Rallye

#OTRARallye2016: Vorbereitung & Etappe 1 nach Lausanne

von Robert 5. Juni 2016 0 Kommentare

Na endlich! Wer ist am Start? Und vor allem was?

Nach Monaten der Vorbereitung war er dann doch relativ schnell da, der 13. Mai 2016 – Tag 1 der #OTRARallye2016. Strahlend blauer Himmel, Sonnenschein und 23° – perfekte Rallyebedingungen. Aus allen Ecken der Bundesrepublik und sogar darüber hinaus machen sich die 10 tapferen Teilnehmer mit hohen Erwartungen und noch höheren Ambitionen auf den Weg zum Waldparkplatz an der Commerzbankarena in Frankfurt am Main.

Doch direkt zum Start schlägt Freitag, der 13., zu! Der Waldparkplatz war, anders als recherchiert, leider nicht geöffnet – daher gab es zunächst sowohl bei den Orgas als auch bei den Teilnehmern eine kurze Verwirrungsphase – sorry dafür ^^. Gefunden haben sich dennoch alle und nun wurde das Orga-Team direkt vor die erste Herausforderung gestellt: dem Auffinden eines neuen Startplatzes. Nach einem kurzen Freiluft-Scouting im Oben-Ohne-Orgamobil wurde zeitnah eine passende Alternative entdeckt. Auf die Regelung, das Zuspätkommen zu bestrafen, haben wir aber dennoch verzichtet :D.

Aber haben es überhaupt alle zum Start geschafft? Und wie sieht das Fahrzeugfeld aus? Das sind natürlich spannende Fragen :). Zunächst: Bis auf den Vorab-Ausfall von Team Blacklist haben wir zum Glück vor Start keine weiteren Verluste hinnehmen müssen und auch die Anreise war (trotz einiger Sturmprobleme bei diversen Teams) für alle letztlich sicher. Schnell hat man sich kennengelernt und die Gespräche drehten sich neben der Anreise und der Rallye an sich natürlich in erster Linie um eines: die Vor- und Nachteile der diversen Autos. Traditionell ist die Fahrzeugwahl ja eine intensiv und lange im Vorfeld debattierte Frage, denn bei einem Fehlgriff können schnell die entscheidenden Punkte futsch sein. Schauen wir uns also mal an, was wir hier Schönes haben und steigen ein ins Geschehen.

Team Connie & Blyde – BMW 435d xDrive Gran Coupé

Die erste Kampfansage kommt direkt in Form des weißen Dieselrenners von Maik & Maria angerollt. In der Selbstzünder-Topmotorisierung lässt das fünftürige Coupé 313 Pferde und vor allem 630 Nm von der Leine! Die Strategie scheint also zu sein, bei niedriger Drehzahl auf der Drehmomentwelle zu surfen und damit den Verbrauch zu drücken. Gleichermaßen sind die beiden für die Speedchallenge an Tag 1 natürlich direkt bestens gerüstet. Oder sie könnten es zumindest sein, wären da nicht die Winterreifen mit H-Index! Vielleicht für den nächsten Tag (Höhenchallenge) ein Vorteil, aber an Tag 1 eher schlecht. Dennoch steht in jedem Fall fest: Der 35d ist mit Abstand das stärkste Fahrzeug im Feld und wird alleine deswegen eng im Auge behalten werden müssen!

Team Strohhut – BMW 430d xDrive Gran Coupé

Wo wir gerade beim Thema Gran Coupé wären: Team Strohhut bleibt seiner 4er-Linie treu, aber passt das Fahrzeug dennoch den geänderten Bedingungen an. Leistungsmäßig wurden zum 420d der Vorjahre zwei Nummern draufgepackt und auch in Hinblick auf den Komfort (es gibt ja 2016 eine Etappe mehr) hat man sich nochmals gesteigert. Die beiden treten ebenfalls in einem 4er Gran Coupé an, allerding im 30d mit 258 PS und 560 Nm. Er ist ebenfalls weiß und damit dem 4er von Connie & Blyde zum Verwechseln ähnlich. Allerdings besteht noch ein entscheidender Unterschied: die Bereifung. Im Gegensatz zum anderen 4er sind die Strohhüte mit Sommerreifen unterwegs. Da haben wir doch gleich den ersten, sehr spannenden Vergleich. Heißt mehr Drehmoment beim 35d jetzt weniger Verbrauch oder aber durch die Mehrleistung doch das Gegenteil? Das wird sich zeigen! Davon ab sind Uwe & Thomas mit dem 430d aber ebenfalls bestens für die Rallye gerüstet!

Team Dolce Vita – BMW 530d xDrive Limousine

Der BMW-Anteil im Feld verdichtet sich! Motortechnisch bedienen sich Daniel und Boris im selben Regal wie die beiden Gran Coupés, bzw. in erster Linie wie der 430d. Auch der xDrive „Allradantrieb“ findet sich im 5er wieder. Im großen Bruder werkelt ebenfalls ein 3L Reihensechszylinder mit 258 PS. Allerdings gehören natürlich auch Komfort und vor allem angemessene Platzverhältnisse zum „süßen Leben“. Doch Größe hat nicht nur einen Verbrauchsvorteil, mit 70L Tankinhalt ist auch die Reichweite nochmal eine Ecke höher als bei den 4ern. Allerdings haben wir auch im letzten Jahr gesehen, dass die Dimensionen z.B. in den engen Gassen der Lausanner Altstadt oder den Häuserschluchten von Monaco zum Problem werden kann.  Die Ausdifferenzierung der BMW-Attribute geht also weiter und wir bleiben gespannt, wie sich der winterbereifte Große so schlägt.

Team Auto Diva – Cadillac CTS 2.0T Limousine

Endlich mal etwas Abwechslung! Die Auto-Diva Nicole und ihr Begleiter Bernhard fahren im Cadillac CTS vor – einem echten Exoten auf deutschen Straßen. Die amerikanische Reiselimousine ist eine imposante Erscheinung. Der große Grill und die klaren Kanten kommunizieren in erster Linie eines: Mach Platz! Der Cadi findet schnell Freunde und viele Gespräche kreisen um den Highway-Cruiser aus Übersee. Auch innen macht er eine gute Figur. Edle Materialien und solide Verarbeitung bestimmen, neben den sehr großzügigen Platzverhältnissen, den ersten Eindruck im Innenraum. Doch was hat das Dickschiff unter der Haube? Anders als die eher hubraumfreudigen Ami-Kollegen setzt der CTS 2.0T, man möchte sagen fast europäisch, auf Downsizing. Ein 2L-Turbovierzylinder verhilft den 1,7 Tonnen Lebendgewicht zu Vortrieb. Mit 276 PS und 400 Nm fährt der CTS klar im oberen Leistungsspektrum mit und ist damit heißer Anwärter auf die Speedchallenge. Allerdings ist der Blickfang auch der einzige Benziner im Feld – ein schlechtes Omen für den Verbrauch?

Team Orga – Audi 2.0 TFSI quattro Cabrio

Auch die Orgas bleiben ihrer Linie treu … oder zumindest ihrer Marke. Wie die beiden Jahre zuvor auch heißt es für Robert & William: „Das Maß der Dinge sind vier Ringe!“ Da die beiden nicht als offizielle Teilnehmer mitfahren, sind natürlich andere Qualitäten gefragt, um vernünftig organisieren zu können. Viel Platz zum Arbeiten und Verstauen von Equipment z.B. … Was würde sich da besser eignen als ein zweisitziges Cabrio? Ähhhm ja. Der TT eignet sich davon abgesehen aber tatsächlich gut zum Organisieren – durch die exzellente LTE-Anbdinung mit WLAN-Hotspot und allen gebräuchlichen Schnittstellen stellt er das Rückgrat der mobilen technischen Infrastuktur dar, und das macht er super. Außerdem steht ja nach der Rallye noch der Chillout an und da darf so ein Rallyeauto natürlich auch Spaß machen – und das tut der rote Freiluftflitzer in jedem Fall. Mit dem 230 PS starken Vierzylinder und vor allem dem grandios abgestimmten quattro-Allradantrieb lassen sich teils aberwitzige Kurvengeschwindigkeiten sicher erzielen – da können die Alpen kommen!

Vorbereitung ist das A&O – bei Orgas und Teilnehmern

Nachdem alle einen ersten Eindruck vom Teilnehmer- und Fahrzeugfeld gewonnen hatten, stand zunächst die Vorbereitung der Etappe auf dem Plan. Das bedeutet für die Orgas in erster Linies eines: Vorstellung des Projektes und der Etappe sowie die Aufzeichnung der entsprechenden Videos. Während Robert sich um die Moderation kümmert, steht William hinter der Kamera und fängt die Szenen in Bild und Ton ein. Neben der offiziellen Eröffnung finden auch noch Interviews mit den einzelnen Teams statt und es werden alle offenen Fragen beantwortet sowie Probleme geklärt.

Anmoderation OTRARallye2016

Eine wichtige Komponente fehlte aber noch, um starten zu können: Die Ziehung der Foto-Challenges! Aus einem Pool von 10 möglichen Orten werden 4 gezogen. Das Team, das jeweils als erstes eines der Ziele anfährt und dies mit einem GPS-Tag-Foto belegt, bekommt wertvolle Punkte gutgeschrieben! Die Challenges für Etappe 1 sind abwechslungsreich und mit viel Überlegung verbunden:

  • Das Motorsportmusem am Hockenheimring, Deutschland (2 Punkte)
  • Die Freddie Mercury Statue in Montreux, Schweiz (2 Punkte)
  • Der Rheinfall bei Laufen-Uhwiesen, Deutschland (4 Punkte)
  • Die Kirche Eglise d’Elmm, Metzeral (5 Punkte)

Mit der Ziehung ging auch die Planungsphase für die Teams los. Zügig zog man sich zur geheimen Besprechung der Tagesstrategie ins eigene Fahrzeug zurück. Und diese Strategie will wohlgeprüft und überlegt sein! Wie ist die Verkehrslage? Gibt es irgendwo Probleme an den Grenzen? Lohnen sich unter diesen Umständen Umfahrungen oder Umwege für Fotochallenges? Und wie ist das dann mit dem Verbrauch? Neben der Besprechung dürfen natürlich auch die kleinen Rituale nicht fehlen. Bei Team Strohhut heißt das sogar physisches Tuning des Fahrzeuges. Jede Ritze wird abgeklebt, denn sie könnte ja für Verwirbelungen und damit erhöhten Spritverbrauch sorgen. Da geht Daniel natürlich auch gern zur Hand und erweitert das Konzept um nützliche Anonymisierungshilfen :D.

Die letzten Minuten vor dem Start werden genutzt, um die Technik in einen ordnungsgemäßen Zustand zu versetzen: Der Bordcomputer wird zurückgesetzt, die GPS-Aufzeichnung begonnen und die Kamera gestartet. Danach geht jeder nochmal in sich. Etwa 530 km liegen heute vor jedem der Teams – im Pfingstverkehr keine leichte Herausforderung, auch ohne Challenges. Aber alle sind hochmotiviert, haben sich ihre Strategie zurechtgelegt und nun will auch jeder unter Beweis stellen, dass er der beste Rallye-Pilot ist. Es gibt kein Zurück. Punkt 13:15 Uhr startet – endlich – die erste Etappe der 2016er Rallye und die Autos setzen sich in Bewegung in Richtung Schweiz.

Start Etappe 1 OTRARallye2016

Here we go – die erste Etappe läuft

Da sind sie also on the road, die Rallyefahrer. In den kommenden 1-2 Stunden werden sich die Strategien der Teilnehmer für Etappe 1 klarer herauskristallisieren. Wer geht auf Speed? Wer ist eher sparsam unterwegs? Wer möchte welche Fotochallenge machen? Gerade am ersten Tag einer Rallye sind die Teams sehr motiviert loszulegen und natürlich auch die psychologisch wichtigen ersten Punkte zu erringen – denn so eine Tour fährt sich mit einem kleinen Punktepolster immer entspannter, als wenn man sich auf der Aufholjagd befindet. Dementsprechend sind alle erstmal bestrebt, manch einer vielleicht sogar zu sehr, Strecke zu machen. Team Strohhut hat sich vorgenommen, als erstes Fotochallenge Nummer 1 anzufahren – und tut dies auch erfolgreich. Kaum eine dreiviertel Stunde nach Start klingelt es im Orgamobil – die erste Challenge wurde eingereicht. Und zwar mit Geo-Tag und qualifizierendem Foto.

Team Strohhut am Motorsportmuseum am Hockenheimring

Unterdessen im schwarzen 5er … Team Dolce Vita bleibt auch bei der Routenwahl international und wagt den Grenzübertritt nach Frankreich! Aufgrund der verwerflichen Terroranschläge in letzter Zeit befindet sich die französische Republik nach wie vor im Ausnahmezustand, so dass hier mit, unter Umständen erheblichen, Verzögerungen an den Grenzen zu rechnen ist. Offenbar war der Grenzübertritt (wie eigentlich immer auf unserer Reise) jedoch kein wirkliches Problem. Nachdem die Nationalitäten geklärt waren und auch der (ohne Kontext etwas fragwürdige ^^) Grund des Grenzübertritts „Naja wir wollen uns nur mal schnell eine Kirche anschauen“ offenbar bei den französischen Grenzbeamten nicht für Beunruhigung gesorgt hat, befindet sich Team Dolce Vita ohne nennenswerten Zeitverlust in Frankreich.

Allerdings machen es die beiden Kurzzeitfranzosen den Orgas nicht gerade einfach. Denn entgegen der Regeln und der mehrmaligen Ansage wurde das Bild zunächst ohne Geo-Tag eingereicht. Deswegen wurde die Einreichung auch zunächst erstmal abgelehnt und der weiteren Prüfung zugeführt. Nach Ende der Etappe wurde dann anhand von GPS-Track und Videomaterial die Echtheit des Fotos bestätigt und die Punkte – die sich Dolce Vita ja auch mit erheblichem Umweg erkauft hat – zusammen mit einer Verwarnung erteilt.

Team Dolce Vita an der Eglise d'Elmm, Metzeral

Die „große“ Challenge mit 5 Punkten geht also an Boris und Daniel. Aber was ist mit den anderen beiden Teams? Es wäre ja noch je eine Fotochallenge zu holen… Eine reichliche Stunde nach der Einreichung der Eglise melden sich auch die stark motorisierten Kollegen im 4er Gran Coupé – Team Connie & Blyde – zu Wort. Maik und Maria haben sich für das Ansteuern des Rheinfalls bei Laufen-Uhwiesen entschieden. Die Einreichung ist korrekt und somit sichern sich die beiden immerhin die zweitgrößte Fotochallenge mit 4 Punkten. Spannend zu sehen, wie gut sich die Challenges bis jetzt auf die Teams verteilt haben. Da stellt sich natürlich die Frage: Was macht Team Auto-Diva?

Als einziges Team haben sie jetzt alle wichtigen Infos vorliegen und wissen ziemlich genau wann, wo und wie die anderen Teams im Rennen liegen. Wird der Informationsvorsprung für die Freddie-Mercury-Statue genutzt oder doch eher für den ersten Platz beim Ankommen? Eine reichliche halbe Stunde vor Ablauf der Zielzeit (19:15 Uhr – sechs Stunden nach Start) – wird diese Frage zumindest teilweise beantwortet. Freddie verhilft Team Strohhut zu zwei weiteren Punkten. Wow, die Hüte legen ordentlich vor! Da Montreux nur unweit von Lausanne liegt, bleibt hier natürlich die Frage: Holen sie möglicherweise sogar die Diva noch ein und schaffen zwei Challenges UND den ersten Platz? Das wäre eine echte Leistung!

Ok … die Fotochallenge-Punkte sind vergeben, die Teams haben die Karten auf den Tisch gelegt. Jetzt geht es um den Zieleinlauf an der Kathedrale von Lausanne! Am nächsten dran müssten jetzt die Teams Auto-Diva und Strohhut sein. Doch wer ist wo genau, wer kommt besser durch den Feierabendverkehr der schönen Stadt am Genfer See? Insbesondere im Orga-Mobil, dass leider aufgrund externer Einflüsse nicht so zeitig wie geplant am Zielort eintreffen konnte, steigt die Spannung. Dann geht es Schlag auf Schlag! 18:56 Uhr – also noch 20 Minuten vor Ablauf der Zielzeit – klingelt es abermals im Postfach der Orgas. Das erste angekommene Team ist Auto-Diva im Cadillac CTS! Da hat die Mercury-Statue die Strohhüte zwar den ersten Platz gekostet…

…aber was ist das? Kaum einen Augenblick – genau genommen nur extrem knappe 13 Sekunden (!) später – geht die Einreichung von Thomas und Uwe bei den Orgas ein, die somit auf Platz 2 angekommen sind. Wahnsinn! 2 Fotochallenges abgeräumt und trotzdem beinahe noch auf den ersten Platz gefahren – da wird die Erfahrung aus den Vorjahren deutlich. Aber trotz des zweitens Platzes, mit dem sie einen Punkt eingebüßt haben, haben die Strohhüte netto einen gut gemacht – denn es gab ja zwei Punkte für Freddie. Inzwischen sind auch Robert und William im roten Safety-Car eingetroffen. Relativ reichlich später treffen die Frankreich-Ausflügler ein. Daniel & Boris kommen gegen 20:03 Uhr an und sind somit auf Platz 3 – haben aber die 5 Punkte für die Fotochallenge eingesackt und damit unterm Strich noch ziemlich Punkte vorgelegt. Ein wenig mit ihrem Umweg verzettelt haben sich scheinbar Maik & Maria, die erst kurz vor 9 und damit deutlich nach Zielzeit und nach den anderen Teams eintreffen.

Zur Auswertung …

Es sind also alle wohlbehalten eingetroffen. Bei manchen ist die Strategie mehr, bei anderen weniger aufgegangen. Doch bevor wir uns der tatsächlichen Punkteverteilung – und damit auch der Ermittlung des Etappensiegers – widmen, wollen wir nochmal einen genaueren Blick auf die Routenwahl der einzelnen Teams werfen. Dazu haben wir euch die folgende interaktive Karte zur Verfügung gestellt, auf der ihr die verschiedenen Strecken nachvollziehen könnt. Dabei haben wir folgende optische Zuordnung der Tracks:

  • Team Strohhut (blau)
  • Team Connie & Blyde (rot)
  • Team Dolce Vita (lila)

Der Track von Team Auto-Diva liegt leider aufgrund von technischen Komplikationen bei der Übertragung nicht vollständig vor.

Wie man sieht, ist das erste Teilstück für alle gleich. Den ersten Abstecher macht Dolce Vita – und zwar nach Westen über den Rhein Richtung Frankreich. Strohhut hingegen bleibt zunächst auf Linie, denn das Motorsportmuseum ist mit seinen 2 Punkten nur ein kleiner Umweg, ansonsten ist hier die gesunde Mitte angesagt – ähnlich wie bei Auto-Diva. Den größten Umweg, und das spiegelt auch die Ankunftszeit wider, macht Team Connie & Blyde. Der Weg über Stuttgart zum Rheinfall war eine mutige Entscheidung, die dann leider aufgrund der Strafe fürs Zuspätkommen netto nur wenig Punkte bedeutete. In der Schweiz, kurz hinter Basel, kommen dann alle wieder zusammen und teilen sich die Route bis zum Schluss – bis auf den kleinen Ausreißer von Team Strohhut, die noch kurz in Montreux Queen huldigen.

Und wie schaut es denn nun mit den Punkten aus? Hier ist neben den Etappenchallenges natürlich in erster Linie die Mottochallenge entscheidend. Die Fahrzeuge im Feld sind alle recht hoch motorisiert, aber um auf Vmax zu kommen braucht man – besonders mit den Dieseln – einen gewissen Anlauf. Connie & Blyde im 435d hatten dazu zwar die besten Karten, mussten sich aber tatsächlich in der Mottochallenge mit Platz 2 zufrieden geben – denn sie waren 4 km/h langsamer als Team Strohhut – aufgrund eines Besuchers von der rechten Spur.

Zusammen mit den Etappenchallenges ergibt sich somit an Tag 1 folgende Etappenwertung:

Fotochallenges Punkte Strohhut Auto-Diva Connie & Blyde Dolce Vita
Motorsportmusem, Hockenheimring 2 (erster) 2
Freddie Mercury Statue, Montreux 2 (erster) 2
Rheinfall, Laufen-Uhwiesen 4 (erster) 4
Eglise de l’Emm, Metzeral 5 (erster) 5
Etappenchallenges Punkte Strohhut Auto-Diva Connie & Blyde Dolce Vita
Als erstes Team ankommen 3 (erster) 3
Als zweites Team ankommen 2 (erster) 2
Als drittes Team ankommen 1 (erster) 1
Als sparsamstes Team ankommen 3 (erster) 3
Als zweitsparsamstes Team ankommen 2 (erster) 2
Als drittsparsamstes Team ankommen 1 (erster) 1
Vor der Zielzeit ankommen 1 (alle) 1 1
Strafe bei Verspätung -1 (alle) -1
Höchste Durchschnittsgeschwindigkeit 1 (erster) 1
Höchste Höchstgeschwindigkeit 1 (erster) 1
Kürzeste Strecke 1 (erster) 1
Nicht tanken 2 (alle) 2 2 2 2
Motto: Need for Speed 10 (erster) 10
Summe 22 7 8 10

Lässt man theoretisch die 10 Punkte der Mottochallenge weg, ist das Feld sehr dicht beeinander. Da die Strohhüte hier allerdings die große Leistung vollbracht haben, 2 Fotochallenges zu machen, fast noch als erste anzukommen UND die Mottochallenge zu gewinnen, haben sie nach Etappe 1 deutlich die Nase vorn. Für Thomas und Uwe heißt es also: Erstmal relativ entspannt in die Komfortsitze kuscheln, denn jetzt sind die anderen in der Bringschuld! Aber keine Sorge, an Tag 2 gibt es wieder ausreichend Möglichkeiten, Punkte zu ergattern und den Vorsprung von Strohhut einzudampfen. Dazu kommen ja noch die Rallyechallenges, die zum Schluss ausgewertet werden und auch nochmal einige Pünktchen bringen. Ob die beiden 430d-Fahrer sich mit diesem Polster ins Ziel retten können oder ob die Punkte schneller weg sind als gedacht – das erfahrt ihr im nächsten Artikel zu Etappe 2 :). Bis dahin gönnen wir uns eine Erfrischung (kleiner Insider ;)) und wünschen euch eine schöne Woche!

Uwe mit Litschi Bionade

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