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Einfach nur wow! – Fazit zum Tag 1 der Easter Rallye 2015

von Robert 19. April 2015 0 Kommentare

Zunächst natürlich, zur Beruhigung der Lieben: es ist alles nahezu optimal verlaufen! Es gab weder Unfälle noch Probleme mit den lokalen Behörden oder gar schlimmeres – nichtmal einen Kratzer, was für die Bedingungen schon an eine Meisterleistung grenzt :). Alle Teilnehmer sind letzte Woche wohlbehalten zuhause angekommen.

Die Rallye an sich war schlicht und einfach ein fulminanter Erfolg! Organisatorisch ist sie nahezu optimal verlaufen. Das Konzept ist voll aufgegangen, die Teilnehmer waren enthusiastisch bei der Sache und alle gut drauf und es hätte insgesamt kaum spannender und spaßiger sein können! Doch eines nach dem anderen :).

Erste Challenge, früher als gedacht! – Die Anreise

Die erste Herausforderung für die Teams lag in der tat darin, den Großraum München überhaupt erst einmal unversehrt zu erreichen. Durch den heftigen und unerwarteten Schneesturm wurde die Fahrzeug- und Reifenplanung bei vielen in Frage gestellt. Auch auf der Autobahn hatten viele in der Tat auch mit aberwitzigen Bedingungen zu kämpfen. Schneeverwehungen, Blitzeis und Orkanböhen sind eine fiese Kombination.

Wohl dem, der mit Winterreifen oder günstigerweise sogar Allradantrieb unterwegs war! Glücklicherweise sind, wie gesagt, alle Teilnehmer wohlbehalten am Donnerstagabend in München eingetroffen, auch wenn es wegen der stellenweisen Notwendigkeit von Ortsgeschwindigkeit auf der Autobahn deutlich länger gedauert hat als zunächst gedacht.

Audi TT verschneit

Es wird ernst! – Teamvorstellung, Challengeziehung und Start

Zeitig war er angebrochen, der „Carfreitag“, an dem unsere Rallye startete. Und, vor allem, freundlich ist er angebrochen! Blauer Himmel und Sonnenschein, mit einigen wenigen Wolken – vom Schneesturm nichts mehr zu sehen. Die Wettergötter scheinen Rallyefreunde zu sein :).

Um 11:00 war also Treff, an der Allianzarena. Überpünktlich eingetroffen und als erstes vor Ort war das Team Gran Coupé – ein Omen für die kommenden Tage? Kurz darauf folgten Ultra und Strohhut. Team Bro-Power, das in der Theorie doch sehr auf Pünktlichkeit bedacht ist, traf deutlich nach der Zeit am Startpunkt ein.

Wie? Ultrahut? Bro-Was? Damit auch die Leute, die unser Osterevent nicht live auf Facebook verfolgt haben, wissen wovon wir reden, möchten wir die Teilnehmer nochmal kurz vorstellen:

Team Bro-Power im BMW 530d xDriveTeam Bro-Power (rot)

Namen: Thomas & Henry
Fahrzeug: BMW 530d Limousine xDrive mit Winterreifen
Motor: 3L R6 Diesel mit 258PS, 560Nm, 5,7L / 100km*
Antrieb: xDrive Allradantrieb
Getriebe: 8-Gang Automatik

Team GranCoupé im BMW 640d GranCoupéTeam GranCoupé (lila)

Namen: Franz & Marcel
Fahrzeug: BMW 640d GranCoupé mit Sommerreifen
Motor: 3L R6 Diesel mit 313PS, 630Nm, 5,4L / 100km*
Antrieb: Hinterradantrieb
Getriebe: 8-Gang Automatik

Team Strohhut im BMW 420dTeam Strohhut (gelb)

Namen: Uwe & Thomas
Fahrzeug: BMW 420d Coupé mit Sommerreifen
Motor: 2L R4 Diesel mit 184PS, 380Nm, 4,6L / 100km*
Antrieb: Hinterradantrieb
Getriebe: 8-Gang Automatik

Team Ultra im Audi TTTeam Ultra (blau)

Namen: William & Robert
Fahrzeug: Audi TT 2.0 TDI ultra mit Winterreifen
Motor: 2L R4 Diesel mit 184PS, 380Nm, 4,2L / 100km*
Antrieb: Vorderradantrieb
Getriebe: 6-Gang Handschaltung

*Bei den Verbräuchen handelt es sich zunächst um Werksangaben, unsere Werte folgen später :p.

Da waren sie also, die acht tapferen Recken. Es galt noch die Checklisten abzunehmen, die Autos vorzubereiten, das Startvideo zu drehen und das Kameraequipment in den Autos zu installieren sowie – nicht zuletzt – das Gruppenfoto zu schießen :).

Startaufstellung Easter Rallye 2015

Viel zu tun. Doch auch das Wichtigste stand sogar noch aus! Die Ziehung der Challenges. Wir erinnern uns: für jeden Tag werden aus einem Pool von je sechs Challenges drei gezogen, die es anzufahren und zu fotografieren geht – oder auch nicht, je nach Strategie.

Für den ersten Tag haben die Losfeen folgende Locations entschieden:

  • Bergiselschanze in Innsbruck (2 Punkte)
  • Museo Ferrari in Modena (2 Punkte)
  • Ortseingangsschild von Venedig (5 Punkte)

Damit hat das Los entschieden … die wenigen Minuten vor dem Start wurden von allen Teams für intensive, interne Strategiediskussionen genutzt. Kurz vor halb 1 am Carfreitagmittag ging es dann los – dank der Schranke der Allianzarena schön einer nach dem anderen – ganze ohne Hektik :).

Start Easter Rallye 2015

Von ersten Punkten und besseren Navis  – Tag 1

Am Start kam nicht mal der Hauch von Rennatmosphäre auf. Aufgrund des verzögerten Starts haben sich die Wettbewerber quasi sofort aus den Augen verloren. Doch die meisten Teams hatten dennoch mit dem dichten Verkehr rund um München zu kämpfen, allerdings am Osterwochenende kein Wunder.

Stau Easter Rallye 2015

Knapp 20 Minuten nach Start hatten die Teams GranCoupé, Strohhut und Ultra das Stadtgebiet verlassen, spannenderweise auf sehr unterschiedlichen Routen. Team BroPower hatte sich entschieden, die „günstigster Sprit“-Challenge mitzunehmen und in Deutschland zu tanken. Die Kosten dafür – etwa weitere 20 Minuten Rückstand.

Die Ziel ist klar: die österreichische „Autobahn“ Richtung Innsbruck. Ultra setzt kompromisslos auf die Autobahn zum Grenzübergang Kufstein. Dieser wird auch von GranCoupé angefahren, wenn auch über die Landstraße. Strohhut und BroPower haben sich entschieden, die Autobahn schon deutlich eher zu verlassen und über die B318 bzw. B13 am Achenpass die Grenze zur Alpenrepublik zu überqueren.

Karte bis nach Österreich

Am besten ist die Strategie – und auch die Vorbereitung – von Marcel und Franz im 6er aufgegangen. Während der Audi auf der gleichen Route wertvolle Minuten mit Beschaffung einer Vignette und einem kleinen Stau kurz nach München vergeudet hat, konnte der große BMW dank „Telepass“ genug Zeit für die erste Challenge herausfahren – und die Platzierung halten!

Team GranCoupé an der Bergiselschanze

Auch im TT wurde überlegt, die erste Challenge mitzunehmen, zum Glück kam der Post gerade noch rechtzeitig vor der Abfahrt! Aber das hieß auch, dass Ultra nicht weit hinten liegen konnte – und so war es auch. Unweit hinter Innsbruck kam es zur Begegnung mit dem 640d. Der kleine Audi hat sich auch so gleich die Führung geschnappt und über mehrere hundert Kilometer nicht mehr hergegeben :).

6er GranCoupé Easter Rallye 2015

Dies änderte sich erst in Modena. Hier lag der 6er inzwischen wieder knapp vorn, dicht gefolgt vom Audi TT. Team Strohhut lag zu dem Zeitpunkt (17:16 Uhr) ca. 18 km hinter Ultra. Einzige Chance für Ultra: möglichst schnell die Modena-Punkte holen und am besten die Platzierung halten. Im Nachhinein muss diese Entscheidung als extrem zwispältig betrachtet werden, da sie etwa 35 Minuten in Anspruch genommen hat – und die Chancen auf einen der ersten beiden Plätze.

Team Ultra am Museo Ferrari in Modena

Deutlich hinter GranCoupé und Strohhut haben sich die beiden wieder auf der Autobahn eingereiht, Team BroPower fast gleich auf. Der 6er konnte dank alternativen Routenwahl die Führung noch deutlich ausbauen. Auch Team BroPower hatte sich für eine alternative Route entschieden und war auf der Landstraße stellenweise vor Ultra. Sowohl der 5er als auch der 6er waren mit dem Navi Professional inklusive Echtzeit-Verkehrsdaten ausgestattet. In den Coupés hingegen musste man auf TMC und Google Maps zurückgreifen … und hatte dazu in einem unerklärlichen Stau auch eine reichliche halbe Stunde Zeit.

Karte Zieleinlauf nach Florenz

Da eine Störung der Hauptverkehrsader A1 alle Teams mehr oder weniger gleich betraf, hat sich an der Platzierung bis ins Ziel auch nichts mehr geändert. Es wurden sehr unterschiedliche Routen in die Stadt gewählt. GranCoupé über den schnellen Schleichweg, BroPower durch die Vororte, Ultra über die Schnellstraße. Letztere hat sich scheinbar (von Westen kommend) als effektivste Lösung für den wahnwitzigen Freitagabend-Verkehr in Florenz herausgestellt.

Florenz Rollerfahrer Easter Rallye 2015

An der Endplatzierung hat dies allerdings nichts mehr geändert, auch wenn Team Ultra nur etwa 10 Minuten nach Strohhut an der Kathedrale eingetroffen ist. Ganz vorn lagen natürlich, mit ganzen 40 Minuten (!) Vorsprung auf die Zweitplatzierten, Franz und Marcel im 6er. Eine beachtliche Leistung!

Vor den Punkten erstmal Pizza! – Chillout und Auswertung am ersten Tag

Für alle Beteiligten ging es kurz darauf zusammen Richtung Hotel und anschließend zur Auswertung ins Restaruant. Sehr interessant ist hier der Fakt, dass wir alle eine Strecke von um die 700km hinter uns hatten mehrfach unterschiedliche Routen gewählt haben und dennoch haben wir uns alle beim Check-In an der Hotelrezeption getroffen! Es war also keiner extrem abgeschlagen oder gar chancenlos – es spielte sich alles auf einem ähnlichen Niveau ab, genau wie erhofft!

Hotel Florenz Easter Rallye 2015

Dennoch drehte sich das Tischgespräch beim abendlichen Restaurantbesuch natürlich fast ausschließlich um die vergangenen Stunden. Die dominierende Frage: „Woran hat es gelegen?“ wurde ausgiebig diskutiert und erste Hochrechnungen konnten rasch aus den Gesichtern abgelesen werden.

Abendessen Florenz, Tag 1 Easter Rallye 2015

Bevor es für die Teams zur Nachtruhe ging, galt es noch so einige Rallye-Challenges neben der soeben abgehakten Pizza mit Parmaschinken zu erledigen.

  • Einem anderen Team ein kleines Geschenk kaufen und übergeben (1Punkt)
  • Eine Flasche italienischen Rotwein (7€+) als Souvenir für die Lieben (1Punkt)
  • Fotografiert eine Tänzerin an der Stange im Stripclub eurer Wahl (2 Punkte)

Da es am zweiten Abend kaum Zeit für Erledigungen gab (die Rallye endete mit dem Ankommen des letzten Teams am Zielort), wurden bereits am ersten Abend einige Anstrengungen unternommen, alle Challenges abzuschließen. Während die ersten beiden Punkte ohne weiteres Zutun schnell erledigt werden konnten, sorgte unser „Balls of steel award“ für einige Schweißperlen in den ratlosen Gesichtern aller Anwärter.

Kurzum: Das Angebot in dieser Dimension des Verkehrs war stark begrenzt. Internetrecherchen führten in ahnungslose Gebiete oder zu einfachen Sex-Shops. Auch die Ausnutzung Einheimischer als Informationsquelle von Team Strohhut verlief letztendlich nicht befriedigend. Der augenscheinlich gefundene Straßenstrich reichte für die Vergabe der Punkte nicht aus und so schaffte es kein Team, diese Challenge am ersten Abend abzuschließen.

Nachfolgend die Punkteverteilungen für die absolvierten Challenges an Tag 1:

Challenge Team BroPower Team
GranCoupé
Team
Strohhut
Team
Ultra
Platzierung 0 3 2 1
Vor 19 Uhr ankommen 0 0 0 0
Verspätung in volle Stunde nach 19 Uhr -1 0 -1 -1
Höchste Durchschnittsgeschwindigkeit 0
(78 km/h)
1
(97 km/h)
0
(89 km/h)
0
(88 km/h)
Höchste Höchstgeschwindigkeit 0 1 0 0
Geringster Durchschnittsverbrauch 0 (8.9L/100km) 0
(6.8L/100km)
0
(5.7L/100km)
1
(5.3L/100km)
Kürzeste Strecke 0
(682km)
0
(678km)
1
(644km)
0
(683.5km)
Nicht tanken 0 2 2 2
Bilderchallenges 0 2 (Bergiselschanze) 0 2
(MuseoFerrari)
Zwischenstand -1 9 4 5

Team GranCoupé startete also mit gutem Vorsprung in Tag 2. Die Strategie? Verteidigen! Und sie wussten, dass alle anderen Teams Berge versetzen werden. Wie sie das gemacht haben, seht ihr nächsten Sonntag hier auf dem Blog. Seid gespannt auf Tag 2 unserer Rallye!

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