinuierliche Interesse und die Kommentare der treuen Leser. Da macht das Bloggen gleich nochmal soviel Spaß, wenn wir wissen wir schreiben es nicht nur für uns als Erinnerung!

Es bedanken sich Uwe & Robert, sowie ferner Thomas & Henry bei allen Lesern :).

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