Sommertour 2012Roadtrips

Vorbereitung: Einmal Harz und zurück

von Robert 27. August 2012 0 Kommentare

Das Wochenende haben wir relativ unbeschadet überstanden. Unser Ziel war ja 1-2 Tage Urlaub zu „simulieren“ indem wir mit einem Cabrio mit vollem Gepäck und der ganzen Technik (bis auf das S3 :() eine Reise machen, die ca. einem Tagestrip im Urlaub entspricht. Außerdem haben wir ein Ziel gesucht, dass vom Streckenprofil her gut auf die ersten Tage des Sommertrips passt, sprich viel Landstraße und ein bisschen durch die Berge. Los ging es gegen 14 Uhr dann also passend über unsere Lieblingslandstraße – die B6 – über Oschatz nach Leipzig.

Weiter ging es dann, natürlich nur über die Landstraße, in Mitteldeuschlands schönstes Gebirge – den Harz :). Neben der schönen Landschaft interessieren uns natürlich in erster Linie die 36 Doppelkurven der Kyffhäuserabfahrt. Die Abfahrt vom Kyffhäuser ist seit jeher, nicht ausschließlich aber natürlich vor allem, bei Motorradfahrern bekannt, legendär und auch berüchtigt. Die Streckenführung, die Lichtverhältnisse und das Wetter machen die Passage im Harz zu einer der schönsten und auch gleich anspruchsvollsten Strecken in Deutschland. Am Fuße des Berges liegt eine kleine kneipe mit dem Namen „Biker-Oase“ – und der ist Programm :D. Da ich vor einigen Jahren auf dem Bike schon intensiv Bekanntschaft mit der kurvigen Schönheit machen durfte habe ich mich umso mehr auf den Vergleich Auto vs. Motorrad gefreut.

Schon nach der ersten Runde war klar dass unser Auto – ein BMW Z4 – passt wie die Faust aufs Auge :D. Es handelt sich um die Spitzenmotorisierung – den sDrive 35is. Mit den 340PS und den 500Nm zaubert das gute Stück eine Beschleunigung von 4,8s auf 100km/h auf den Asphalt und ist damit sogar 3/10 schneller als das M3 Cabrio! Das eignet sich natürlich ausgezeichnet um aus den zahlreichen Kurven herauszubeschleunigen :). Viel mehr Spaß als mit diesem Auto auf dieser Strecke kann man fast nicht haben. Mit einem leckeren Rostbrätl im Bauch haben wir den Spaßfaktor dann voll ausgekostet und haben die Strecke 8 mal genossen. Nicht nur ich war sichtlich begeistert :D.

Um die Kultur dieses geschichtsträchtigen Ortes vor lauter Kurvenzirkelei nicht völlig untergehen zulassen haben wir noch einen kurzen Ausstecher zum Denkmal gemacht. Nicht zuletzt schläft ja auch der Kaiser Babarossa im Kyffhäuser. Getroffen haben wir ihn leider nicht, das mag aber auch daran gelegen haben das vom Denkmal gar nix zu sehen war, da es wegen Bauarbeiten komplett eingezäunt ist – sehr schade.

Da wir in den zahlreichen Kurven durch etliches Bremsen und Beschleunigen unsere letzten Spritreserven verheizt haben mussten wir natürlich vor der Rückreise ein wenig Tanken. Wir waren aber nicht die einzigen an der Tanke. Neben diversen Bikern, von an dem Tag keiner dem Z4 gewachsen war, haben wir auch bekanntschaft mit einem wunderschönen C63 AMG gemacht und auch mit diesem schönen Stück und zwei netten älteren Herrschaften, die sich (ähnlich wie wir) über einen gelungenen Samstagsausflug gefreut haben :).

Eine etwas andere Strecke ging es dann zurück, wieder über Leipzig und die B6, allerdings Diesmal im Dunkeln. Gegen 22:30 waren wir dann wieder wohlbehalten in Radebeul angekommen.


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Die Tour von ca. 600km bei unterschiedlichen Profilen (Stadt, Überland, Gebirge) hat uns viele wichtige Erkenntnisse für den Urlaub gebracht:

  1. Im Durchschnitt müssen wir mit einem Verbrauch von 13-15L rechnen.
  2. Kleiner dürfte unser Reisegefährt nicht sein, aber in den Z4 bekommt man wider Erwarten genügend Gepäck für 2 Wochen.
  3. Ebenso ist das Auto, trotz seiner sehr straffen Abstimmung, gerade noch komfortabel genug um mehrere Tage am Stück längere Strecken zu bewältigen.
  4. Es gibt derzeit kaum ein Auto, und wir sind etliche gefahren, das mehr Fahrdynamik bei kompakterer Größe so beeindruckend auf die Straße bringt. Aus Freude am Fahren.
  5. Unser Techniksetup hat wie geplant funktioniert und ist nach einigem Feintuning uneingeschränkt für unsere Zwecke nutzbar, notfalls auch ohne S3.

Unterm Strich war es wunderschöner Tag und man kann durchaus sagen das Experiment ist gelungen. Das Auto passt für die Sommertour. Die entgültige Entscheidung hängt, da es sich ja um eine lange Reise handelt und wir auf Sicherheit großen Wert legen, von einer letzten Durchsicht ab, aber so wie es jetzt Aussieht sitzen wir in einer Woche im Z4 und fahren Richtung Süden :).

P.S.: Wie sich der Z4 im Harz geschlagen hat kann man sich hier anschauen (ich empfehle FullHD (1080p)) :

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