Kurztrips

Wild im Harz – Anreise und erste Nacht

von Robert 30. August 2014 0 Kommentare

Der Sommer neigt sich schon wieder einmal dem Ende. Leider bedeutet dies auch langsam das diesjährige Ende für trockene, warme und freie Landstraßen – dem Freudenspender Nummer 1 – insbesondere mit einem leistungsstarken, heckgetriebenen Fahrzeug :). Folglich nutzen wir das freie Wochenende nochmal um Spaß auf kurvigen Serpentinen zu haben.

Da uns die Alpen für das kurze Wochenende zu weit entfernt waren, das Erzgebirge aber zu nah und zu bekannt, haben wir uns dieses Mal für eines der herrlichen deutschen Mittelgebirge entschieden – den Harz. Damit wir uns möglichst unabhängig auch unserem zweiten großen Hobby – der Fotographie – widmen können, verzichten wir auf Roomservice und Fünf Sterne und sind vorerst nur mit dem Zelt unterwegs. Gut ausgerüstet ging es Freitagabend auf die Bahn Richtung Nordwesten!

Jetzt wirds wild

Da wir, wie üblich, erst relativ spät losgekommen sind, waren wir auch erst gegen 23 Uhr an unserem Referenzzielort Nordhausen (ja, dort wo der Schnaps herkommt :)). Da es sich natürlich schwierig gestaltet um die Uhrzeit noch eine Pension, oder auch nur einen Zeltplatz, zu bekommen, haben wir bei einer Stärkung im Restaurant zur goldenen Möve erst einmal beratschlagt was zu tun sei.

Da wir ja komplett für eine wilde Übernachtung ausgerüstet waren, haben wir auch dann nicht lange überlegt. Es war zwar alles andere als einfach, nachts eine Location zu finden, die den üblichen Wildcamp-Kriterien entspricht. Dennoch haben wir uns nach einer kleinen Odyssee über diverse Feldwege entschieden, in einer ringsum geschlossenen und somit einigermaßen wind- und tiergeschützten Position unser Lager aufzuschlagen, was zum Glück trotz der Dunkelheit ganz gut gelang.

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In unserer Baumgruppe bot sich natürlich auch wunderbar das Fotografieren an, da die nächste (kleine) Ortschaft auch einige Kilometer entfernt war und die Lichtverschmutzung sich damit stark in Grenzen hielt. Trotz überwiegend bedecktem Himmel ist es uns gelungen das ein oder andere hübsche Foto zu knipsen.

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Der nächste Morgen

Mithilfe von einigen Bieren haben wir dann auf dem recht naturbelassenen und daher nicht wirklich ebenen Boden einige Stunden Schlaf gefunden und sind am Vormittag halbwegs ausgeruht im Grünen aufgewacht. Die Spannung war natürlich groß, ob unser nachts, unter widrigen Bedingungen, gesuchter Campingplatz auch bei Tageslicht noch den Anforderungen entsprach. Wohlwollend haben wir zur Kenntnis genommen dass wir uns mitten in der Natur, fernab von Straßen oder Dörfern, befinden und waren mit uns und der Location recht zufrieden.

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Einzig das Problem mit den nassen Klamotten galt es noch zu lösen. Socken, Hosen und Schuhe hatten wir uns beim stapfen über taubenetzte Wiesen in der Nacht zuvor eingeweicht – das Opfer für einen abgelegenen und geschützten Platz zum Zelten. Dennoch war der Anblick über die mitteldeutsche Hügellandschaft am nächsten Morgen eine gewisse Entschädigung und lud abermals zum Fotos machen ein.

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Zurück in die Zivilisation

Aufwärmen tat also Not. Unser Auto hatten wir einige Hundert Meter am Waldrand geparkt und es zum Glück am nächsten Morgen auch wieder dort vorgefunden. Mithilfe der Standklimaanlage konnten wir die Hosen und Socken etwas trocknen, auch wenn wir dabei Wärmebedingt unseren Käse eingebüßt haben ;).

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Trotz der Klima tat Wärme not, daneben auch Sprit und Kaffee. Also haben wir uns zunächst zurück nach Nordhausen begeben und beim Netto-Bäcker einen Kaffee und eine Stärkung zu uns genommen. Für heute steht Video machen auf dem Plan, allerdings sind die Wetterbedingungen nicht ganz optimal, wir schauen was wir draus machen. Wenn das nicht geht, schauen wir uns Stattdessen die Traditionsbrennerei an. Ob wir die kommende Nacht abermals im Zelt verbringen ist aufgrund der teils nassen Klamotten fraglich, schauen wir mal. Wir halten euch auf dem Laufenden :).

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