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„Automesse hautnah“ ? – Eindrücke von der AMI 2014 (Teil 1/4)

von Robert 11. Juni 2014 0 Kommentare

Nach unserem Besuch auf der AMI präsentieren wir euch hier unsere erste kleine, mehrteilige Serie zur Messeberichterstattung. Die nächsten Artikel folgen bis Ende nächster Woche :). Viel Spaß!

Auf nach Leipzig

Als einzige große Automesse 2014, fand vom 31. Mai bis 8. Juni die Automobil International, oder kurz AMI, statt. Unter dem Motto „Automesse hautnah“ werden in Leipzig Neuheiten bei PKWs, gewerblichen Fahrzeugen und Zubehör präsentiert. Außerdem wirbt die AMI „hautnah“ mit einem umfangreichen Probefahrtprogramm.

Fast alle großen Marken präsentieren hier aktuelle Modelle und Neuheiten. Dieses Jahr steht mehr denn je bei den Meisten das Spritsparen und die Elektromobilität im Vordergrund.

Wir haben uns das ganze am Pfingstsamstag, seit 4 Jahren mal wieder, genauer angeschaut. Nach der Ankunft auf dem Parkplatz und dem Entrichten der 6€ Parkgebühr, sah der Plan vor, möglichst schnell erst einmal Probefahrttermine zu vereinabren und sich dann in Ruhe die Messe anzuschauen.

Elektromobilität

Das allgemeine Messegetümmel hielt sich zum Glück, vermutlich aufgrund der Hitze, in Grenzen. Es waren zwar viele Leute dort aber es war nicht unglaublich überfüllt. Na dann legen wir mal los :).

Opel – ein bisschen weniger mäh

Deutschland parkt um im Kopf … zumindest wenn es von den Marketingexperten von Opel geht. Man ist nicht mehr so sch…lecht wie früher will man der Masse weiß machen. Nun, schauen wir uns den Adam mal an – mehrfach ausgezeichnet.

In der Tat wirkt der Adam deutlich jugendlicher, moderner und spritziger als das was man sonst aus Rüsselsheim so präsentiert bekommt. Es wird sicher nicht mein Auto, aber für Opel-Verhältnisse und einen Kleinwagen optisch recht gelungen.

Opel Adam Heck

Auch das Interieur wirkt durchaus wertiger als der sonstige Opelstandard, wobei es sich hier vermutlich auch, messewirksam, um die höchste Ausstattungslinie gehandelt hat. Dennoch hinterlässt der Zwerk schon den Eindruck dass man sich bemüht, wenn auch langsam, die richtige Richtung einzuschlagen. Weiter so!

Opel Adam Interieur

Subaru – sportlich, sportlich

Bei den Japanern setzt man voll auf die Rallye-Erfolge des Konzerns. Die teilweise legendären Geländemonster dominieren das Bild des Messestandes. Neben dem normalen Imprezza wurde vor allem auch die Straßenversion des Rallyeflitzers – der WRX STi – passend in Szene gesetzt.

Subaru WRX STi

Der Bolide wartet mit 300 PS aus einem Subaru-typischen 4-Zylinder Boxermotor und Allradantrieb auf – in Kombination mit einer 6-Gang Handschaltung. Na wenn sich das nicht äußerst spaßig anhört weiß ich auch nicht :D.

Subaru WRX STi Grill

Aber auch die tatsächlichen Rallyeautos kamen nicht zu kurz und wurden präsentiert, wenn auch für die Messebesucher, verständlicherweise, nur von außen. Subaru hat leider dieses Jahr keine Probefahrten angeboten.

Subaru Rallye

Nissan – zwischen Elektroflitzer und Supersportler

Die Tüftler aus Fernost empfangen einem am Messestand mit der Legende des asiatischen Automobilbaus schlechthin – dem GT-R. Unter Kennern beliebt und von Gegnern gefürchtet steht er für die Serienspitze der Japaner – und für ein hervorragendes Preis/Leistungsverhältnis.

Nissan GT-R

Die 550PS aus einem 3.8L V6 mit einem der besten Allradsysteme am Markt machen den Supersportler zum Porscheschreck. Für etwa 95.000 € bekommt man ein Auto das 3,5 Sekunden auf 100 barucht und 312 km/h Spitze fährt – das Niveau eines Mercedes SLR oder Audi R8.

Nissan GT-R Heck

Aber Nissan bietet auch äußerst vernünftige und solide Autos an und – für uns als erste Marke auf der Messe – probefahrten an, wenn auch wohl leider nicht mit dem GT-R ;). Also haben wir uns an der langen Schlange angestellt und nach ca. 20 Minuten das Angebot in Erfahrung gebracht – nur Elektrofahrzeuge.

Probefahrt #1 – LEAF oder E-NV200

… das war hier die Frage. Da wir keinen Bock auf einen Bus hatten, haben wir uns für den rein elektrischen Cityflitzer Nissan Lead entschieden. Der Nissan ist durch und durch auf Spritsparen ausgelegt. Der 109PS E-Motor liefert ab dem Stand 280Nm und damit eine relativ angenehm-ruhige, gleichmäßige Leistungsentfaltung. Allerdings zieht einem der Kleine natürlich alles andere als die Wurst vom Brot …

IMG_1852

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 144 km/h sollte er der Autobahn lieber Fernbleiben mit 11,5s auf 100 sollte man von schnellen Landstraßenfahrten auch eher Abstand nehmen ;). Er ist mit wirklich nur für die Stadt brauchbar. Die maximale Reichweite beträgt 199km, danach muss er entweder an einer Ladestation oder über eine normale Steckdose. Umgerechnet auf Normalbenzin würde er etwa 2L Verbrauchen.

IMG_1856

BMW – Modelloffensive an allen Fronten

Auch bei den Münchnern wurde die Elektromobilität promotet – in erster Linie des gerade frisch auf den Markt gekommenen e-Sportlers BMW i8. Auch hier zeichnet sich BMW dadurch aus, dass sie sich nicht ausschlieslich von Branchenkonventionen leiten lassen, sondern auch zeigen das Elektromotoren – gerade aufgrund des hohen Drehmoments – sich auch hervorragenden zur Leistungssteigerung eignen.

BMW i8

Der winzige 231 PS 1,5L 3-Zylinder Benziner wird von einem 130 PS Elektromotor unterstützt. Die Kraft überträgt ein Zweigang-Getriebe an das eigens für den Hybriden neu entwickeltes, intelligentes Allradsystem.

BMW i8 Front

Aber auch bei den herkömmlichen PKWs geht BMW neue Wege. Neben dem, wie wir finden sehr schicken 4er Gran Coupé, das sich quasi als Konkurenzprodukt zum Audi A5 Sportback am Markt etablieren möchte, gibt es vor allem erfreuliche und weniger erfreuliche Entwicklungen im Kleinwagensegment.

Zu den erfreuflichen zählt ganz klar der M235i. Mit dem etwas abgespeckten Nachfolgemodell des 3L Reihensechszylinder-Turbo aus dem Z4 35is geht das kleine Heckgetriebene Coupé sicher gut ab. 320PS auf der Hinterachse sind bei einem Auto dieser größe eine ernsthafte Ansage. Schade nur das BMW sich ein mechanisches Sperrdifferenzial für den „echten“ M2 aufheben wird.

BMW M235i

Zu den weniger erfreulichen Entwicklungen gehört der 2er Active Tourer. Das Exterieur erinnert an die letzte Generation der B-Klasse. Ob BMW tatsächlich in das Segment eines Golf Plus..ähhh „Sport Tourer“ einsteigen muss ist fraglich. Außerdem wird das erste mal in der jüngeren Firmengeschichte Frontantrieb verwendet!

BMW 218i Active Tourer

Ach und wo wir doch vorhin beim 4er waren … in dem Segment hat sich wiederrum auch erfreuliches getan. Der neue BMW M4 präsentiert sich, passend zum Wetter, oben ohne und tritt das schwere Erbe des BMW M3 Cabrio mit seinem legendären V8-Sauger an.

BMW M4

Mit einem 3L TwinTurbo-R6, der 431PS leistet und 550Nm Drehmoment an den Tag legt, beschleunigt der Freiluftflitzer in 4,1 Sekunden auf 100km/h und wahlweise weiter bis 280. Das hätten wir sehr gern getestet aber auch BMW hat leider keine Probefahrten angeboten.

BMW M4 Cabrio

Fortsetzung folgt …

Im nächsten Artikel beschäftigen wir uns dann mit Audi und VW … stay tuned :).

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